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USA Reisebericht - USA Travelogue
Grand Canyon [2019] - California to Arizona and New Mexico


  1. PDF Version [18,14]
  2. Reisestationen [Entfernungen, Reisezeiten, Hotelwertungen]
  3. Reiseroute [Karte]
  4. Reisebericht



Reisestationen


Ziel Nächte Auto mi Auto km Zeit Hikes mi Hikes km Hotel Stars
Santa Monica 2 18 29 00:32 7,70 12,40 Hampton Inn & Suites ***
Torrey Pines 2 162 261 02:50 18,10 29,10 Hilton La Jolla Torrey Pines ****
El Centro 2 134 215 02:20 13,50 21,70 Hampton Inn El Centro ***
Scottsdale 3 253 407 04:09 23,00 37,00 Best Western Plus Sundial ****
Las Cruses 2 418 673 06:45 11,00 17,70 Hampton Inn & Suites Las Cruces I-25 ****
Santa Fé 3 312 502 05:26 20,80 33,50 Hilton Santa Fe Historic Plaza ****
Gallup 3 236 380 03:49 17,50 28,20 Hilton Garden Inn ***
Tusayan 3 261 420 04:41 22,40 36,00 Best Western Premier Grand Canyon Squire Inn ***
Sedona 3 114 183 02:38 19,60 31,50 Best Western Plus Inn of Sedona ***
Las Vegas 3 281 452 04:52 6,10 9,80 Elara by Hilton Grand Vacations ****
Pahrump 2 132 212 02:28 10,20 16,70 Best Western Pahrump Oasis ***
San Francisco 2 560 901 08:51 0 0 Hilton San Francisco Financial District ****
Pismo Beach 2 245 394 03:45 0 0 Inn at the Pier ****
LAX 0 176 283 02:50 0 0 direkt zum Flughafen  
31
3.302
5.313
169,90
273,20



Reiseroute


Reiseroute 2019 - Grand Canyon


Reisebericht


  1. Prolog
  2. Santa Monica
  3. Torrey Pines
  4. El Centro
  5. Scottsdale
  6. Las Cruses
  7. Santa Fé
  8. Gallup
  9. Tusayan
  10. Sedona
  11. Las Vegas
  12. Pahrump
  13. San Francisco
  14. Pismo Beach
  15. LAX


Prolog
4. März 2019, 4:30 Uhr, 0 Grad Celsius: Die stockdunkle Nacht wird nur durch die Straßenlaternen der Bettenstadt Tusayan durchbrochen. Das sanfte Licht erhellt die Straßen wie Zufahrten auf ein Industriegelände und würde auch gerne als Markierung einer gut gesicherten Staatsgrenze durchgehen. Dort, wo gestern noch "Myriaden" von Touristen Lärm und Hektik verbreiteten, ist es still. So still, dass der Wecker - unser Wecker - zur ärgerlichen Lärmquelle wird, die versucht, alles im Umkreis von einem Kilometer in den Tag zu befördern.

Die Augen kreisen nur kurz am Plafond des Hotelzimmers, bis die Anspannung und Vorfreude unsere Körper in Bewegung setzt. Das sehr karge Frühstück, das kaum als solches bezeichnet werden kann, erzeugt keine Freude. Als die Zähne geputzt sind und die grau schimmernden Bartstoppeln im Siphon des Waschbeckens Richtung Williams fließen und das bereitstehende Wanderequipement an Mann und Frau sitzt, geht es endlich los.

Der weiße Yukon gleitet durch die Wälder, die der Colorado River noch nicht verschluckt hat. Das Fernlicht ist in Betrieb, denn die Tierwelt, die inzwischen durch den Tourismus so gezähmt ist, dass sie in jedem Streichelzoo der Welt herzlich willkommen wäre, kann jederzeit den bevorstehenden Tag zum Alptraum werden lassen. Doch bald sind wir am Trailhead. Die Autos der Bright Angel Lodge Gäste versperren fast jede Lücke. Ein letzter freier Parkplatz gehört uns.

Das Gefühl ist ähnlich einem Marathonstart. Wir wissen es wird hart und wir kennen die Fakten, aber ein eisiger Trail auf den ersten 3 Meilen, und das ist nicht mal 1/10 der Gesamtentfernung, die wir heute zurücklegen wollen, brachte gestern Abend noch eine Variable ins Spiel, die wir so nicht erwarteten. Egal, - Stirnlampen auf und auf geht's! Nach ein paar hundert Metern sind wir am Einstieg. Der Colorado wartet 1.679 Höhenmeter weiter unten.

Grand Canyon Bright Angel Trail

Grand Canyon Bright Angel Trail

Es ist inzwischen schon fast ein Privileg, wenn man außerhalb der "Stoßzeiten" in die USA fliegen kann. Weniger Leute, viel weniger Leute, und vielleicht auch bessere Hotelpreise? Die Krux ist jedoch, dass es aufgrund der Wetterlagen - und das gilt für den späten Herbst und für das frühe Frühjahr - eine Grenze nach Norden gibt, die man beachten sollte. Sie liegt ungefähr auf der Höhe der Interstate 40. Bis auf San Francisco haben wir diese Grenze beachtet und ich stelle fest, dass das Wetter bis auf einen Wintersturm sehr gut war. In Kalifornien hatten wir Mitte März bereits 30 Grad Celsius. Die Beschränkung auf bestimmte Gebiete hat jedoch einen weiteren Nachteil. Die Hotelketten sind ja nicht blöd und ziehen in den betroffenen Regionen die Preisschraube an. Wie immer im Leben, - dort wo Licht ist, ist auch Schatten.

Laßt uns starten! Gut 4 Wochen und 4.858 Meilen liegen vor uns. Wir beginnen in Los Angeles bzw. Santa Monica und nehmen eine östliche Route bis an die Staatsgrenze zu Texas. Über Santa Fé, den Grand Canyon, Las Vegas und San Francisco geht es zurück.

Mittwoch
Sie haben bereits online eingecheckt und wollen jetzt die Koffer abgeben? Ähm, nach was sieht es denn aus? Aber ihr Flug geht erst morgen! Na und? Das macht kaum jemand mehr! Schön, dass wir uns etwas von anderen unterscheiden! Mit diesem Dialog war die Sache beendet und wir können uns in Ruhe beim Italiener seelisch und geistig auf den Urlaub vorbereiten. Und wer das "bröselmeierhaft" findet, der soll es bleiben lassen. Und die Lufthansa soll froh sein, wenn die Arbeitsprozesse etwas entzerrt werden.

Donnerstag
Ziemlich pünktlich startet der A340-600 gen Westen. Zwei Filme, etwas schlafen und schon stehen wir vor dem Einreiseautomaten, der inzwischen problemlos einen Zettel auswirft, den wir dem Officer vorlegen. Trotz des erst kürzlich zu Ende gehenden "Shutdown" und der derzeit herrschenden Notstandsgesetze, damit Donald Trump seine Mexico-Mauer-Pläne finanzieren kann, war auch diese Prozedur fix erledigt. Die Koffer kamen auch zügig und so sitzen wir bald im Shuttle von Hertz, nehmen unseren GMC Yukon in Empfang und düsen an den Pico Blvd., um in einem Outdoor-Geschäft einen Adventure Pass für ein Jahr für 30 USD zu kaufen. Dieser Pass wird bei einigen unserer Hikes in Kalifornien benötigt. Gebraucht haben wir ihn nie!

Nach 12 Meilen sind wir im Hampton Inn Santa Monica und beziehen ein schönes Zimmer im 5. Stock. Ein Schlummertrunk muss sein und deshalb machen wir uns sofort auf den Weg an die Küste. Nur ein paar Blocks trennen uns von der Bar des "Meat on Ocean". Und jetzt sind wir angekommen! Um 19.30 Uhr Ortszeit ist Schluss mit lustig - todmüde fallen wir in die Kiste.

Freitag
Ab 2:30 Uhr ging nichts mehr! Also Kaffeemaschine an, eMails checken und Koffer umpacken. Da es im Hotel erst ab 6 Uhr Frühstück gibt, fahren wir los und genießen die ersten Eier im IHOP in Encino. Es ist noch nicht einmal 6 Uhr, so dass wir einsam und alleine im Lokal sitzen, das 24 Stunden geöffnet hat. Vor der Tür ist noch einer einsam, der Yukon. Der Koch ist aber wach und zaubert gutes Futter auf den Tisch.

IHOP Encino

Frisch gestärkt erreichen wir über die Interstate 210 die Big Tujunga Canyon Road, die uns in den Angeles National Forest führt. Der Trailhead ist eine erweiterte, gesperrte Einfahrt auf die Trail Canyon Road. Eine breite Dirtroad führt moderat noch oben. Nach 0,2 Meilen geht es rechts in den Trail Canyon. Wir sind 0,45 Meilen unterwegs und dann passiert's. Der Bach, der den Trail Canyon gegraben hat, kreuzt den Trail, der hier immer noch eine Dirtroad ist und als Zufahrt für Anwesen dient. Soweit nichts Ungewöhnliches. Jedoch hat der Winter viel Regen selbst nach Kalifornien gebracht, so dass das Nass in drei Meter Breite daherkommt.

Da nehme ich mir doch mal einen Ast und versuche die seichteste Stelle zu finden. Das Ende vom Lied ist, dass wir knietief im eiskalten Wasser stehen. Die Luft hat 9 Grad und so verläuft der Wanderauftakt ziemlich erfrischend. Unsere nun nassen Beine müssen in Bewegung bleiben, um etwas Wärme in die Füße zu bekommen. Das gelingt auch einigermaßen. Links vorbei an dem Privatanwesen endet die Jeeproad nach gut 0,6 Meilen. Die Straße wird zum Trail und kurz danach sind wir auf einem Wanderweg. Ein Schild kündigt an, dass dieser Trail ab hier nicht mehr gewartet wird. Und so geht es weiter nach oben.

Nach vier Bachquerungen hören wir auf zu zählen, es hilft ja nichts und außerdem schaffen wir die Zweite und Dritte trockenen Fußes. Über Baumstämme balancieren wir jeweils auf die andere Seite. Gut 1,2 Meilen vom Trailhead entfernt wird jedoch das Wasser in den Bergschuhen ausgetauscht. Die 4. Querung ist erneut knietief ohne eine Chance auf eine Alternative. Wir waren dann doch froh, als der Weg endlich vom Wasser nach oben führt. Bei normalen Wetterlagen dürfte das alles problemlos sein.

Wir sind 2,2 Meilen unterwegs und haben Sichtkontakt. Die Trail Canyon Falls stürzen sich über 30 Fuß, also knapp 10 Meter, in die Tiefe. Und der Trail führt weiter direkt zur Felsstufe, die wir nach gut 2,4 Meilen erreichen; die Bachquerungen haben Zeit gekostet. Es ist möglich, unterhalb der Fälle zu baden, aber nicht heute und nicht für uns.

Trail Canyon Falls

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Weiter geht's zum nächsten Trail. Der El Escorpión Park liegt nördlich der US 101. Er ist über Wanderwege mit dem nördlicheren Bell Canyon Park verbunden. Wir parken unser Auto direkt am Gate am Ende der Vanowen Street. Nur kurz gehen wir eine abgesperrte Dirtroad und nehmen dann den Trail auf der rechten Seite des Creeks. Hier ist viel verbrannt, aber es sprießt und grünt überall nach dem Regen. Die Hügel leuchten in sattem Grün. Das Bild sieht aus, wie mit Photo Shop bearbeitet. Nach 0,6 Meilen geht es halbrechts nach oben. Die braun-gelben Felsen der Munitz Cave sind gut erkennbar. Ein Spalt gibt die Richtung vor. Es sind nur weitere 0,2 Meilen bis zur Höhle. Sie ist riesig und man kann hineinklettern.

Munitz Cave El Escorpión Park Bell Canyon Park

Munitz Cave El Escorpión Park Bell Canyon Park

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Rechts vorbei führt ein schmaler Trail weiter nach oben. Es geht 0,2 Meilen ziemlich steil bergauf. Die weiße Ridge übersteigen wir und gehen auf der Rückseite nach rechts in Richtung des Castle Peak. 0,5 Meilen sind es von der Munitz Cave und wir stehen am Gipfel. Schöner Rundblick mit Steinbogen, der die Richtung nach unten vorgibt.

castle_peak_bell_canyon_park_06.jpgEl Escorpión Park Bell Canyon Park

Munitz Cave El Escorpión Park Bell Canyon Park

Es geht ziemlich steil hinunter und obwohl es leicht zu regnen beginnt, ist der Abstieg relativ unproblematisch. Nach insgesamt 2,2 Meilen sind wir wieder am Auto. Und jetzt scheint die Sonne! Die beiden Hikes haben schon am 1. Tag unsere Hosen und Schuhe versaut, aber es war ein wunderbarer Einstieg in unseren Urlaub.


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Wir steuern den nächsten Starbucks an, ein Kaffee tut gut, der Zitronenkuchen auch. Ein Walmart füllt unsere Vorratskammer an Getränken und dann geht es zurück nach Santa Monica.

Leider regnet es immer wieder, so dass der Bummel an der 3rd Street Promenade ins Wasser fällt und wir uns wieder an der Bar im "Meat on Ocean" niederlassen. Das Essen und der Rombauer waren vorzüglich, aber zu teuer und die Bedienung war "unterirdisch". Wir versuchen noch einen Schirm zu kaufen, aber hier ist man nicht auf Regen eingestellt.

Samstag
Acht Stunden seliger Schlaf war der Lohn für die bisherige Anstrengung. Als wir um 6:00 Uhr das wirklich ausgezeichnete Frühstück im Hotel genießen, freuen wir uns auf das gute Wetter und genießen die wunderschöne Morgenstimmung, die Santa Monica zum Leuchten bringt. Über die Interstates 10 und 405 kommen wir nach 128 Meilen staufrei nach 2 Stunden in die Lake Poway Recreation Area. 10 USD Gebühr und es war schon gut was los.

Oben, am "Top Parking Lot" ist der Trailhead neben den Toiletten und es geht gleich nach rechts zum Scenic Overlook. Der See liegt still und starr unter uns und lehnt sich lässig an eine Staumauer. Bunte Anglerboote bringen Farbtupfer ins tief blaue Nass. Nach knapp einer Meile sind wir am Mount Woodson Trail, der nach rechts moderat in die Höhe führt.

Mount Woodson - Potato Chip Rock

Die Potatoes, Felsen, die wie bei der Ernte übrig gelassener Kartoffeln aussehen, begleiten uns. Die hellen, glatt geschliffenen Felsbrocken liegen auf dem Gegenhang zwischen Sträuchern und Wiesen. Wir sind 1,8 Meilen unterwegs und treffen auf ein Plateau, vom dem man Richtung Meer sieht. Weit hinten ist sogar die Skyline von San Diego erkennbar.

Mount Woodson - Potato Chip Rock

Wir bleiben immer auf dem Mount Woodson Trail, der nach 2 Meilen zum richtigen und nun steiler nach oben führenden Bergwanderweg mutiert. Über Stufen und Switchbacks addieren wir Höhenmeter für Höhenmeter. Es geht mitten durch die Felsenlandschaft mit ihren interessanten Formationen. Man kann seiner Fantasie freien Lauf lassen und mit jeder Perspektive ändert sich die Form.

Nach 2,6 Meilen, kurz vor dem Gipfel, haben wir ersten Sichtkontakt mit dem Potato-Chip. Die von der Erosion übrig gebliebene Felsspitze sieht fantastisch aus, aber das finden auch viele andere Menschen. Die Warteschlage, um auf den Chip zu kraxeln und ein Foto zu machen, ist ziemlich lang. Die Menschen freut's, für uns kommt das nicht in Frage und wir versuchen, Fotos ohne Menschen zu machen. Das gelingt auch in den Pausen, wenn sozusagen Schichtwechsel ist.

Mount Woodson - Potato Chip Rock

Wir gehen noch das letzte Stück hoch zu den Antennen und zum Gipfel. Hier werden die Felsen immer mächtiger. Nach 2 Stunden und 3,9 Meilen genießen wir den wunderbaren Rundblick bei einer kleinen Brotzeit.

Der Abstieg wurde dann etwas schmerzhaft, weil die Beine von gestern noch weh tun. Aber nach 1,5 Stunden sind wir wieder am Auto. Knapp 4 Stunden waren wir in dem sehr interessanten und schönen Gelände unterwegs. Die Rundblicke und die Landschaft und der Potato Chip waren fantastisch.


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Als wir 2010 mit dem Hike zu den Alamere Falls bei San Francisco und 2015 mit der Wanderung in der Nähe von San Diego durch den Ho Chi Minh Canyon gelernt haben, dass auch die Küste Kaliforniens wunderbare Canyons gebildet hat, die begehbar sind, suchen wir immer wieder nach entsprechenden Möglichkeiten. Und für heute steht noch eine entsprechende Lokation an, - der Annie's Canyon wartet.

Wir sind inzwischen auf der Interstate 15, die uns nach Süden führt. Kurz vor La Jolla, der Badeort im Norden von San Diego, parken wir an der N Rios Ave an der Elijo Lagoon. Direkt neben der Interstate liegt diese Lagune und die erhöht stehenden Häuser daneben sind von der Erosion bedroht, die den Slot Canyon gebildet hat.

Am Ende des Canyon Drives beginnt der Trail am Wendehammer. Er führt kurz nach unten und dann an der Lagune entlang Richtung Osten. Die Sumpflandschaft liegt links von dem breiten Weg, der gut besucht und genutzt wird. Nach 0,6 Meilen sind wir am Einstieg. Hier teilt sich der Weg, - nach links geht es zu einem Overlook und nach rechts beginnt der One-Way-Loop durch den Annie's Canyon.

Annies Canyon

Die Sand- und Gips- und Lehm-Wände stehen anfangs noch in gebührendem Abstand zueinander. Der Weg ist sandig. Aber schnell trifft man auf eine Wand ausgewaschener Hoodoos, die mit einer braunen Kappe und einem weißen Körper toll aussehen. Und hier geht es nach links. Der Canyon wird so schmal, dass vermutlich 70 Prozent der Amerikaner nicht durchpassen werden. Wände, deren Wellen sich horizontal in Richtung des Ausgangs schwingen, "überspülen" den Körper links und rechts. Es ist leider nur ein kurzes Vergnügen, denn eine kleine Leiter signalisiert bald das Ende des fantastischen Slots. Der Ausstieg nach oben endet an dem Overlook und es geht zurück. 40 Minuten, 1,4 Meilen, kurz und knackig und wunderschön! Das hat sich gelohnt!

Annies Canyon


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Ein toller Tag bei wunderschönem Wetter geht langsam zu Ende. Wir checken im Hilton Torrey Pines ein. Große, schöne Zimmer, Blick auf den Pazifik, eine Hotelbar und fantastisches Essen im hotel-eigenen Torreyana Grill beschließen ihn, den Tag.

Sonntag
Für Hilton Gold Member ist das Continental Breakfast frei, das volle Programm kostet 8 USD. Das empfinde ich als ein faires Angebot und es war sehr gut!

Die Wettervorhersage für heute sieht jedoch nicht gut aus. Um 7 Uhr starten wir bei 12 Grad und bewölktem Himmel zur CA 56 East. Auf der Julian Road, einer tollen Motorradstrecke, geht es bis 4.000 Fuß, das entspricht 1.220 Metern, nach oben. Der inzwischen einsetzende Regen ist hier oben weiß. Julian liegt relativ idyllisch, aber als wir kurz vor dem Ort in die Zufahrtsstraße zu unserem Trailhead einbiegen die Gewissheit. Keine Chance, die teilweise unbefestigte Straße zu den Three Sister Falls zu bewältigen. Zudem würde ein steiler, teilweise lehmiger Abhang vor den Fällen warten, der wohl mehr zur Rutschpartie mutieren würde. Hilft nichts, Hike abgesagt, die Alternative ist klar - ab in die Wüste"

Die CA 78 bringt uns kurvig nach unten. Da unser Mietwagen nur Sommerreifen hat, ist trotz Allrad Vorsicht geboten. Alles ist gut! Die Wüste des Anza Borrego Desert State Parks ist nicht nur trocken. Ein Regenbogen und blühende Natur erwarten uns. Ein Wald voller grün leuchtender Ocotillos und Chollas säumt die Straße nach Borrego Springs. Tanken muss sein, für unser Vorhaben reicht das Benzin vermutlich nicht mehr. 3,79 USD pro Gallone Wüstenpreis sind ok.

Die ungeteerte Straße zum Butte Pass ist wunderbar zu fahren. Selbst PKWs sind vor Ort, als wir nach zwei Meilen einen Parkplatz am Trailhead besetzen. Alle Besucher parken hier, um den Slot Canyon, etwas überschätzend genannt "The Slot", zu sehen. Der muss aber auf uns noch warten, denn wir haben viel mehr vor, steigen auf die West Butte und machen einen Rundweg, der es in sich hat; aber von vorne.

Die Sonne strahlt, aber der Wind ist etwas kalt, als wir das Auto verlassen. Rechts von der Wash nehmen wir den Bergrücken, der fast gerade nach oben zu den Felsen führt. Die Hügel sehen zu dieser Jahreszeit aus, wie wenn sie mit grünem Sand gepudert worden wären. Sie sind mit Ocotillos überzogen, die knallrote Blüten in die Luft strecken. Nach 0,8 Meilen haben wir die scharfkantigen und rauen Lavafelsen erreicht.

West Butte - Anza Borrego Desert State Park

Das Gelände wird steiler und nach einer Meile erreichen wir eine Passhöhe, die den Blick auf die östliche Seite freigibt. In der Ferne ist der Salton Sea in tiefem Blau sichtbar. Nach dem Pass geht es querfeldein links hinauf. Auf einer Zwischenhöhe angekommen, gehen wir nach rechts und umrunden links vorbei einen Vorgipfel. Und dann ist es nur ein kurzer Weg bis zum höchsten Punkt der West Butte. Nach 1,3 Meilen in 55 Minuten waren wir oben. Hier in 1.204 Fuß Höhe breitet sich eine kleine "City of Rocks" aus. Die dunkelbraunen Lavafelsen stehen aufgereiht und bieten ausgezeichnete Möglichkeiten eine kleine Pause zu machen. Das lohnt sich, denn die 360-Grad-Rundumsicht ist gewaltig und schön. Das kleine Vulkanüberbleibsel liegt in der platten Wüste und überragt daher sämtlichen Sichtschutz.

West Butte - Anza Borrego Desert State Park

West Butte - Anza Borrego Desert State Park

Es geht weiter die Ridge entlang nach Norden. Einige Peaks müssen passiert und großzügig umgangen werden. Als wir in einem kleinen Hochtal, das den Beginn einer Wash bildet, angekommen sind, stehen wir am nordwestlichen Abgrund. Es geht ziemlich steil nach unten. Wir orientieren uns an der Wash, aber das ist noch nicht alles. Die Lavareste und -felsen liegen kreuz und quer, - ein Trail ist weiterhin nicht erkennbar! Und so ist es sehr mühsam in dem steilen Gelände einen optimalen und gangbaren Weg zu finden. Es gibt immer wieder Varianten, die entschieden und gegangen werden müssen, ohne dass man die grobe Richtung verliert. Fast unten, orientieren wir uns an einer rechts liegenden Felswand und gehen direkt in der Wash. Viele Boulder und Stäucher erschweren das Vorankommen. Als wir uns dann endlich unten befinden, halten wir uns rechts und queren eine Wash nach der anderen zunehmend nach Westen. Wir waren dann froh, als wir endlich die Mainwash erreichten. Reifenspuren signalisieren nach 4 Meilen und 3,5 Stunden Zivilisation.

West Butte - Anza Borrego Desert State Park

Das HauptFlussbett bringt uns nach Süden. An einer Kreuzung gehen wir geradeaus, was falsch war, aber zu einem netten kleinen Slot führt. Wir durchsteigen diesen Canyon, gehen aber zurück, da wir nicht sicher sind, ob es ein Weiterkommen zur Hauptwash gibt. Also nun die andere, breite Variante. Sie führt zu einem Parkplatz, links oben sind einige schöne Felsentore zu sehen, an dem die Off-Roader aussteigen und per pedes in "The Slot" gehen.

West Butte - Anza Borrego Desert State Park


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0,5 Meilen nach dem Parkplatz beginnt der Slot Canyon. Immer enger rücken die Canyonwände zusammen. Die Felsen sind fast farblos, jedoch zaubert die frühe Nachmittagssonne das ein oder andere gelbe Licht auf die Felsen. Der Canyon wird jetzt so eng, dass die Leute warten müssen, um den Gegenverkehr passieren zu lassen. Unterhalb des Trailheads und Parkplatzes endet der Canyon. Wir sind nach 7 Meilen und 4,5 Stunden am Auto. Das war wunderschön, aber auch unerwartet anstrengend.

The Slot - Anza Borrego Desert State Park

The Slot - Anza Borrego Desert State Park

The Slot - Anza Borrego Desert State Park


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Wir fahren auf der CA 78 über Julian zurück. Dort schneit es immer noch und außerdem ist hier ein Megastau. Zu viele Autos an einem 4-Way-Stop machen das kleine Dorf dicht. Vielleicht gibt es aber etwas umsonst. Während der Abfahrt auf der Julian Road, die nach Poway führt, schüttet es jetzt in Strömen, aber unten angekommen, lockert es tatsächlich etwas auf.

Wir sitzen an der Hotelbar und schwärmen von einem ungewöhnlichen Hike.

Montag
Das Hotel war wirklich gut, aber 31 Dollar für Self-Parking ist etwas zu viel. Vielleicht war es aber der italienische Schinken und eine gute Auswahl an Käsesorten zum Frühstück, was querfinanziert werden musste. Egal!

Nachdem wir gestern so fertig waren, haben wir beschlossen heute eine Pause einzulegen. Um 8.40 Uhr nehmen wir Fahrt auf, es hat 15 Grad, und nach 16 Meilen sind wir in San Diego und genießen das wunderbare Wetter. Drei Stunden laufen wir durch die Stadt. Wenn hier so der Winter aussieht, dann lässt es sich aushalten. Genug, - es geht auf die Interstate 8 nach Osten.

San Diego


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Oben am Laguna Mountain liegt noch Schnee und alle Berge rundherum sind ebenfalls weiß. Die Wüste kommt zurück, als wir vor El Centro sind. 17 Grad, das Hampton Inn ist nagelneu und das Zimmer und das Bad sind groß. Das Abendessen im Einkaufszentrum gleich nebenan, in der Imperial Valley Mall, gibt's im Olive Garden. Es war schon ok, aber mit Wein zu teuer.

Dienstag
Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir um 8 Uhr auf der I-8 zurück nach Westen bis zum unscheinbaren Ort Ocotillo an der Ausfahrt 89. Der Imperial Highway führt durch den Ort, macht einen 90 Grad Knick nach links und peilt den Nordwesten an. Mitten durch einen Windräderpark geht es in die Coyote Mountains Wilderness. Und als der Blinker nach 7 Meilen ab der Interstate nach rechts weist, biegt der Yukon in die Dirtroad EC093 ein. Wir sind um unser High Clearance Fahrzeug froh. Tiefe Rillen und Absätze unterbrechen immer wieder eine schnelle Fahrt. Nach 1,7 Meilen geht es direkt in eine Wash, deren linkeste Kurve die beste Wahl ist. Aber es sind nur 2,1 Meilen und es erwartet uns der Trailhead zu den Domelands and Wind Caves, eine schöne Landschaft und sonst niemand!

Zart und grün bewachsene Sandhügel begleiten uns auf dem Weg nach oben. Der Trail ist gut sicht- und begehbar. Nach 0,5 Meilen treffen wir auf ein kleines Wüstental. Wie durch eine Oase führt es uns weiter nach Nordwesten, die Steigung ist momentan vorbei. Nach 0,9 Meilen nimmt der Trail eine Wendung nach rechts in eine Wash, aus der es nach 1,4 Meilen raus und weiter nach oben geht. Die absolute Stille hier in der Wüste ist fast unheimlich.

Domelands Wind Caves - Anza Borrego Desert State Park

Wir verlassen den Sand und erreichen die Berge, der Trail wird zum Gebirgspfad. Es geht höher hinauf bis zu einem Pass, den wir nach 2,2 Meilen erreichen. Dann die erste Formation der Domelands and Wind Caves. Diese weißen Felsen erheben sich aus dem Wüstenboden, im Hintergrund leuchten gelbe Badlands und das tiefe Blau der Salton Sea. Der Weg führt nun abwärts zu den schönsten Formationen. Nach 2,6 Meilen tauchen sie auf. Was für ein Schatz! Schneeweiß stehen sie da. Löcher und Durchgänge unterbrechen die Wellen, die der Wind in den weichen Stein gefressen hat. Sprungschanzen, Raumschiffkapseln, Steinbögen und Wellen, einfach fantastisch! Wir erkunden das überschaubare Gebiet ausgiebig und machen eine kleine Pause an diesem schönen Ort.

Domelands and Wind Caves - Anza Borrego Desert State Park

Domelands and Wind Caves - Anza Borrego Desert State Park

Domelands Wind Caves - Anza Borrego Desert State Park

Der Trail führt uns auf einer Ridge weiter nach unten. Ein gewaltiger, brauner Hoodoo klebt an der Wand. Der Weg ist noch gut sichtbar, bevor wir im Meer landen. Kein Witz! Wir erreichen ein großes Feld voll mit versteinerten Muscheln und Schnecken, - es ist unglaublich. Unten, auf der linken Seite, liegen die gelben Badlands. Vermutlich dadurch, dass die Wanderer das versteinerte Meer kreuz und quer erkunden, ist hier kein Trail mehr sichtbar. Aber wir finden ihn wieder.

Domelands Wind Caves - Anza Borrego Desert State Park

Unten am Ende der Berge führt der Weg nach rechts in eine gewaltige Wash. Der Abstieg über einen Sandhügel ist etwas steil, aber nur etwas links vom Trail lässt sich die Höhe leichter und gut überwinden. Und diese Wash ist nicht nur breit, sondern auch wunderschön. Gelbe Wände aus kleinen Muscheln und Sand leiten uns nach Süden. Bizarre Felsformationen stehen nur ab und zu im Weg, können umgangen oder locker überklettert werden. Und es geht nur moderat bergauf. Dort, wo die Wash immer niedriger wird und letztendlich in einem Alkoven landen würde geht es vorher bergauf. Der Weg ist gut erkennbar und er führt uns zurück. Immer wieder verliert sich der Trail, aber es werden andere Wege sichtbar. Nach 7,7 Meilen sind wir wieder am Hinweg, der uns über das Wüstental zum Trailhead führt.

Domelands Wind Caves - Anza Borrego Desert State Park

The Domelands and Wind Caves, diese Wanderung war der Hammer! Abwechslungsreich, schön und interessant, einfach herrlich! Wir sind nach 8,6 Meilen und 5 1/4 Stunden wieder am Auto.


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Die Rippen im Famous Dave's Barbecue bringen verbrauchte Kalorien wieder zurück.

Mittwoch
Heute ist der 20. Februar 2019. Nicht das Datum ist bemerkenswert, sondern vielmehr die Tatsache, dass die erste Heuernte bereits in Quader zusammengepresst auf den Feldern liegt, um sukzessive eingefahren zu werden. Es geht auf der Interstate 8 nach Osten, vorbei an den beeindruckenden Algodones-Dünen, auch als Imperial Sand Dunes bekannt, die sich 85 Kilometer lang und bis zu 10 Kilometer breit von Kalifornien am Südhang der Chocolate Mountains nach Mexico ziehen.

Am Exit 164 verlassen wir die Interstate und fahren direkt auf die ungeteerte, jedoch PKW-taugliche Straße EC744. Sie geht direkt gegenüber der Einfahrt auf einen Campground links weg. Nach 0,7 Meilen parken wir vor, ja fast in einem alten Steinbruch, der unser Trailhead ist.

Der Weg auf den Pilot Knob beginnt am rechten Ende der stillgelegten "Steinfabrik". Auf einer alten Abbaustraße geht es nach oben. Auf halber Höhe ein Zwischenplateau, mittendrin eine Felsbutte. Die passieren wir links und folgen dem Steinweg kurz weiter bis zu zwei Washes; 0,5 Meilen sind wir unterwegs. Nun geht es die linke Wash etwas "deftiger" nach oben. Nach rechts verlassen wir die Bachrinne und steigen auf einem gut sichtbaren Trail hinauf zur Ridge. Nach links geht es zum Gipfel, den wir nach 30 Minuten und 0,7 Meilen erreichen.

Pilot Knob

Pilot Knob

Ein Gipfelkreuz markiert den Peak und ein toller Rundumblick empfängt uns. Die Mauer, die hier ein Eisenzaun ist, ist mit bloßem Auge gut erkennbar, Mexico gibt tiefe Einblicke. Auf der anderen Seite die weite Wüste, durchzogen mit Sanddünen. Verstreut liegen bewohnte Wohnwagen, die wohl auch als feste Wohnsitze dienen. Neben der Interstate hat die Eisenbahnlinie der Union Pacific den Kampf gegen den Sand aufgenommen. Nach einer Stunde und 10 Minuten sitzen wir wieder im Auto und sind uns einig, dass sich dieser kleine 1,4-Meilen-Spaziergang gelohnt hat.


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Wir erreichen Arizona und tanken in Yuma. Nachdem die früheren Probleme mit der Kreditkarte und der Eingabe der Postleitzahl jahrelang beseitigt waren, haben wir heuer zumindest in Kalifornien kein einziges Mal direkt an der Zapfsäule zahlen können. Vermutlich macht die Autorisierung mit der Pin Probleme. Auf ein Neues in Arizona, aber auch der Versuch schlägt fehl. Egal, der Kassierer hat keine Probleme unsere Vorauszahlung der MasterCard in Rechnung zu stellen.

Hier in Yuma ist ein Aufschwung der US-amerikanischen Wirtschaft sichtbar. Es ist viel Neues entstanden. Noch vor 3 Jahren haben wir festgestellt, dass ein Geschäft und ein Restaurant nach dem anderen dicht machten. Und wir schwingen uns vollgetankt wieder auf die Interstate, die wir erst kurz vor Gila Bend auf die AZ 85 verlassen. Entlang des Highways blühen die sattgrünen Sträucher in Gelb. Bei Buckeye entern wir die Interstate 10 und stürzen uns bald in den Verkehr von Phoenix. Die Baustelle für ein neues Autobahnkreuz zwingt uns in einen Stau. Als wir dann Scottsdale erreichen sehen wir im Vorbeifahren, dass unser Lieblingslokal "Wildfish" nicht mehr existiert, - Mist aber auch!

Das Best Western Sundial ist ok, das Zimmer zwar etwas klein, aber alles da, was man so braucht. Wir trinken ein Bier im Montauk und essen gut im Tommy'Vs. Zweite Enttäuschung des Tages: Hier gibt es keinen Rombauer mehr!

Donnerstag
Leider war die Wettervorhersage korrekt, ein Wintersturm zieht über die USA und auch über die Sonora Wüste. Das bedeutet Schnee in den Superstition und Goldfied Mountains und Regen in Phoenix. Wir versuchen trotzdem einen Hike und fahren nach dem Frühstück in den Usery Mountain Regional Park (7 USD Eintritt), der im Tonto National Forest liegt. Der Wind Cave Drive bringt uns zum gleichnamigen Trailhead.

Wind Cave [Usery Mountain Regional Park]

Wind Cave [Usery Mountain Regional Park]

Es regnet nicht mehr, als wir uns fertig machen. Ein gut sichtbarer Trail führt vorbei an wunderschönen Kakteen und hinauf in Richtung der Felswand. Nach einer Meile nimmt die Steigung zu. Wir erreichen die Wand, die an ihrer Spitze in den Wolken hängt und mit verschieden farbigen grünen Moosen einfach toll aussieht. Das schlechte Wetter erzeugt eine mystische Stimmung. Es geht rechts an diesem Felsenabsatz entlang.

Wind Cave [Usery Mountain Regional Park]

Wind Cave [Usery Mountain Regional Park]

Nach 1,7 Meilen stehen wir in der Cave, die eigentlich keine Höhle, sondern ein Alkoven ist. Nicht schlecht, vor allem der Ausblick ins Tal und - trotz des Wetters - bis nach Phoenix. Es hat zwar beim Aufstieg ab und zu etwas geregnet, aber insgesamt hatten wir Glück mit diesem Slot. Hinter der Maincave kommt ums Eck noch ein kleiner Alkoven und vor der Cave ist ein kleiner Arch. Ein netter kleiner Hike, der jedoch bei schönem Wetter bestimmt sehr frequentiert ist. Beim Abstieg erwischt uns die Regenfront voll. Als wir nach 45 Minuten nass das Tal erreichen, schüttet es wie aus Kübeln.

Wind Cave [Usery Mountain Regional Park]


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Wir fahren zurück ins Hotel, Scottsdale ist trocken, ziehen uns um und starten auf die Interstate 10 Richtung Tucson. Im Phoenix Premium Outlet beginnt es wieder zu regnen. Es hört nicht mehr auf, aber dort bekommen wir endlich einen Schirm. Abends kämpfen wir uns mit dem Teil bis zum Montauk, trinken ein Feierabendbier, und dann freuen wir uns auf ein Abendessen im Kyoto.

Wir haben für 19 Uhr reserviert, sind etwas zu früh, und warten daher geduldig. Dann meinte der Ober, es brauche noch 5 Minuten und nachdem das Lokal halb leer ist, kommt die berechtigte Frage nach dem Warum. Zuviel Reservierungen war die Antwort. Nachdem der Ton sehr unfreundlich und der arrogante Tenor dahin tendiert dazu, daß wir froh sein sollen, wenn er uns drannimmt, verlassen wir das Lokal. Wir stellen uns doch nicht hin wie Bittsteller, die Geld loswerden wollen und sich auch noch blöd anreden lassen.

Das kleine Italian Cafe war leider voll, aber im Bourbon and Bones bekamen wir den letzten Hochtisch. Das Essen und der Wein (Franks Family) waren hervorragend! Und der Service auch - geht doch.

Freitag
Heute sieht es etwas heller aus, aber es regnet noch leicht, als wir um 9 Uhr bei 4 Grad aufbrechen. Wir versuchen es erneut im Usery Mountain Regional Park auf dem Pass Mountain Trail, aber bereits aus der Entfernung erkennt man, dass es am Rande der Berge zu viel regnet.

Also zurück auf den AZ 202 Loop und zur Interstate 10, denn in diese Richtung sieht es besser aus. Wir haben außerdem vorgesorgt und uns in der Früh einen alternativen Regional Park gesucht. Am Exit 128 bei Goodyear, also dort, wo die Lufthansa ihre Piloten ausbildet, verlassen wir die Autobahn und steuern den Estrella Mountain Regional Park an, bezahlen 7 Dollar im Natur Center, und fahren zur Rodeo Area. Zwei Coyoten treiben sich auf der Straße rum, sind aber doch noch so schreckhaft, dass sie sich nicht auf einen Kampf mit dem Yukon einlassen.

Wir starten auf dem Coldwater Trail, dem wir auf einer breiten Sandpiste nach Süden folgen. Immer wieder spitzt inzwischen die Sonne durch. Nach einer Meile treffen wir auf einen großen Platz mit Picknickstühlen und Lampions. Links geht es weiter und tiefer in die Wüste, die frisch gewaschen und ziemlich grün einen schönen Rahmen für diesen Hike bildet. Aus der breiten Straße wird nun ein schöner Trail.

Estrella Mountains Regional Park [Avondale]

Estrella Mountains Regional Park [Avondale]

Leichter Regen setzt ein, als es nach 1,7 Meilen hoch geht. Die Landschaft ist typisch für die Wüstengegenden in Arizona und einfach schön. Wir sind 2,2 Meilen unterwegs und erreichen eine kleine Anhöhe, einen Pass, mit Blick auf die hohen Berge, über denen dunkle Wolken hängen. Aber wir genießen inzwischen die Sonne.

Estrella Mountains Regional Park [Avondale]

Nach 3 Meilen ist der Coldwater Trail zu Ende und wir nehmen den Gadsden Trail nach links. 0,2 Meilen weiter treffen wir auf den Pedersen Trail, der nach rechts in die Berge führen würde. Das lassen wir heute mal bleiben und gehen nach 3,9 Meilen links durch eine Wash auf den Butterfield Trail. Hier wird der Weg interessanter, es geht auf und ab und nach 5 Meilen kreuzen wir den Dysart Trail. Es geht gerade aus, inzwischen leider wieder Regen, und nach 6,2 Meilen schließen wir unseren Rundweg. Wir sind wieder am Coldwater Trail und wandern zurück zum Auto, das wir nach 6,4 Meilen und zweieinhalb Stunden erreichen. Das war eine schöne Wüstenwanderung.


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Bier im Montauk mit Live-Musik und Abendessen im P.F. Chang. Der Tag war gut und so viel vorweg: Die nächsten 3 Wochen wird es nicht mehr regnen.

Samstag
Der Non-smoking-Aufsteller im Zimmer kann gebraucht werden! Es hat 0 Grad und die Windschutzscheibe ist komplett gefroren. Funktioniert einwandfrei, zumindest mit Unterstützung des warmen Gebläses von innen. Nicht aufregen, liebe Grüne, das habe ich nur kurz eingeschaltet, die Amis lassen ihre Karren während des gesamten Frühstücks sausen. Eiskratzer kennen die hier in Phoenix sowieso nicht.

Es ist strahlend blauer Himmel, die Sonne versucht die letzten beiden Tage nachzuholen. Wir brausen auf die Interstate 10 nach Osten, aber das hat sich bald erledigt. Stau! Verdammt, - Steffi hat sich auch nicht gemeldet und so hilft nur Geduld. Als wir die Unfallstelle endlich passieren, steht am Rande der Interstate ein ausgebranntes Wrack eines Lastwagens. Bleibt zu hoffen, dass der Fahrer noch das Weite suchen konnte.

In Tucson liegt Schnee, nicht nur auf den Bergen, sondern entlang der Interstate. Kakteen und Palmen sehen gut aus, das Weiß steht ihnen. Nach 198 Meilen verlassen wir beim Exit 336 die Interstate bei Wilcox. Unser Ziel ist ein Hike im Chiricahua National Monument. Und so radeln wir die 186 E nach Süden. Wir fahren durch ein riesiges Hochtal mit schwarzen Kälbern im Schnee. Die Straße hat auch nur noch zwei Streifen, mit der Gegenfahrbahn sind es vier, die den Teer sichtbar machen. Die Frisur und die Sommerreifen halten aber noch.

Chricahua National Monument

Als wir jedoch auf die 181 driften, wird es immer enger mit befahrbarem Teer. Erst, als wir das Chiricahua National Monument erreichen, ist die Straße frei. Gute Arbeit Jungs, auf zum Visitor Center! No Fees, kein Eintritt, auch gut, aber leider haben wir kurz danach den Grund dafür erfahren. Die Road ist ab dem Bonita Canyon Campground gesperrt und das sind 5 Meilen vor unserem Trailhead. Alles umsonst, also zurück nach Wilcox und ab in den Starbucks, der in einem Safeway sein Dasein fristet. Als wir wieder aufbrechen wollen, lungert ein Roadrunner auf dem Parkplatz rum. Er nimmt gewaltig Fahrt auf, als wir kommen und wir dann auch.

Irgendwann gehörte der Schnee der Vergangenheit an und nach 329 Meilen inklusive Chiricahua verlassen wir die Interstate 10 und erreichen endlich das Hampton Inn an der I-25. Ein älteres Haus, das Zimmer ist aber o.k.. Lediglich das Telefon fällt gleich mal auseinander, als ich einen Tisch im Texas Roadhouse reservieren will. Wir mussten dann zu zweit telefonieren, denn einer war verantwortlich, dass das Kabel nicht aus dem Hörer fällt, nachdem der Stecker gebrochen war. Das Zimmer hat zwar zwei Telefone, aber bei beiden das gleiche Problem. Gemeldet, nix passiert - alles normal inzwischen!

Vor dem Essen gehen wir noch zu Best Buy, da New Mexico die geringste State Tax auf unserer Reise hat und Monika ein neues iPad braucht. Bier und Essen im Texas Roadhouse waren gut.

Sonntag
Heute Nacht hatte es Minusgrade, - gut, dass wir die Klimaanlage aus und das Fester offen hatten. Eishöhlenfeeling! Das Frühstück kann sich wie immer in den Hamptons sehen lassen und um kurz nach 8 war uns auch wieder warm, so dass wir bei sonnigen 0 Grad eine kurze Fahrt antraten.

Der Picacho Loop Drive ist zwar ungeteert, aber gut zu fahren. Nach 0,3 Meilen geht es nach rechts zu einem Trailhead, den die Locals benutzen. Wir fahren aber die Hauptroad weiter, die nach 0,9 Meilen in einer großzügigen Rechtsumfahrung einer Wash nach Osten führt. Noch vor dem Ziel wird die Straße sehr gepflegt und nach 1,6 Meilen sind wir wohlbehalten am Trailhead der Picacho Peak Trails im Organ Mountains - Desert Peaks National Monument. Nur ein Wanderer auf der Anfahrtsstraße ist uns begegnet, ansonsten sind wir hier noch alleine.

Picacho Mountain

Am Trailhead geht es gleich hinunter in eine Wash und der Trail folgt anschließend diesem Bachbett rechts nach Osten. Aber nach nur 0,2 Meilen geht es nach links und nach oben. Ziemlich geradeaus führt ein breiter Trail bis zu einer roten Felsformation. Nach 0,75 Meilen ist die angepeilte Formation erreicht, der Trail wird enger und quält uns in Serpentinen Richtung Himmel. Nach einer Meile erreichen wir einen Pass mit tollem Ausblick auf die Wüste und deren Peaks.

Picacho Mountain

Wir halten uns rechts und stehen nach 1,15 Meilen am Gipfel. 50 Minuten hat es gedauert, also kaum der Rede wert, aber der Ausblick von hier ist es schon. Im Osten erheben sich fast majestätisch die Pfeifen der Organ Mountains. Ein toller Gebirgszug! Davor fliest der Rio Grande, begleitet von der Interstate 25. Der Picacho Peak gehört uns momentan alleine. Er ist eingerahmt von der Wüste, Robledo Mountain und Lookout Peak im Norden, den Sleeping Lady Hills im Westen und der Black Mesa im Süden. Den Mikrokosmos des Gipfels bilden Quarze in rot und weiß, die teilweise mit hellgrünem Moos bewachsen sind. Es ist wirklich schön hier.

Picacho Mountain

Picacho Mountain

Picacho Mountain

Wir wandern die Gipfelridge weiter nach Osten und links hinunter zum östlichen Abstieg. Es geht in vielen Serpentinen auf gebauten Terrassen abwärts. Freilaufende Kühe nutzen den Trail offensichtlich auch, - man sieht und riecht es. Nach insgesamt 1,85 Meilen sind wir unten und treffen auf eine kleine Wash und etwas weiter auf einen Holzpfosten. Dort geht es kurz nach rechts und dann gleich wieder links, prinzipiell also geradeaus, auf der alten Dirtroad weiter. Die Straße macht eine Linkskurve und kurz darauf verlassen wir sie nach knapp 2,4 Meilen. Ein roter Pfeil deutet den weiteren Trailverlauf an. Es geht hinein in den Box Canyon, der letztendlich eine breite Wash ist.

Über eine Ebene, bewachsen mit Juniper Bäumen, treffen wir auf das Bachbett, das staubtrocken ist. Rechts oben markiert ein gewaltiger Felsen den Weg weiter nach Westen. Hinter Büschen verstecken sich die Kühe rund um eine Wasserstelle. Es geht immer der Wash nach, einige in grau gehaltene Felsstufen sind leicht zu passieren. Wir sind an der Nordseite des Picacho Mountain angelangt.

Picacho Mountain

Picacho Mountain

Nach knapp 4 Meilen treffen wir auf eine alte Fahrstraße, der wir weiter, jetzt nach Süden folgen. 4,4 Meilen sind wir unterwegs und verlassen den Canyon nach links oben. Der Trail ist gut zu sehen. Es dauert insgesamt 5,2 Meilen, bis wir unzählige Washes durchstiegen haben und wieder am Einstieg zum Gipfeltrail sind. Eine scharfe Kurve nach rechts bringt uns nun zurück zum Trailhead, den wir nach 5,4 Meilen und gut drei Stunden erreichen. Das war ein abwechslungsreicher Wüstenhike mit fantastischen Views.


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Es geht über die Interstates 10 und 25, wir nehmen hier den Exit 1, zur University Avenue, der wir nach Osten folgen. Am Ortsrand von Las Cruces wird die Avenue bereits zur Dripping Springs Road. Und nach 9,9 Meilen ab der Interstate sind wir in der Dripping Springs Natural Area und bekommen gerade noch einen Parkplatz. 5 US-Dollar (2019) Eintritt werden fällig und dann machen wir uns auf den Weg.

Die gesperrte Dripping Spings Road beginnt rechts am südöstlichen Ende des Parkplatzes. Ein breiter Kiesweg führt kaum merklich nach oben in Richtung der Organ Mountains. Diese Range ist eine fantastische Bergformation und tolle Kulisse für diesen Hike. Der Weg führt vorbei an Wiesen immer näher an die mächtigen Felsen. Auf dem Squaw Mountain liegt noch Schnee. Bevor es in den Einschnitt des Ice Canyons geht, treffen wir auf die sogenannte "Livery", ein Lager und eine Aufbewahrungsstelle für das frühere Van Patten Mountain Camp Resort.

Dripping Springs Ice Canyon

Dripping Springs Ice Canyon

Dripping Springs Ice Canyon

Die Breite des Trails und der Anstieg verändern sich anschließend, wir sind an den Felsen des Ice Canyons angelangt. Nach 1,45 Meilen erreichen wir die tropfende Quelle, ein schöner Spot. Am Einstieg zur Springs nehmen wir noch die paar Meter, die zu einem alten Tuberkulose-Sanatorium führen. Nun ja, Amerika pflegt sein junges Erbe mangels Masse von wirklich historischen Gebäuden.

Dripping Springs Ice Canyon

Dripping Springs Ice Canyon


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Eine halbe Meile vor dem Visitor Center und dem Dripping Springs Trailhead gehen wir auf den Crawford Trail. Rechts liegen die Organ Mountains, die das dunkle Gestein in hellere Felsen wechseln, je weiter wir nach Norden wandern. Der Durchstieg einer Wash, die weiter in den Filmore Canyon führen würde, bringt uns nah an tolle Felsformationen, die keinen Namen hat. Bald treffen wir auf den Fillmore Trail. Wir nehmen diesen Trail nach links und umrunden an der Rückseite der Rocks die Formation. Auf der rechten Seite liegen riesige Kartoffelfelsen am Gegenhang.

Crawford, Fillmore, La Cueva Trails [Organ Mountains]

Crawford, Fillmore, La Cueva Trails [Organ Mountains]

Am westlichen Ende der Felsformation geht es auf dem La Cueva Trail, dem wir nach links bis zur Höhle folgen. Direkt an der Höhle geht es über glatten Fels hinunter. Der Trail führt kurz am Bach entlang nach Osten, bevor wir die Wash nach rechts oben wieder verlassen. Hier ist ein kleiner Viewpoint auf die wirklich fantastisch aussehenden Felsen. Und nach links führt der breite Weg entlang eines ehemaligen Landing Strips bis zum Parkplatz zurück.

Crawford, Fillmore, La Cueva Trails [Organ Mountains]

Diese zusätzlichen 2,4 Meilen haben sich mehr als gelohnt, das war eine unanstrengende Wanderung in einer fantastischen Landschaft.


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Wir treffen Christian und verbringen einen sehr netten Abend in der Pecan Brewery.

Montag
Nach einem gemeinsamen Frühstück brechen wir kurz vor 10 Uhr auf. Eigentlich wollten wir den Alkali Flat Trail im White Sands National Monument noch gehen, aber das haben wir bereits gestern in die Schublade verbannt, da schon klar war, dass es mit Christian etwas ausgedehnter wird. So soll es sein!

Nach 77 Meilen sind wir in Truth or Consequences, ein schöner Name für ein Dorf, und füllen unsere Vorräte in einem nagelneuen Walmart auf. Die Parkplätze sind überdacht, das hilft bei dem schönen, fast heißen Wetter. Auf den Parkplatzdächern sind Solarpanels montiert und versorgen die Kunden nicht nur mit Schatten oder schützen vor Regen oder Schnee, sondern spenden dem Markt auch die benötigte Energie. Gute Idee, versiegelte Flächen werden sinnvoller genutzt!

Nach über 200 Meilen brauchen wir einen Kaffee. Der Starbucks in Lunas gehört uns. Weiter nach Albuquerque, es hat inzwischen 16 Grad und dann sind es nur noch ein paar Meilen nach Santa Fe, das wir nach 287 Meilen erreichen. Das Hilton liegt ziemlich im Zentrum der Altstadt, in der noch teilweise Schnee auf den Straßen ist. Wir gehen ein paar Schritte und machen es uns in der Crow Bar gemütlich. Nur Spaß, die Bar ist wirklich nicht zu empfehlen. Nächster Versuch in der Santa Fe Street Bar, das war wunderbar. Das Abendessen im 315 Winebar and Restaurant kann sich sehen lassen. Wir waren vor einigen Jahren schon mal dort und es ist nicht schlechter geworden.

Der Heimweg war zapfig, - ja, wir sind hier mitten in den Bergen!

Dienstag
Das kostenlose Frühstück im Hotel war gut und dem Hotel angemessen. Es ist wirklich schön hier! Das ganze Hotel riecht bereits früh morgens sehr angenehm nach dem Holzfeuer, das in der kleinen Halle bei der Rezeption lodert. Draußen scheint zwar die Sonne, aber es hat erst 3 Grad. Egal, außerdem ist es erst Ende Februar, also Winter!

Die Interstate 25 führt uns nach Süden bis zum Exit 242. Bernalillo, bekannt als Ausfahrt zur San Ysidro Anticline, ist wach, es ist mächtig was los. Auf der US 550 in San Ysidro geht es nach insgesamt 68 Meilen rechts auf den Highway 4 durch das Jemez Pueblo, einem einzigen großen Saustall. Fotografieren und filmen verboten, gut so! Wer fotografiert auch einen Schrott- und Müllhaufen?

Die Landschaft wird aber immer schöner. Hier in der Jemez National Recreation Area springen einem die roten Felsen nur so ins Gesicht. Tolle Schluchten graben sich rechts von der Straße in die Erde. Als wir nach links die NM 485 nehmen, wird die Straße schmal, einsam, aber die Landschaft ist ein Traum. Hohe, rote Felswände ragen inzwischen in die Höhe, es ist fast wie in Sedona. Der Highway wird zur One Lane Road mit Pullouts und 8 Meilen vor unserem Trailhead eine unangenehme Überraschung: Trail closed! Die Sperrung dauert vom 15.12. bis 15.04..

Guadalupe Canyon

Guadalupe Canyon

"Vorm Loch varreckt", das war Bayrisch und heißt im Amtsdeutsch "kurz vor dem Ziel gescheitert". Aber nachdem nie glücklich ist, wer ewig dem nachjagt, was er nicht hat, parken wir am Rand der Straße und marschieren auf Teer in den wunderschönen Guadalupe Canyon. Unten gräbt sich der gleichnamige Fluss, der Rio Guadalupe, immer tiefer hinein und rauscht als Begleitmusik wunderhübsch.

Der rote Sandstein bleibt zurück und hartes Gestein verhindert, dass sich der Canyon weitet. Die Engstelle im Santa Fe National Forest haben die Mesas Peggy und Guadalupita zu verantworten. Der erste Gilman Tunnel wartet. Diese Tunnels sind nicht lang und das gefrorene Wasser an den Wänden und die Eiszapfen an der Decke sehen gut aus. Wieder am Licht finden wir uns in dem engen zackigen Gestein wieder, das in Brauntönen eine Klamm bildet. Die Blicke folgen dem Fluss nicht nur nach vorne, denn in die andere Richtung leuchten die roten Felsen der Mesa Garcia. Echt stark!

Guadalupe Canyon

Guadalupe Canyon

Nach 0,7 Meilen passieren wir den zweiten Tunnel, der ebenfalls durch das gefrorene Wasser bearbeitet wird. Auf der Straße liegen die Felsen und Steine, die die Sperrung notwendig machen. Am Ende der Röhre weitet sich der Canyon und die Straße wird ungeteert. Wir gehen zurück und bestaunen erneut diese schöne Felsenlandschaft. Keine 1,5 Meilen und 35 Minuten und wir sind zurück am Auto. Dieser kurze Spaziergang hat sich echt gelohnt, da der Canyon wirklich toll ist.


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Jetzt haben wir natürlich das Problem, dass der geplante Hike viel länger gedauert hätte. Das heißt, wir haben Zeit und das ist etwas, was wir überhaupt nicht wollen. Bei der Herfahrt haben wir auf der 4er in Canon ein Visitor Center, das Walotowa heißt, bemerkt und jetzt schauen wir mal, was es an Hikes in dieser Gegend noch gibt. Der freundliche Indianer versorgt uns mit einer Trailmap.

Es geht weiter auf der New Mexico 4 nach Norden in die Berge des Santa Fe National Forest. Am Jemez River entlang gleiten wir ohne nennenswerten Gegenverkehr durch den Canon de San Diego. Plötzlich stutzen wir, als am Mile Marker 19 unvermittelt ein Hinweis auf den Soda Dam erscheint. Unglaublich! Da waren wir schon 2009, also vor 10 Jahren. Nachdem diese Naturbrücke ganz fantastisch ist, steigen wir aus. Das Wasser des Jemez Baches rauscht durch diese ungewöhnliche Steinformation, die in weißen und braunen Farben, untermalt mit grünem Moos, ein ungewöhnlich farbenfrohes Hindernis darstellt. Eiszapfen ragen zu dieser Jahreszeit fast bis ins Bachbett.

Soda Dam Bridge

Soda Dam Bridge

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Weitere 4 Meilen und wir sind am Battleship Rock. Diese beeindruckende Felsformation ist der Anker für eine National Recreation Area, die jetzt geschlossen ist. Die Picnic Plätze sind verwaist, die Tische und Bänke noch mit Schnee bedeckt. Wir parken an der Straße oben in einem Pullout. Durch die Picnic Area durch erreichen wir am Fuße des Schlachtschiffes den Trail 137 East Fork, der zu den McCauley Springs führt.

Ein schmaler Pfad führt an der Nordseite des East Fork Rivers entlang nach Osten. Wir sind 0,4 Meilen unterwegs, das Terrain ist etwas matschig, weist uns ein Schild nach links. Die Entfernung zu den Springs wird mit 2 Meilen angegeben, was falsch ist, denn es sind nur noch 1,3 Meilen bis zum ersten Pool. Es geht weiter hoch durch den Wald, an großen schwarz-weißen Felsen vorbei und je höher wir kommen, umso schlechter wird der Trail. Es liegt noch viel Schnee und dort, wo die Sonne für Abhilfe sorgt, ist es matschig. Trockene Stellen sind Mangelware.

McCauley Hot Springs [Canon de San Diego]

McCauley Hot Springs [Canon de San Diego]

Nach knapp 1,7 Meilen erreichen wir die Quellen. Ein netter Pool lädt zum Baden ein, aber nicht zu dieser Jahreszeit. Das Wasser ist nur lauwarm. Aber es ist sehr idyllisch hier und wir folgen den Quellen noch etwas bergab und drehen dann um. 3,4 Meilen, zweieinhalb Stunden, wir sind zurück am Auto, nachdem wir unsere tiefbraunen Schuhe im Schnee etwas gesäubert haben.


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Immer höher schraubt sich der Yukon in die Berge und als wir oben an der Valles Caldera angekommen sind, ist tiefster Winter. Die Sonne strahlt auf dieses kesselförmige Monstrum, das einen Durchmesser von 22 Kilometern hat und durch Vulkanausbrüche vor 1,2 und 1,7 Millionen Jahren entstanden ist. Am Rande dieser beeindruckenden Hochebene verlassen wir den Vulkankrater. Kurvig geht es durch das Bandelier National Monument bergab und bald sind wir in Los Alamos, "The Secret City". An der Stadtgrenze werden wir kontrolliert, eine Security Random Inspection. Und zufällig inspiziert der Officer auch unsere Reisepässe. Kein Wunder, hier treiben die USA ihre Atombombenforschung voran; Teile der Stadt sind militärische Sperrgebiete.

Der trotz aller Widrigkeiten sehr schöne Tag nimmt im Rio Chama Restaurant ein krönendes Ende. Unser Ober konnte gut Deutsch, er hat eine deutsche Mutter und war des Öfteren bei seiner Oma in Deutschland. Er spendierte uns nach dem sehr guten Essen einen Espresso, den wir eigentlich immer verweigern, weil er in den USA so schlecht ist. Dieser Espresso war zwar auch mehr als ein Doppelter, aber vom Geschmack her hat er das gehalten, was uns der Ober versprochen hat. Geht doch!

Mittwoch
Die Sonne strahlt und wir nehmen über die 285 N den Weg nach Norden Richtung Los Alamos. Über die 504 und 4 erreichen wir das Bandelier National Monument nach einer dreiviertel Stunde. Wir parken am Visitor Center, zahlen den Eintritt und bleiben gleich hier mit dem Auto stehen, was die falsche Entscheidung war. Als das GPS läuft wird klar, dass ein Parkplatz im Backpacker- und Overflow Bereich die bessere Wahl gewesen wäre. Auch nicht schlimm, gehen wir halt die paar Meter zum Trailhead. Über eine Footbridge erreichen wir das südöstliche Ende der Parking Area; wir sind am Frijoles Falls Trail.

Ein schmaler Weg führt rechts vom Creek in den Canyon. Je weiter wir nach unten vordringen, umso schöner wird die Landschaft. Gelb-braune, mit Löchern übersähte Steinsäulen und Felswände werden von der Sonne hell erleuchtet. Die Pflanzen und Bäume direkt am Wasser bilden herrliche Kontraste. Mit Löchern gespickte Tent Rocks sind von der Erosion der hohen Felswände übriggeblieben und stehen am Hang wie die Wächter des Nordens.

Frijoles Canyon and Upper Falls

Frijoles Canyon and Upper Falls

Nach knapp einer Meile queren wir den Creek trockenen Fußes. Eine kleine Holzbrücke verrichtet gute Dienste, wie auch eine, die 200 Meter weiter steht, um den Trail erneut auf die rechte Seite zu führen. Nach 1,15 Meilen geht es moderat bergauf. Der Frijoles Canyon wird schmäler und die Landschaft noch gigantischer. Oben am Pass erspähen wir den Rio Grande, der unten quer zum Canyon seinen Weg nach Mexiko findet. Leider kann man den Fluss nicht mehr über diesen Trail erreichen, denn die Überflutungen von 2011 und 2013 haben den Canyon unpassierbar gemacht.

Frijoles Canyon and Upper Falls

Frijoles Canyon and Upper Falls

Nach gut 1,3 Meilen, es hat keine Stunde gedauert, sind wir am Viewpoint auf die Upper Frijoles Falls, die sich von dem vorher passierten Pass 80 Fuß in die Tiefe stürzen. Leider ist der Trail bereits hier abgesperrt, so dass man weder die Lower Falls, noch den Rio Grande erreichen kann. Egal, der Weg hierher war schon viel mehr, als wir erwartet haben und zudem ist uns niemand auf dem Weg begegnet, was eh schon an ein Wunder grenzt und wohl ausschließlich der Jahreszeit geschuldet ist.

Frijoles Canyon and Upper Falls

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Es geht zurück, hinunter über Los Alamos und White Rock. 2,5 Meilen nach White Rock, unmittelbar nach dem Abzweig der Jemez Road, haben wir erneut ein Gebiet des Bandelier National Monuments erreicht. Der Parkplatz und Trailhead befindet sich direkt neben der NM 4; wir sind an den Tsankawi Prehistoric Sites.

Ein trockener, sandiger Weg führt zu den ersten Felsen. Über eine Leiter erreichen wir ein rotes Plateau. Auf einem breiten Absatz führt der sichtbare Trail weiter nach Osten auf eine Anhöhe zu, die der Looptrail nach 0,3 Meilen nach links erklimmt. Über wunderschöne Felsen und ungewöhnliche weiße Rinnen geht es nach oben. Nach 0,4 Meilen kommt die zweite Leiter und sie führt auf das Hauptplateau. Ein wunderbarer Ausblick öffnet sich hier oben über die Felsplateaus von Los Alamos bis zu den gewaltigen Bergen des Santa Fe National Forest.

Tsankawi Prehistoric Sites [Bandelier National Monument]

Tsankawi Prehistoric Sites [Bandelier National Monument]

Die Tsankawi Ruins kommen nach 0,7 Meilen und sie sind nicht der Rede wert. Nur ein paar Steinhaufen liegen in der Wiese rum. Um vom Plateau wieder abzusteigen, ist eine dritte Leiter installiert. Sie ist mit zirka 4 Metern die höchste. Aber alles ist fest verschraubt und mit Vorsicht gefahrlos passierbar. Über die weißen Rinnen geht es entlang der Ridge zurück zum Aufstieg. Der weiße Boden und die gelben Felswände mit grünen Flechten begleiten uns. Im Tal leuchtet eine rote Sandschicht. Dann kommen die Höhlen, aus denen heraus die Landschaft wunderbar in Szene gesetzt ist. Petroglyphen zieren die Wände der Ridge und obwohl wir keine großen Fans von diesen Dingen sind, gefällt uns das. Die weißen Felsrinnen sind inzwischen der Trail, Moki Steps die Nebenstraßen, - wirklich ungewöhnlich. So etwas haben wir noch nicht gesehen.

Tsankawi Prehistoric Sites [Bandelier National Monument]

Tsankawi Prehistoric Sites [Bandelier National Monument]

Tsankawi Prehistoric Sites [Bandelier National Monument]

Nach 1,4 Meilen ist der Lollipop vollendet und wir verlassen über die erste Leiter wieder das rote Plateau. Knapp 1,7 tolle Meilen liegen hinter uns, - das war wirklich super!


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Wir fahren zurück und noch etliche Meilen auf der I-25, um das Kasha-Katuwe Tent Rocks National Monument zu erreichen. An der Einfahrt erfahren wir, dass die meisten Trails, auch der zu den Tent-Rocks, noch gesperrt sind. Schneiderfahrt! Mit einem sehr guten Abendessen im La Plazuela im Hotel La Donda gehen zwei schöne Tage in Santa Fe zu Ende.

Donnerstag
Unsere Reiseroute führt uns wieder nach Westen, über die Interstates 25, Albuquerque, und 40 in Richtung Gallup. Auf dem Weg liegt das El Malpais National Monument, in dem wir das Gebiet der Sandstone Bluffs näher erkunden wollen. Am Exit 89 verlassen wir die Autobahn und steuern die NM 117 nach Süden. Rechts geht die ungeteerte Sandstone Bluffs Road nach oben auf die Felsformationen. Nach etwas Orientierungslosigkeit fahren wir die Runde beim Campground aus und parken abseits des offiziellen Parkplatzes am östlichen Schleifenende in einer geeigneten Bucht.

Querfeldein geht es hinunter. Die einzige Orientierung ist eine kleine Wash, der wir auf deren linken Seite folgen. Unten angekommen steuern wir nach rechts zu einem Gatter im Zaun und dann auf das Ende der Ridge zu. Wir umrunden die Felsen, vorbei an einem kleinen Damm und dann stellt sich ein großer Pillar am Rande der sichtbaren Spur auf. Wie eine Cobra windet er sich in die Höhe, um den Überblick zu behalten.

Sandstone Bluffs [El Malpais National Monument]

Sandstone Bluffs [El Malpais National Monument]

Als wir die erste Kurve vollendet haben, eröffnen sich gewaltige und unglaublich schöne Felslandschaften auf der rechten Seite. Links bildet die pechschwarze Lava die Trailbegrenzung. Die Sandstone Bluffs bringen permanent Abwechslung ins Spiel, denn Formen variieren und Farben wechseln sich immer wieder ab; von Gelb auf Rot, auf Braun und etwas Weiß und Schwarz ist auch dabei. Nach 1,3 Meilen der erste Arch. Er klebt ziemlich an der Felswand und ist durch Sträucher schwer zugänglich.

Der zweite Arch ist ein richtiges Felsen- und Himmelstor. Mächtig liegt er auf einem durchgebrochenen, riesigen Absatz. Von hinten leuchtet eine rote Wand. Grund genug, um hinauf zu klettern. Und das lohnt sich. Der hellblaue Himmel strahlt durch das Tor und erleuchtet den Felsen. Ein schönes Farbenspiel, einfach fantastisch!

Sandstone Bluffs [El Malpais National Monument]

Sandstone Bluffs [El Malpais National Monument]

Die Steinformationen wechseln von rot nach gelb und wir wandern wieder mit etwas Abstand an der Ridge entlang, um die Szenerie zu beobachten. Manchmal sind wir auf dem Trail, manchmal nicht. Nach 2,9 Meilen erneut ein Steinbogen. Den Arch Nummer 4 erreichen wir nach zirka 3,2 Meilen. Dann Überreste eines Steinhauses, "The Alben Homestead", aber es geht weiter nach Norden. Wir sind zwei Stunden unterwegs und 3,7 Meilen weit gekommen. Kein guter Schnitt, aber diese Gegend hier ist so toll, dass man in Ruhe die Details beobachten sollte, was wir auch und ausgiebig getan haben.

Sandstone Bluffs [El Malpais National Monument]

Sandstone Bluffs [El Malpais National Monument]

Ein weiterer Steinbogen, Nummer 5, wartet. Er ist der Größte und Schönste und hat sich etwas rechts in einem kleinen Amphitheater versteckt. Wir sitzen nun in dieser wunderschönen und interessanten Landschaft ungestört und machen Pause. Eingerahmt vom Arch, mächtigen gelb-braunen Felswänden und einem riesigen Pillar. Einfach nur toll!

Sandstone Bluffs [El Malpais National Monument]

Sandstone Bluffs [El Malpais National Monument]

Wir beginnen den Ausstieg aus dem Amphitheater südlich durch die Felsenlandschaft, - ein kleiner Pfad ist sichtbar. Der bringt uns zurück zu unserem Hinweg. Nach gut 0,4 Meilen nehmen wir nach links einen großen Einschnitt und folgen ihm nach Osten und hinauf auf die Ridge. Hier treffen wir auf eine kleine gelb-lila-farbene Felsformation mit kleinem Felsbogen, die der natürliche Wegweiser ist, um nach rechts Richtung Süden einzuschwenken und auf einem gut sichtbaren Trail auf der Ridge entlang nach Süden zu wandern. Ein paar Abstecher nehmen wir nach rechts an die Kante, um noch einen Steinbogen, den Sandstone Bluffs Arch, zu finden. Die Suche misslingt, aber die Views auf die Landschaft sind es wert. Nach 6,3 wunderbaren Meilen sind wir zurück! Very recommended!


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Auf dem Weg zur Interstate besuchen wir noch kurz das Visitor Center, um eine aktuelle El Malpais Broschüre zu holen und dann geht es weiter nach Westen.

Auf der weiteren Fahrt nach Gallup entdecken wir, dass die Dirt Roads hier ziemlich nassent sind und überall das Wasser steht. Nach 225 Meilen erreichen wir Gallup und beziehen ein schönes und großes Zimmer im ziemlich neuen Hilton Garden Inn. Hotelbar und Restaurant sind schön und das Essen ist ok.

Freitag
Um 8.40 Uhr brechen wir auf bei 6 Grad und bedecktem Himmel. Es geht nur kurz auf der I-40 nach Osten bis zum Exit 26, dann weiter auf der Historic Route 66, nach links auf der 566er bis zum Red Rock Park (freier Eintritt). Am Visitor Center und den Büros - ein eigenartiger Bau, bei dem das Dach bis zum Boden reicht und nur kleinste Fenster hat, davor ein großer Parkplatz - fahren wir rechts vorbei und durch die Stallungen der Rodeo Arena durch. Eine kleine Dirtroad führt uns bis zum Pyramid Rock Trailhead auf der linken Seite.

Es geht auf einem gut sichtbaren, sandigen Trail nach oben. Stufen sind teilweise eingebaut, so dass es nicht so anstrengend ist. Der Trail vollführt ein "S", d.h. zuerst nach links und oben an der Ridge angekommen nach rechts. Den Church Rock hat man rechts vorne fast immer im Blick. Nach 0,4 Meilen steht eine Bank und nach 0,5 Meilen taucht links der Pyramid Rock auf. Auch für Weitblick ist gesorgt, - Interstate und Bahnlinie ziehen "im Rücken" vorbei.

Pyramid Rock [Red Rock State Park Gallup]

Nach 0,9 Meilen kommt ein Gatter, links unser erstes Ziel, der Pyramid Rock. Grüne Felsformationen rechts unten sehen wie Hobbithöhlen aus. Kurz darauf kommen Wave-ähnliche Butten und ein kleines Hoodoo-Dorf. Nach 1,6 Meilen sind wir am sogenannten Connector. Er führt nach rechts zum Church Rock, wir nehmen den Trail nach links, der dem Gipfel entgegenstrebt. Immer wieder stehen mächtige rote Hoodoos am Wegrand.

Pyramid Rock [Red Rock State Park Gallup]

Pyramid Rock [Red Rock State Park Gallup]

Das letzte Stück zur Rockspitze wird steiler. Über Matsch und Schnee gehen wir hinauf. Teilweise ist es eisig, was natürlich alles der Jahreszeit geschuldet ist. Dafür sind wir alleine. Fast, denn es begegnet uns ein offensichtlich Verrückter mit kurzer Hose und Sandalen. Und er stinkt unglaublich! Doch bald sind wir am Gipfel. 2,05 Meilen und eine Stunde und 20 Minuten hat's gedauert. Ein Schild auf dem Peak "sagt" uns u.a., dass es 1.919 Meilen bis New York sind. Danke für die hilfreiche Information, ich hätte wesentlich weiter geschätzt. Der Rundblick ist schön und mit 360 Grad absolut weitreichend.

Pyramid Rock [Red Rock State Park Gallup]

Pyramid Rock [Red Rock State Park Gallup]

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Nach 2,4 Meilen sind wir wieder am Connector Trail, den wir jetzt geradeaus in Richtung Church Rock nehmen. Bald führt ein schmaler Trail über einen Buckel und ein breiter Trail halbrechts. Was ist der Richtige? Falsch, der schmale Trail wäre es gewesen. Eine Irrwanderung nach unten mit Umkehr 0,7 Meilen Umweg. Der zweite Versuch klappt. Kurz nach dem kleinen Hügel kommt ein Zaun mit Durchstieg und einer Leiter. Der Connector Trail, er ist rund 0,8 Meilen lang, wird offensichtlich nicht so oft benutzt, denn manchmal verliert man ihn. Insgesamt ist zu konstatieren, dass die Richtung exakt auf den Church Rock zu die richtige Richtung ist. Immer auf der Ridge halten und nicht rechts hinunter gehen.

Church Rock [Red Rock State Park Gallup]

Wir treffen nach rund 0,8 Meilen auf dem Connector Trail auf den Church Rock Trail. Er führt uns 0,2 Meilen links um den riesigen Felsen herum auf die Rückseite des Rocks. Und dann gehen wir rechts hoch bis auf ein Plateau unterhalb der Church. Die Aussicht ist fantastisch, aber das ist nicht schwer bei dieser atemberaubenden Landschaft. Inzwischen hat uns die Sonne erreicht und wir folgen der Kirchen-Umrundung unten weiter auf die Südseite des Rocks. Und hier ist es der Hammer! Gelber Sockel, rosa, braun und rötlich die Mittelschicht und die Spitzen sind braun. Dazwischen hat sich ein braun-weißes Hoodoo-Feld gedrängt. Unglaublich!

Church Rock [Red Rock State Park Gallup]

Church Rock [Red Rock State Park Gallup]

Church Rock [Red Rock State Park Gallup]

Ein sehr kleines Stück führt der Weg noch nach Westen und dann geht es links in das Tal hinunter. Wir drehen uns immer wieder um und sind auch immer wieder begeistert. Der Weg ist inzwischen wieder besser gekennzeichnet. Und dort, wo der Sand dem Slickrock weicht, geht es über Moki Steps hinunter in die Tiefen des Canyons. Kein schwieriger Abstieg, aber Konzentration ist gefragt. Es geht links an der Wash dem Church Rock Trailhead entgegen. Am Ende kommt ein riesiges Sandfeld, bevor der Weg neben dem Post Office endet. Wir müssen noch nach halb-rechts, quer über den Camp Ground, zum nächsten Einschnitt. Wunderschöne 6 Meilen!


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Das Tagebuch schreibt: Für heute reicht es, wir haben Hunger! Kleiner Snack im Subway und eine Kleinigkeit an der Hotelbar. War gut ... Mahlzeit.

Samstag
Heute wird ein kurioser Tag. Ursprünglich war ein ausgedehnter Hike querfeldein entlang der White Cliffs geplant. Nachdem damit aber auch eine Offroad-Fahrt verbunden ist, die Nässe hier rund um Gallup bereits bei der Anfahrt zu beobachten war und laut Wetterbericht nicht ausgeschlossen werden kann, dass es heute regnet, haben wir Alternativen gesucht.

Als wir gestern vom Church Rock ins Tal gewandert sind, haben wir am gegenüberliegenden Hang Hügel entdeckt, die gleichförmig angeordnet, wie Raketenbunker aussahen. Dann fahren wir mal da rauf und schauen, vielleicht springt dann auch ein Trail raus. Wir sind dann am Fort Wingate vorbei bis zum Hilso Trailhead gefahren, aber da war leider noch Wintersperre. Ok, dann versuchen wir doch mal die White Cliffs. Als wir einen Teil der sandigen Anfahrt hinter uns gebracht haben, treffen wir auf einen Off-Road-Park. Da war aber leider auch alles gesperrt. Und nun? Einen haben wir noch, - die Kit Carson Cave.

Es geht vorbei am Red Rock Park und die NM 566 weiter nach Norden bis zur Bia 7075. Ja, diese Straße würde zum Höhlen-Trailhead führen, machte aber nicht den Eindruck, dass sie befahrbar wäre. Also parken wir rechts von der Einfahrt und machen uns zu Fuß auf den kurzen Weg.

Gleich zu Beginn geht es rechts an einem Haus vorbei, wo uns gleich mal drei Hunde begrüßen und auf uns zu laufen. Mit einem (sehr) lauten und bestimmten "sit" war es aber getan, sie drehen ab. Nach 0,3 Meilen liegt rechts der Trailhead. Kurz danach geht es durch eine Wash und nach 0,6 Meilen (20 Minuten) stehen wir vor dieser riesigen Höhle. Das ist schon ein gigantisches Exemplar. Wir nehmen den sehr steilen und sandigen Weg in die Höhle. Diese riesige Kammer ist leider voll von Graffiti. Bringt Farbe ins Spiel, muss in der Natur aber nicht sein. Aus der Höhle heraus hat man einen schönen Blick auf die Navajo Church.

Kit Carson Cave [Gallup]

Kit Carson Cave [Gallup]

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Wir fahren auf der 566 ein Stück weiter und biegen links in den Becenti Trail ab, der eine geteerte Straße ist. Wir hatten gehofft irgendwo querfeldein gehen zu können, denn es gab hier schöne Felsen. Leider ist hier alles eingezäuntes privates Land.

Wir sind zurück in Gallup und haben noch eine Idee, das "High Desert Trail System". Also die 491 nach Norden bis zur Chino Road, der wir nach links kurz folgen. Gleich nach der Biegung liegt links der Gamerco Trailhead neben der Coal Carbon Road. Ein Auto steht hier, das gibt Hoffnung. Der Stem Trail führt 3 Meilen nach Westen zum 1st Mesa Trailhead, also auf geht's!

Das Geläuf ist äußerst schwierig, weil der Trail aus Lehm und Erde besteht und feucht ist. Im Nu sind unsere Turnschuhe versaut Dank des glitschigen Bodens. Wir gehen am Rande oder neben dem Trail. Durch eine kleine Wash stehen Sträucher im Weg und ausgerechnet da treibt sich eine Horde von Kühen rum. Die haben den Boden noch mehr "aufgelockert" und durch die Sträucher hatten wir wenig Ausweichmöglichkeiten. Wir sind trotzdem durch, aber das genügt, denn jetzt stehen wir mitten in einem Sumpf. Wir biegen nach rechts ab und quälen uns querfeldein zur Coal Carbon Road.

Coal Basin Badlands [Gallup]

Wir erreichen die breite und gut gepflegte Road und beschließen, dieser Straße nach links, also nicht zurück, zu folgen. Als bald nach rechts eine kleine Jeep Road abgeht, folgen wir ihr auf eine kleine Mesa. Und was wir dann zu Gesicht bekommen ist eine wunderbare Überraschung. Unten liegen Badlands vom Feinsten, also nichts wie den Berg hinunter zu den Coal Basin Badlands.

Coal Basin Badlands [Gallup]

Hier ist es einfach genial: Hoodoos, Quarzsteine und farbige Sandhügel in leuchtenden Farben. Das hätten wir nicht gedacht, dass wir heute doch noch so eine wunderbare Landschaft zu sehen bekommen. Diese Badlands brauchen sich vor den Berühmtheiten im San Juan Basin nicht verstecken. Wir haben Erstkontakt bei einem in der Mitte durchgebrochenen Quarz. Er schimmert in lila und braun. Wir folgen der Wash nach rechts und steuern auf einen großen gelben Hoodoo mit brauner Kappe zu. Ringsherum stehen die ausgewaschenen gelben Sandhügel. Sie sind mit schwarzen Kohlestreifen durchzogen. Oben auf wurde eine rote Soße gegossen, die als Topic für jedes Eis durchgehen würde.

Coal Basin Badlands [Gallup]

Coal Basin Badlands [Gallup]

Coal Basin Badlands [Gallup]

Als wir den gelben Riesen erreicht haben, passieren wir ihn rechts und wandern in einen weiteren Einschnitt hinunter. Links oben thronen vier aneinandergereihte Hoodoos. Denen gegenüber steigen wir aus der Wash heraus. Wir sind wieder auf einer Mesa und nehmen querfeldein die Richtung zur Coal Cabon Road. Eine große Sandmine schneidet uns den Weg ab, so dass wir sie umgehen müssen. Wir folgen der Road in Richtung des Trailheads.

Coal Basin Badlands [Gallup]

Coal Basin Badlands [Gallup]

Nach dieser Mine kommt links und rechts ein Zaun auf dessen Rückseite, ich betone Rückseite, ein "No trespassing" steht. Nun ja, mit uns haben die nicht gerechnet, denn wir haben in unserer Wanderrichtung nichts dergleichen zu Gesicht bekommen. Bald sind wir am Trailhead und obwohl alles etwas schwieriger begann sind wir glücklich, noch so ein tolles Gebiet entdeckt zu haben.


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Sonntag
Um 8.30 Uhr verlassen wir Gallup und machen uns auf nach Westen. 22 Meilen sind es bis zur Staatsgrenze. Hier fahren wir normalerweise immer raus, um bei einer kleinen Pause diese Rest Area zu genießen. Sie liegt eingerahmt von roten Felswänden, mit etwas Indianerkitsch dekoriert, wunderbar inmitten des Cowboy- und Indianerlandes.

Die Interstate 40 wird besser, die rechte Spur kann wieder ohne Gepolter genutzt werden. Kurz vor Flagstaff, das ja bekanntermaßen sehr hoch liegt und im Winter sehr viel Schnee hat, erheitert uns eine Leuchtschrift über der Autobahn: "Don't park along Hwys to play in snow!". Wenn es um ihre Freiheit geht, kennen die Amis auch in solchen Fällen kein Pardon. Man denkt sich seinen Teil.

Wir sind inzwischen in dem so typischen Hochland rund um den Grand Canyon und unterbrechen unsere Fahrt kurz in Williams, um einen Kaffee zu trinken. Die Arizona State Route 64 bringt uns dann nach Norden. Wir sind gut dran und der Verkehr hält sich noch in Grenzen. Nach 277 Meilen, 5 Stunden, stehen wir am Eingang des Grand Canyon National Parks. Der Eintritt kostet im Winter 35 USD.

Wir haben es uns ja eigentlich geschworen, nicht mehr in solche überfüllten Gebiete und Spots zu fahren, aber zum einen haben wir mit dieser wunderschönen Natur noch eine Rechnung offen und zum anderen müsste es doch Anfang März etwas ruhiger sein. Die zweite These war schon mal falsch. Diese Massen von Menschen erschrecken uns fast. Wir fahren zum Zahlplatz unserer Rechnung und ergattern einen Parkplatz in der Nähe der Bright Angel Lodge. Morgen ist Zahltag und wir wollen wissen, wie die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Begleichung sind.

Bright Angel Trailhead [Grand Canyon National Park]

Wir befinden uns am Trailhead des Bright Angel Trails und warten auf Hiker, um nach den Bedingungen zu fragen. Von weitem ist bereits sichtbar, dass alle Spikes an den Schuhen haben. Sie meinten, es sei die erste Meile, die Probleme macht und ohne Spikes wäre sie nicht begehbar. Nun gut, wir haben gute Berg- und Wanderschuhe, haben Stirnlampen für die Dunkelheit und sind gut trainiert. Aber Spikes oder gar Steigeisen besitzen wir nicht. Noch nicht ...

Wir zwängen uns in die Bright Angel Lodge um nach einem Sportgeschäft zu suchen. Monika will im Souvenierladen fragen, was mir nur ein müdes Lächeln abringt. Aber natürlich gehen wir rein und siehe da, es gibt Überzieher mit Spikes und sogar noch in unseren Größen. 53 Dollar für beide, - ein Schnäppchen sozusagen und ohne etwas vorweg nehmen zu wollen, es war eine lohnende, gar notwendige Investition. Als wir in unserem Best Western in Tusayan ankommen, sind die beiden letzten Fragen zur Vorbereitung beantwortet: 1. Der Parkeingang ist 24 Stunden geöffnet und 2. es sind ziemlich exakt 7 Meilen vom Hotel bis zum Trailhead.

Wir sitzen an der Hotelbar und im Restaurant - Bier und Wein waren gut, Essen nicht. Die Wettervorhersage ist ein Traum, es ist angerichtet - die Spannung steigt!

Bright Angel Trailhead [Grand Canyon National Park]

 

Montag
4. März 2019, 4:30 Uhr, 0 Grad Celsius: Die stockdunkle Nacht wird nur durch die Straßenlaternen der Bettenstadt Tusayan durchbrochen. Das sanfte Licht erhellt die Straßen wie Zufahrten auf ein Industriegelände und könnte auch gerne als Markierung einer gut gesicherten Staatsgrenze durchgehen. Dort, wo gestern noch "Myriaden" von Touristen Lärm und Hektik verbreiteten, ist es still. So still, dass der Wecker - unser Wecker - zur ärgerlichen Lärmquelle wird, die versucht, alles im Umkreis von einem Kilometer in den Tag zu befördern.

Die Augen kreisen nur kurz am Plafond des Hotelzimmers, bis die Anspannung und Vorfreude unsere Körper in Bewegung setzt. Das sehr karge Frühstück, das kaum als solches bezeichnet werden kann, erzeugt keine Freude. Als die Zähne geputzt sind und die grau schimmernden Bartstoppeln im Siphon des Waschbeckens Richtung Williams fließen und das bereitstehende Wanderequipement an Mann und Frau sitzt, geht es endlich los.

Der weiße Yukon gleitet durch die Wälder, die der Colorado River noch nicht verschluckt hat. Das Fernlicht ist in Betrieb, denn die Tierwelt, die inzwischen durch den Tourismus so gezähmt ist, dass sie in jedem Streichelzoo der Welt herzlich willkommen wäre, kann jederzeit den bevorstehenden Tag zum Alptraum werden lassen. Doch bald sind wir am Trailhead. Die Autos der Bright Angel Lodge Gäste versperren fast jede Lücke. Ein letzter freier Parkplatz gehört uns.

Das Gefühl ist ähnlich einem Marathonstart. Wir wissen es wird hart und wir kennen die Fakten, aber ein eisiger Trail auf den ersten 3 Meilen, und das ist nicht mal 1/10 der Gesamtentfernung, die wir heute zurücklegen wollen, brachte gestern Abend noch eine Variable ins Spiel, die wir so nicht erwarteten. Der Colorado River wartet 1.679 Höhenmeter weiter unten.

Grand Canyon Bright Angel Trail

Punkt 6 Uhr setzen wir die "Hirnbirn" auf, ziehen die Spikes an und starten in der noch vorhandenen Einsamkeit des Bright Angel Trails nach unten. Die ersten 2 Meilen ist es brutal glatt, aber diese Billigüberzieher verrichten ihren Dienst. Das Rest House liegt noch im Dunkeln der Nacht, das Emergency Phone und die Restrooms bleiben unbenutzt.

Ganz weit hinten etabliert sich langsam aber sicher ein kleiner Streifen, der rot schimmert, aber weit davon entfernt ist, diese riesige Schlucht auszuleuchten. Doch bald erreicht das lebensspendende Licht die ersten Spitzen und Felsenwände. Oben am Rim knallt das Gelb in die Dunkelheit. Links vorne steht eine rote Butte, die wie eine Solarlampe zu schimmern beginnt. Von Minute zu Minute wird das Rot intensiver.

Grand Canyon Bright Angel Trail

Grand Canyon Bright Angel Trail

Nach 3 Meilen entsorgen wir unsere Spikes und hängen sie an die Rucksäcke. Langsam aber sicher bunkern wir Wasserflaschen und markieren den Ort mit dem GPS. Die Hoffnung, dass wir das begehrte und notwendige Nass wiederfinden, ist vorhanden. Immer tiefer dringen wir in den Grand Canyon vor. Noch sind wir alleine und nichts, aber auch Garnichts stört die Ruhe der Natur. Plötzlich Geräusche, ich denke an die aufsteigenden Backpacker von der Phantom Ranch, die uns bald entgegenkommen dürften. Doch zwei Meter neben uns hat es sich ein Reh bequem gemacht und frühstückt.

Nach 5 Meilen erreichen wir Indian Garden. Am Campground sind die meisten wach, sitzen bereits an den Picnickbänken und futtern. Die Sonne strahlt inzwischen in die oberen Teile des Canyons und leuchtet hier eine rote Steilwand wie ein Scheinwerfer an. Etwas weiter kommt nach 5 Meilen unser Abzweig. So einfach runter und rauf kommt nicht in Frage, wir queren auf dieser Höhe den Grand Canyon und wandern auf dem Tonto Trail nach Osten.

Grand Canyon Bright Angel Trail

Das Licht ist inzwischen angekommen und leuchtet die Schlucht in weiten Teilen aus. Die Sonne trifft uns und wir erreichen eine komplett andere Vegetationszone. Es geht auf dem steinigen Bergpfad dem South Kaibab Trail entgegen. Kakteen und Sträucher säumen den Weg, alles ist grün. Leider erweckt nicht nur der Weg das Feeling einer Bergwanderung. Vielmehr geht es auf dieser Traverse immer wieder bergauf und bergab. Es sind einige Washes zu umgehen, so dass sich die Verbindung zwischen dem Bright Angel Trail und dem South Kaibab Trail 4,6 Meilen zieht.

Grand Canyon Tonto Trail

Grand Canyon Tonto Trail

Die Bergwände drücken von oben und unten ins Bild und wechseln ihre Schichten von gelb nach rot und umgekehrt. Die unglaubliche Weite wird von der freien Sicht auf weit hinten stehende Butten beeindruckend in Szene gesetzt. Einsam und klein kommt man sich vor - wir bleiben immer wieder stehen und genießen die Natur und die Ruhe.

Grand Canyon Tonto Trail

Nach 4 Stunden und 8,5 Meilen gönnen wir uns die erste kurze Pause. 40 Minuten und 1,2 Meilen weiter sind wir an unserer zweiten Kreuzung angekommen, - der Tonto läuft auf den South Kaibab Trail auf. Uiiih Menschen! Wir wandern nach links, denn das ist die Richtung zum Colorado River. Hier ist die Landschaft wieder anders, teilweise sieht es aus wie auf Hawaii, alles grün und der Boden knallrot.

Grand Canyon South Kaibab Trail

Nachdem uns stinkende Maultiere, die vermutlich den Müll aus dem Canyon transportieren, entgegen kommen, der erste Sichtkontakt. Die gigantische Felsenlandschaft tritt in den Hintergrund, denn jetzt kommt derjenige, der das alles modelliert hat. Und er ist wieder am Werk, der Colorado, denn in tiefem Braun kommt er daher und transportiert wohl eine Menge an weiteren Sedimenten ab. Nach 12 Meilen, für die wir 6 Stunden gebraucht haben, sind wir am Fluss.

Grand Canyon South Kaibab Trail

Grand Canyon South Kaibab Trail

Die Kaibab Suspension Bridge überspannt das Wasser und macht aus dem South den North Kaibab Trail. Hier wandern wir nach links auf dem River Trail weiter. Name ist Programm, er führt am Fluss entlang. Links schützt inzwischen eine Felsenwand weitestgehend vor der Sonne. Wir nehmen die Bright Angel Suspension Bridge nach rechts und platzieren uns genau in der Mitte; wenn man schon mal da ist! Diese zweite Brücke ist schon Teil des Bright Angel Trails und würde weiter zur Phantom Ranch, den Ribbon Falls und letztendlich bis zum North Rim führen. Wir haben T-Shirt-Wetter und es ist schon unglaublich, wenn man sich vor Augen hält, dass der North Rim wegen der Wintersperre noch nicht erreichbar ist.

Grand Canyon South Kaibab Trail

Grand Canyon River Trail

Es geht den Bright Angel Trail zurück, aber hier führt er noch nicht nach oben. Vielmehr begleitet er weiter den Fluss. Sogar Palmen stehen am Wegesrand, es ist halt doch eine Wüste. Nach 13,5 Meilen, fast 7 Stunden unterwegs, sind wir am Sandstrand des Pipe Creek Beach. Kinder spielen, aber Baden wäre vermutlich lebensgefährlich. Zwar sind keine wilden Stromschnellen zu sehen, aber das unebene Wasser zeigt doch eine gewisse Geschwindigkeit des Colorado an.

Grand Canyon South Kaibab Trail

Grand Canyon River Trail

Es geht wieder nach oben. Mir kommt ein Schild in den Sinn, das ich beim Einstieg gesehen habe: "Down is optional, up is mandatory". So ist es! Anfangs von Palmen begleitet, erreichen wir das sogenannte River Resthouse. Rest wäre schön, aber wenn ich den Blick nach oben richte, weiß ich, was zu tun ist. Schritt für Schritt, der Körper funktioniert noch, nähern wir uns nach 16,5 Meilen der Kreuzung zum Tonto Trail. 8,5 Stunden sind schöne Vergangenheit, nach einer kurzen Pause am kleinen Kraftwerk des Indian Garden Camp Ground, kommt der gnadenlose Endspurt.

4,5 Meilen sind es noch bis zum Trailhead und es ist wie immer. 4,5 Meilen sind nichts, wenn du aber schon fast 17 Meilen gegangen bist, wirst du vom Kampf bis zur Qual alles erleben. Und so kommt es dann auch. Die Meilen nehmen kein Ende, wir suchen unser Wasser und finden nur eine von drei Flaschen. Keine weitere Zeit vertrödeln, es muss ein Ende her.


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Aber zunächst einmal brauchen wir wieder unsere Spikes. Die letzte Meile ist der Hammer, wir taumeln dem Ziel entgegen. Nach 11 Stunden, das GPS hat über 21 Meilen aufgezeichnet (Hinweis: Zuviel, denn es waren einige Ausschläge erkennbar), erreichen wir mit letzter Kraft den Tunnel vor dem Trailhead. Koreaner, Japaner, was auch immer, schlittern uns entgegen. Wie eine Wand erschlagen uns Busladungen von Menschen und Turnschuhe ist noch das beste Schuhwerk, das sie tragen. Für ein Foto hat die Kraft nicht mehr gereicht. Und dann ist es vollbracht! Unser längster Dayhike ist geschafft. Es war einzigartig und hier meine ich die Natur, aber auch die Anstrengung.

Nur noch eine Pizza an der Hotelbar, - wir können uns kaum mehr bewegen.

Dienstag
Über das Frühstück kann man nicht meckern, weder über den Preis, noch über das Essen. So geht es bei 7 Grad und Sonnenschein um 8:45 Uhr wieder los. Wir fahren über Williams und Flagstaff auf der 89 A nach Süden. Als wir in Sedona ankommen, ist es kaum zu glauben. Wir waren froh, die Menschenmassen am Grand Canyon hinter uns zu lassen und dann das. Hier ist die Hölle los! Es ist Filmfestival und offensichtlich sind die Cineasten auch Naturliebhaber.

Wir nehmen die Dry Creek Road zur Vultee Arch Road und sehen schon jede Menge Autos an der Straße stehen. Die Upper Dry Creek Area ist voller Menschen. Dort, wo die Straße den Teer verliert, ist ein Parkplatz, aber nicht für uns. Ok, dann halt die Vultee Arch Dirt Road weiter. Aber das scheitert gleich an einem Hindernis. Riesige Steine müssten überfahren werden und das muss jetzt auch nicht sein. Also drehen wir um und fahren die Dry Creek Road weiter. Aber auch hier ist alles zugeparkt. Doch dann finden wir linkerhand einen Platz am Beginn des Girdner Trails. Die am Wanderstart aushängende Trail Map zeigt die vielen Wanderwege, die wir nun zur Auswahl haben. Dann starten wir halt mal am Girdner.

Girdner Trail [Sedona]

Nach der gestrigen Anstrengung tut so ein gemütlicher Spaziergang ganz gut. Der Girdner Trail führt über die Ebene, die voll mit Ponderosa Pines ist. Wanderer treffen wir keine, aber nachdem das hier auch eine Moutainbikestrecke ist, kommen uns einige Radler entgegen oder überholen uns. Es ist herrliches T-Shirt Wetter und wir genießen die traumhafte Landschaft, die Views sind immer wieder toll, und bewegen unsere missbrauchten Muskeln und Gelenke ein wenig.

Die Kreuzungen zum Anaconda und Snake Trail ignorieren wir und nehmen nach einer Meile den Two Fence Trail nach links. Komischer Name für einen Wanderweg, aber bald sehen wir warum. Der Pfad geht zurück zur Straße zwischen zwei eingezäunten Privatgrundstücken durch. Nach 1,6 Meilen sind wir wieder an der Dry Creek Road, es geht nur kurz nach rechts der Straße entlang und auf der anderen Straßenseite wartet der Lizard Head Trail. Nach links ginge es zurück zum Auto, aber das wäre zu einfach.

Two Fences Trail [Sedona]

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Die andere Richtung auf dem Lizard Head Trail geht gleich mal zapfig nach oben. Wir sind an der Capitol Butte. Ganz oben auf dem riesigen Bergfelsen steht er, der Kopf der Eidechse und blickt in die Landschaft. Je weiter wir gehen, desto besser wird der Blick auf diese tolle Gegend. Mittendrin steht der Chimney Rock sozusagen als Leuchtturm und Orientierungshilfe im Süden. Bald haben wir die erste Steinstufe erreicht und es geht an den Wänden der Butte entlang Richtung Osten. Der Trail wird interessant, ab und zu braucht man sogar die Hände.

Lizard Head Trail [Sedona]

Lizard Head Trail [Sedona]

Die Kulisse ist unbeschreiblich und den Chimney Rock hat man immer im Blick. Es geht wieder bergab zur Kreuzung des Chimney Rock Trails. Wir sind 2,2 Meilen unterwegs und folgen dem Trail nach links. Nach 2,4 Meilen stehen wir am Chimney Pass mit wunderbarer Aussicht auf die Felsenlandschaft der östlichen Seite und auf Sedona. Es geht bergab zum Thunder Mountain Pass Trail und kurz danach zur Kreuzung des Andante Trails. Wir bleiben geradeaus und gehen weiter den Loop, der rund um den Kamin führt. Der Blick nach oben auf die Capitol Butte zeigt den Lizard Head in voller Pracht. Unten am Hals wächst ein Baum hoch, der von weitem wie ein Kletterer aussieht, der den Kopf der Eidechse erklimmen will.

Lizard Head Trail [Sedona]

Lizard Head Trail [Sedona]

Nach gut 3,5 Meilen haben wir den Loop um den Chimney Rock vollendet und nehmen nach links den Rückweg auf dem Lizard Head Trail. An der Dry Creek Road fast angekommen führt der Weg nach rechts und verläuft 0,5 Meilen parallel zu Straße. Wir überqueren die Vultee Arch Road und gehen noch 0,2 Meilen zur Dry Creek Road, wo unser Auto wartet. 5,4 Meilen liegen hinter uns. Ein ungeplanter, unerwartet schöner Hike bei sehr warmen Temperaturen von 20 Grad. Gestern noch bei 0 Grad mit Spikes über Eis und heute mit T-Shirt und kurzer Hose. Paßt!


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Das Best Western Plus Inn of Sedona ist ein schön in die Landschaft gebautes Hotel mit herrlicher Aussicht. Vor jedem Zimmer liegt eine großzügige Terrasse. Leider mussaten wir noch das Zimmer wechseln, da sich die Badtür von innen nicht mehr öffnen ließ. Gut, dass wir zu zweit sind. Das Abendessen in Judi's Restaurant and Lounge gleich um die Ecke war gut.

Mittwoch
Früh morgens regnet es in den Bergen und das Rot wird noch intensiver. Als sich noch ein Regenbogen dazu gesellt, ist die Farbpalette komplett. Herrlich!

Sedona Rainbow Regenbogen

Es sind nur 1,7 Meilen, bis wir vom Hotel am Trailhead sind. Über die Soldier Pass Road und den Rim Shadow Drive erreichen wir unseren Startpunkt und finden den letzten Parkplatz. Gut, es ist schon 8.30 Uhr, aber trotzdem. Die Red Rock Trails - zunächst der Soldier Pass Trail - warten.

Es tröpfelt leicht, als wir losmarschieren. Geradeaus geht es durch eine Wash und wieder nach oben. Bereits nach 0,2 Meilen stehen wir an einer Trailkreuzung. Rechts geht es auf den Jordan Trail, links führt der Soldier Pass Trail weiter. Wir gehen links und sind gleich an der Devils Kitchen, einem Sinkhole. Links begleitet uns der Coffeepot Rock. Immer rechts halten ist die Devise, es geht moderat bergauf. Ab und zu scheint nun die Sonne und mit den dunklen Wolken ist die Stimmung perfekt. Der Trail führt relativ flach ohne nennenswerte Steigung durch ein mal mehr, mal weniger dichtes Waldgebiet, gibt aber immer wieder den Blick auf die roten Berge frei.

Nach 1,3 Meilen entern wir die Red Rock Secret Mountains Wilderness im Coconino National Forest. Wir sind 1,5 Meilen unterwegs und die Bäume verabschieden sich immer mehr. 1,7 Meilen und Sedona von oben wird sichtbar. Wir sind auf den letzten Metern zum Pass, den wir nach 1,9 Meilen erreichen. Ein Pärchen macht Yogaübungen und die Schwiegermutter fotografiert. Die Welt wird immer blöder!

Lizard Head Trail [Sedona]

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Nach 2,4 Meilen, 1 Stunde 20 Minuten, stehen wir an der Kreuzung zum Brins Mesa Trail. Es geht nach rechts und es folgt ein kleiner Anstieg von 0,3 Meilen. Kaum der Rede wert, denn dann sind wir auf der Mesa und die Wanderung wird zum Spaziergang.

Nach 3 Meilen zweigt ein gut sichtbarer Weg nach links ab und führt auf die Felswand, die zum Wilson Mountain Massiv gehört, zu. Immer enger und komplizierter wird der Pfad. Wir halten uns links von der Ridge und nach insgesamt 4 Meilen ist Schluss, es geht nicht mehr weiter. Jedoch war es eine Meile, die sich gelohnt hat. Fantastische Aussichten auf die Felsenlandschaften mit gewaltigen Hoodoos. Alles ist in Rot gehalten. Wir genießen alleine die Natur, die wir ausgiebig betrachten.

Brins Mesa Trail [Sedona]

Brins Mesa Trail [Sedona]

Diesen 2-Meilen-Abstecher sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen und wir folgen dem Brins Mesa Trail weiter nach links. Es geht auf einem steinigen Weg über Stufen hinunter in den Mormon Canyon. Dann kommt der Wald zurück und es wird flach. Nach insgesamt 6,2 Meilen sind wir unten am Jim Thompson Trailhead. Rechts geht es weiter auf dem Cibola Pass Trail zum gleichnamigen Pass. Eingerahmt von Felsen und Nadeln führt der Trail wieder hinunter und nach 7 Meilen sind wir am Jordan Trail, dem wir geradeaus folgen. 7,3 Meilen, gut 4 Stunden, und wir haben den Loop vollendet. Doch, das war schön, insbesondere oben auf der Mesa.


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Wir treffen nette Russen, die eine Meile vom Trailhead parken, sie fragen nach einem Wanderweg. Und als wir am Auto ankommen, wartet schon ein Ford Mustang auf unseren Platz. Ja, wir beeilen uns!

Das Abendessen im Dahl & di Luca war sehr gut!

Donnerstag
Wir lassen das Frühstück ausfallen, denn wir haben gestern zu viel Futter bekommen und außerdem haben wir einiges vor. So sind wir bereits um 7.30 Uhr unterwegs und fahren die Dry Creek Road bis zur Boyton Canyon Road und dann Richtung Boyton Pass. Wir sind am Bear Mountain Trailhead, der gleichzeitig auch Start der Wanderung auf den Doe Mountain ist. Und von dem kommt gerade ein junger Mann runter. Ich sehe das einzige Auto außer unserem am Parkplatz, es muss also seines sein. Leider hat es einen Platten, der Arme. Schmerzverzerrtes Gesicht! Wir bezahlen am Automaten 5 Dollar für den Recreation Pass und wandern auf der gegenüberliegenden Straßenseite los.

Über drei Washes nehmen wir Anlauf und dann geht es hinauf über Steinstufen. Nach 0,5 Meilen erreichen wir die erste Ebene und unwesentlich weiter die Zweite. Nach einer Meile geht es ans Bouldern. Wir klettern durch eine schmale Wash nach oben auf einen Pass, den wir nach 1,25 Meilen erreichen. Hier erwartet uns eine tolle Aussicht auf die andere Seite.

Bear Mountain Trail [Sedona]

Bear Mountain Trail [Sedona]

Die erreichte Hochebene führt relativ flach weiter nach Norden. Die Farbe der Felsen wechselt von Rot nach Gelb. Der Weg ist gut markiert, aber der Gipfel liegt noch nicht in Sichtweite. Es geht auf und ab und nochmal in eine Wash nach 1,8 Meilen hinunter. Nach 2 Meilen hat man eine gigantische Aussicht von einem Vorgipfel aus. Und dann geht es so richtig nach oben. Über helle Brainrocks, wir sind 2,2 Meilen unterwegs, wird der Trail sehr abwechslungsreich. Vom tiefen Sand bis zum glatten Fels und hellen Brainrocks ist alles geboten. Zweimal dachten wir, wir hätten es schon geschafft und dann ging es nochmal und steiler nach oben.

Bear Mountain Trail [Sedona]

Bear Mountain Trail [Sedona]

Bear Mountain Trail [Sedona]

Nun sieht man endlich auch das Ziel und nach 2,3 Meilen folgt der letzte steile Anstieg, bis wir nach 2,6 Meilen in 2 Stunden und 15 Minuten den Gipfel erreichen. Statt einem Gipfelkreuz oder einer anderen, möglicherweise fantasievolleren Markierung prangt ein kleines Holzschild "End of Trail" am Peak. Egal, der 360 Grad Rundblick auf die Bergwelt rund um Sedona ist fantastisch. Wir setzen uns etwas abseits und genießen diese wunderbare Natur.

Bear Mountain Trail [Sedona]

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Nach gut 4 Stunden sind wir wieder am Auto. Der Parkplatz ist inzwischen überfüllt und die Autos stehen bereits an der Straße entlang.

Da es erst Mittag ist, beschließen wir, noch zum Cathedral Rock zu fahren. Also zurück zur Dry Creek Road und über die 89 A zur 179er. Ein Kreisverkehr jagt den nächsten und so ist es eine Kurbelei bis zur Back o Beyond Street und dem gleichnamigen Trailhead. Hier haben wir mal Glück, als gerade ein Auto den vollen Parkplatz verlässt.

Menschenmassen kämpfen sich den Berg hoch und hinunter, ein unglaubliches Bild. Der Trail geht über blanken Felsen und ist zeitweise mit Steinen in Drahtgestellen markiert. Wäre zwar nicht nötig, aber gut. Es wird im Mittelteil wirklich steil, man braucht die Hände und hinunter geht es oft auf dem Hosenboden. Nach 25 Minuten sind wir oben. 0,65 Meilen waren es nur und hier am Trailende ist es wirklich cool.

Cathedral Rock Trail [Sedona]

Cathedral Rock Trail [Sedona]

Unter der Kathedrale in einem halbrunden Amphitheater sitzen wir und genießen. Wir lassen uns von den Instgrammern anstecken und schießen ebenfalls Fotos von uns auf einem weit hineinragenden Felsvorsprung. 30 Minuten Pause und Genuss! Der Abstieg wird ab und zu vom Gegenverkehr aufgehalten, aber jeder hat seinen Spaß. Der eine schwitzt sich hinauf und der andere rutscht hinunter, - lustig!


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Ein gelungener Tag mit zwei tollen Wanderungen beschließt den Sedona-Abstecher.

Freitag
So eine Fahrt nach Las Vegas ist ja eigentlich gleich erzählt. Eigentlich, denn ein paar Anekdoten gibt es schon zu berichten.

Es geht locker los. Im Frühstücksraum war eine "nette" Familie, die Kinder im Schlafanzug, ungewaschen und alles wird mit den Händen begutachtet. Ordnung muss sein! Das ist die letzten Jahre überhaupt in "Mode" gekommen, dass Leute in Schlafkleidung aus dem Bett kriechen und gleich zum Frühstück gehen. Man kann gespannt sein, wann diese Marotte bzw. Faulheit auch zu uns rüber schwappt.

Die 89 A ist unten im Oak Creek unheimlich schlecht. Nichts für die Columna vertebralis. Die Schlaglöcher gleichen dem Höllenschlund und nachdem es auch noch regnet, sind die 25-Meilen-Fahrer und -Fahrerinnen unterwegs. Es zieht sich am Pass, so eine Tornante will genommen werden. Und wenn da 15 mph empfohlen ist, muss man immer noch nicht so rasen, gell. Und die Lastwagenfahrer sind es nicht, die im Schritttempo den Pass zur Mexican Pocket erklimmen. Geh doch zu Fuß, wenn es Dir pressiert!

In Flagstaff schneit es, bravo! Gut dass ich unfehlbar bin und die Einfahrt in die Interstate 40 nach Westen gleich mal versaue. Wenn es das erste Mal wäre, aber das ist mir schon mal passiert. Und so fahren wir mal nach Osten bis zur ersten Ausfahrt, um zu wenden und dann endlich die ersehnte Richtung anzusteuern. Auf nach Westen, Las Vegas wir kommen.

Als wir die Berge des Kaibab National Forest hinter uns lassen, wird das Wetter besser. Es bleibt zwar vorerst kalt und windig, das ist aber im Auto mit laufender Heizung ziemlich egal. Wir haben Zeit und beschließen, einen kurzen Abstecher nach Seligman zu machen. Nicht, um den Touristenquatsch rund um die Route 66 anzusehen, sondern um Kaffee zu trinken. Weit sind wir mit unserem kleinen Rundgang nicht gekommen, es ist zu kalt. So schlendern wir in ein gelb gestrichenes Haus, den "Historic Seligman Sundries". Sundries, was so viel wie Diverses heißt, trifft es. In dem Laden gibt es alles rund um den Kult von Cowboys, Indianern, der Route 66 und Harley-Fahrern.

Wir ordern einen Kaffee, der sehr gut war, und bereits an der Aussprache der ersten Worte wird klar, dass es sich bei dem Inhaber um keinen Native-Speaker handelt. Klingt etwas fränkisch zwischendurch und so war es dann auch. Thomas und Uschi, Uschi ist aus der Schweiz, betreiben das Geschäft seit vielen Jahren, wohnen in Flagstaff und pendeln täglich nach Seligman. Sie haben Zeit für uns, denn Touristenbusse oder Motorradfahrer sind zu dieser Jahreszeit eher selten. Und unser nettes Gespräch führt zu dem Ergebnis, dass wir gemeinsame Bekannte in München haben. Das ist schon unglaublich, so klein ist die Welt! Wir fliegen also mit ein paar lieben Grüßen zurück in die Heimat.

Seligman

In Kingman haben wir Hunger und stürmen einen Subway, um anschließend frisch gestärkt auf der US 93, die bereits in einigen Teilen die neue Interstate 11 ist, nach Norden zu donnern. Die Wüste hat uns wieder und kurz bevor wir den Hoover Damm und das Boulder Basin erreichen, pfeift der Wind immer noch recht kalt "durch die Gassen". An der Grenze zu Nevada tauchen auch noch dunkle Regenwolken auf.

Anfahrt Las Vegas

Nach 261 Meilen gewinnen wir in Nevada wieder eine Stunde und Vorfreude sowie der übliche Stau führen uns in die Spielerstadt. Unser Zimmer im 29. Stock, wir sind wieder einmal im Elara by Hilton Grand Vacations, ist wunderbar. Wir schnaufen durch und genießen erst einmal die Aussicht. Da es erst 14 Uhr ist, machen wir uns auf zu einem ersten kleinen Spaziergang. Es hat zwar 17 Grad, aber der Wind ist immer noch etwas "chilli".

Las Vegas

Das erste Bier an der Hotelbar war gut, wir sind angekommen, und das Essen im Mon Ami Gabi war lecker.

Samstag
Das Ocean One hat ein ausgezeichnetes, nicht überteuertes Frühstück! Hier können wir wieder einmal neueste Technik erleben, denn für das Trinkgeld stehen auf einem iPad nur drei Buttons zur Verfügung: 18 %, 20 % und 22 %. Monika mag das nicht, ich auch nicht, wir wollen unser Trinkgeld selbst bestimmen und selbst ausrechnen. Aber da macht man inzwischen oft die Rechnung ohne den Wirt. Die Belastungen auf der Kreditkarte weichen zur rechten Zeit ab. Da geht es nicht um große Beträge, ist aber trotzdem eine Unverschämtheit. Man sollte diese Umsätze konsequent reklamieren, tut man aber nicht, weil es sich nicht rentiert. Damit rechnen die Protagonisten auch.

Das Wetter ist besser als gestern und es fühlt sich viel wärmer an, da der Wind nachgelassen hat. Wir ziehen los und stellen gleich etliche Veränderungen fest. Das Mandarin am Eingang des City Centers ist jetzt ein Waldorf Astoria, also ein Hilton. Das Monte Carlo ist umgebaut und heißt jetzt Park MGM. Dort ist ganz groß das"Eataly" eingestiegen und hat fast die Ausmaße unserer (München) Schrannenhalle. Und das Spago von Wolfgang Puck ist nicht mehr im Caesars Palace, sondern im Bellagio und zwar direkt an den Fountains. Im Venetian arbeiten sie jetzt nach Jahren wieder an der Baustelle links oben vor dem Haupteingang und das Wynn baut einen neuen Tower auf der anderen Seite des Strips.

Las Vegas

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Nach fast 6 Stunden haben wir genug und genießen die Sonne am Pool. Das Abendessen im Lavo (Palazzo) war sehr gut, aber überteuert.

Sonntag
Keine Zeit für Frühstück, wir gehen wandern!

Die Interstate 11 / US 93 bringt uns über oder inzwischen besser neben dem Hoover Damm wieder nach Arizona. Von der Staatsgrenze über dem Colorado bis zum White Rock Canyon Trailhead sind es nur noch 3,3 Meilen. Nach links kommt man auf den Parkplatz und direkt zum Trailhead, der sowohl der Ausgangspunkt zum Liberty Bell Arch, als auch zu den Arizona (aka. Ringbolt) Hot Springs ist.

Am südöstlichen Ende des Parkplatzes geht es in den White Rock Canyon hinunter und die Wash führt nach rechts unter der Autobahn durch. Wir steuern dem Colorado entgegen und die Tatsache, dass der Trail dadurch immer bergab führt, macht die Wanderung zum Spaziergang, auch wenn sie über Kies verläuft. Nach 0,6 Meilen wird es enger und nach 0,9 Meilen treffen wir auf die Kreuzung zum Liberty Bell Arch Trail, der nach oben rechts führen würde; das ignorieren wir vorläufig.

Immer enger wird der Canyon und die Wände wachsen von Meter zu Meter nicht nur zusammen, sondern immer höher in den Himmel. Die Wash wird zum Slot mit tollen Felsen, die sich zu teilweise gewaltigen Wänden auftürmen. Rot leuchten sie den Canyon aus, aber manchmal kommen auch einige Lava-Sektionen, die dunkel daliegend eine schöne Abwechslung bieten. Von der Wüste sind wir in den Bergen gelandet. Wieder ein Beispiel dafür, dass man in der Nähe der Spielerstadt wunderbare Möglichkeiten in der Natur findet.

Arizona (Ringbolt) Hot Springs Trail

Arizona (Ringbolt) Hot Springs Trail

Nach 2 Meilen weitet sich der Canyon und nach 3 Meilen sind wir am Colorado, der hier fast wie ein See daliegt. Ruhig und klar ist das Wasser auf dem viele Paddler unterwegs sind.

Der Trail folgt dem Fluss abwärts nach links. Sand und Felsen und idyllische Sandbuchten ziehen vorüber. Der Weg wird allerdings etwas rauer und manchmal braucht man sogar die Hände, um Lavafelsen zu überwinden. Nach 3,6 Meilen sind wir am Campground. Zu weit, denn bereits bei einem Arch wäre es kurz vorher runter in eine Wash gegangen (Trailschild 10 steht unten, jedoch gibt es von hier oben keinen Hinweis), die zu den Hot Springs führt. Egal, denn auch von hier können wir dem Bachbett nach Osten folgen.

Arizona (Ringbolt) Hot Springs Trail

Arizona (Ringbolt) Hot Springs Trail

Immer enger schnüren die roten Felswände den Trail ein. Der kiesige Weg wird zur Wasserwanderung, die nach 3,9 Meilen über eine stabile und fest verankerte Leiter eine Felsstufe erklimmt und einen kleinen Wasserfall überwindet. Und oben angekommen beginnen die Pools, in denen die Leute bereits sitzen oder stehen und das warme Wasser genießen. Die Pools werden natürlich immer wärmer, je weiter man nach oben Richtung Quelle geht und von dort aus gibt es einen alternativen Rückweg. Jedoch ist die Poolbildung durch Sandsäcke unterstützt, so dass es durch hüfthohes Wasser gehen würde. Wir sehen uns das Spektakel kurz an und kehren um, zumal ein Schild darauf hinweist, dass das Wasser Amöben hat. Eine kleine Pause am Fluss und dann der Aufstieg, der von der Steigung her kaum erwähnt werden muss. Slot, Colorado und warme Quellen, - ein schöner und abwechslungsreicher Hike.

Arizona (Ringbolt) Hot Springs Trail

Arizona (Ringbolt) Hot Springs Trail

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Als wir wieder an der Abzweigung zum Liberty Bell Arch sind, treffen wir kurzerhand die Entscheidung, diesen wunderschönen Arch einen zweiten Besuch abzustatten. Es geht nach oben, aber nachdem wir aus der ersten Wash aussteigen ist das Felsentor bereits sichtbar. Ein kurzer Durchstieg eines Tals und nach einer Meile (35 Minuten) von der Abzweigung haben wir den Arch erreicht. Die Farbenpracht der Landschaft lässt sich kaum überbieten und jetzt im frühen Frühjahr sind selbst die Wüstenhügel mit grünen Pflanzen bedeckt. Hinten leuchten die roten und braunen und gelben Felswände bis zum Sugarloaf Mountain und zur Brücke am Hoover Damm.

Arizona (Ringbolt) Hot Springs Trail

Arizona (Ringbolt) Hot Springs Trail

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Wir sind zurück am Trailhead und der Parkplatz platzt inzwischen aus allen Nähten. Das war eine schöne 10,6 Meilen Wanderung, die wir so gar nicht erwartet hatten und das Wetter hat auch mitgespielt.

Nachdem wir vom Restaurant Mon Ami Gabi vorgestern so begeistert waren, versuchen wir es heute noch einmal. Und wir wurden erneut nicht enttäuscht.

Montag
Das Tal des Todes ruft, aber zunächst einmal vergeblich. Auch heute lassen wir das Frühstück sausen.

Gestern wurde in Nevada auf Sommerzeit umgestellt und wir haben es nicht bemerkt. Erst jetzt, als an der Staatsgrenze zu Arizona auf dem Navigationssystem nichts passiert, ist es uns aufgefallen. Bei sonnigen 12 Grad erreichen wir die US 95, der wir nach Süden folgen. Rechts in den Wüstentälern nimmt der Ausbau der Solartechnik amerikanische Züge an - einfach riesig!

Als die NV 165 nach links Richtung Nelson geht, setzen wir den Blinker und folgen dieser Nebenstraße. Nach 40 Meilen vom Hotel sind wir am Trailhead zum Virlis Fisher Arch. Im Übrigen ist diese ungeteerte Parkbucht auch Ausgangspunkt zur Murl Emery Bridge. Wir stehen mitten in den wunderschönen Eldorado Mountains.

Virlis Fisher Arch [Eldorado Mountains]

Wir verlassen den Parkplatz und wandern querfeldein um den ersten Hügel herum. Zwei mächtige Felsrücken liegen vor uns, dazwischen ein Pass, der die Orientierung bildet. Durch mehrere Washes bahnen wir uns den Weg. Es geht über schwarzes Lavagestein und Geröll, das nicht immer angenehm zu wandern ist. Aber die schönen gelb-braunen Berge und die tollen Kakteenlandschaften, die jetzt im Frühjahr satt grün sind, drängen das in den Hintergrund. Die Landschaft macht den Hike erlebenswert.

Virlis Fisher Arch [Eldorado Mountains]

So geht es immer im hügeligen Gelände in Richtung des Zwischenraums zwischen den beiden Bergrücken. Nach 0,7 Meilen am Fuße des moderaten Anstiegs zum Pass führt rechts ein Trail, dem wir folgen. Nachdem wir den ersten kleinen Pass erreichen, öffnet sich der Blick in den Oak Creek Canyon und die dahinter liegende zweite Reihe der Eldorado Mountains. Hohe Felswände in hellem Braun und irgendwo dort liegt unser Ziel.

Zunächst durchwandern wir eine Senke und steigen zum 2. Pass auf. Und von dort sieht man den Arch bereits, aber nur, wenn man Glück hat und die Sonne durchscheint, denn seine Achse liegt genau in Wanderrichtung. Wir halten uns etwas nach rechts und erreichen nach 1,3 Meilen den Boden des Oak Creeks. Vor uns werden zwei namhafte Sandridges sichtbar, die das Wasser aus den Bergen geformt hat. Wir nehmen den rechten Rücken und wandern den Felsen entgegen. Bereits jetzt wird klar, dass die letzten Meter zum Steinbogen nicht einfach werden.

Virlis Fisher Arch [Eldorado Mountains]

Virlis Fisher Arch [Eldorado Mountains]

Der Sand wird zu Split und ein kleiner Gully, der bewachsen ist, führt rechts vom Arch nach oben. Es ist sehr steinig und steil, also Vorsicht! Kurz nachdem wir ein paar Sträucher hinter uns lassen, ist links der Ausstieg aus dem Gully. Und von hier sind es nur noch ein paar Meter zum Virlis Fisher Arch. Aber auch dieses kleine Stück Weg hat es noch in sich. Der Split und die Steilheit des Geländes lassen keinen festen Halt zu, aber wir krabbeln nach oben, bis wir unter und in dem Arch stehen. 1,77 wunderbare Meilen, - wir freuen uns, dass wir uns mal wieder ein Felsentor, noch dazu ein so schönes, etwas schwerer erarbeiten mussten. Der Arch ist einfach klasse und der Blick in den Canyon und die umliegenden Berge ist fantastisch.

Virlis Fisher Arch [Eldorado Mountains]

Virlis Fisher Arch [Eldorado Mountains]

Das Wetter wird schlechter und es zieht sich langsam zu. Es wird Zeit, dass wir Land gewinnen, obwohl wir noch gerne in dieser schönen Welt bleiben möchten. Nach knapp drei Stunden sind wir wieder am Auto. Ein kurzer Hike, der sich u.E. auch lohnt, wenn man nicht zum Arch hochsteigt.


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Auf nach Pahrump und zurück zur US95. In Boulder City gibt es noch einen kleinen Snack im Subway und dann geht es über die Interstate 215 zur Nevada 160. Baustellen verlangsamen die Fahrt über die Spring Mountains, aber es ist ja nicht so weit bis Pahrump.

Das einfachste Best Western soll ein Plus sein. Tja, da wird wohl wieder die Lage zum Death Valley Nationalpark ausgenutzt. Und 200 Dollar die Nacht zu verlangen ist ja auch alles andere als angemessen. Die Hotelbar wurde von ein paar Betrunkenen belagert, das Essen war aber dann ok.

Dienstag
Dieses Hotel ist eine einzige Katastrophe. Die Zimmer sind zwar oberflächlich nett renoviert, aber irgendetwas ist immer laut. So wechseln sich Geräusche von Nachbarn mit Toilettenspülungen, Klimaanlage oder Kühlschrank ab. Entsprechend verläuft die Nacht, aber eine Alternative ist nicht in Sicht.

Wir fahren deshalb etwas gerädert auf der 160 N und nehmen über die Bell Vista Avenue Kurs auf das Tal des Todes. Die Berge der Spring Mountains sind voller Schnee. Nach 25 Meilen sind wir in Kalifornien. Als wir über die Death Valley Historic Junction beim Amargosa Opera House rechts und dann links auf die CA 190 W kommen sind wir bald im National Park. Die 30 Dollar Eintritt bezahlen wir am Automaten. Über den Zabriskie Point erreichen wir bald das Furnace Creek Inn Resort und dann die Ranch. Das Benzin kostet hier 4.43 Dollar pro Gallone. Mondpreise im Death Valley sind zwar nichts Überraschendes, aber es sollte erwähnt werden. Die Grader sind unterwegs, offensichtlich hat es heute Nacht geregnet. Die "Wüstenbüschel" sind ganz grün. Das sieht von weitem wie eine Wiese aus.

Kurz vor den Mesquite Dunes parken wir am Straßenrand vor einer langgezogenen Rechtskurve. Nicht optimal, hilft aber nichts, denn hier beginnt unsere Wanderung nach 83 Meilen Anfahrt. Wir queren die Straße und verabschieden uns ins Gelände. 2. Versuch, denn vor Jahren sind wir aufgrund von Zeitmangel gescheitert, was aber auch daran lag, dass wir einen falschen Einschnitt erwischt haben. Wir sind also vorgewarnt und haben auch über Google Earth den Weg akribisch recherchiert.

Little Bridge Canyon [Death Valley National Park]

Wir gehen in und auf der Kiesmuräne auf den 2. Strommasten zu, das bleibt aber die einzige konkrete Orientierungsmarke für heute. Denn die Wanderung über diese Muräne ist nicht ganz einfach. Zum einen ist das Geläuf sehr steinig und zum anderen kommen immer wieder Washes in den Weg, die überwunden werden müssen. Und das sind teilweise Washes, die sich gewaschen haben. Obwohl wir uns sehr strikt an die GPS-Daten halten, muss immer wieder ein kleiner Umweg in Kauf genommen werden. Grob orientiert sich die Richtung an den rechts liegenden Tucki Mountains. Mit zirka 100 - 150 - 200 Metern Abstand zum Felsen geht es hinauf. Die Komplexität ist nicht zu beschreiben.

Little Bridge Canyon [Death Valley National Park]

Nach 1,6 Meilen sind wir an einer sehr breiten Wash, die wir durchqueren und über eine gegenüberliegende Seitenwash wieder verlassen. Dann geht es über einen Grat weiter, den man wieder in eine Wash verläßt und der man bis zum Ende folgt. Kurz vor den Felsen geht es nach 2,1 Meilen hinunter in die 2. große Wash, der man nach rechts folgt. Cairns markieren hier den Weg.

Wir sind nun im Little Bridge Canyon. Ein breiter Kies- und Steinweg führt durch die Felsen und plötzlich wird man von knallroten und andersfarbigen Felswänden fast erschlagen. Die Felswände wechseln die Farben von braun zu weiß und es geht immer noch bergauf, aber sehr moderat. Ein Berg "spielt" Yin und Yang, eine Seite ist dunkelbraun, die andere weiß. Das sieht sehr ungewöhnlich aus.

Little Bridge Canyon [Death Valley National Park]

Little Bridge Canyon [Death Valley National Park]

Little Bridge Canyon [Death Valley National Park]

Wir sind 2 Stunden für 2,8 Meilen unterwegs und treffen auf den ersten Arch, der eigentlich eine Bridge ist, da er von Wasser geformt wurde. Der Arch of Tears liegt etwas zurückgesetzt auf der rechten Seite des Canyons, ist knallig rot und hat an seiner rechten Flanke Felstränen.

Little Bridge Canyon [Death Valley National Park]

Es geht weiter und noch tiefer in den Little Bridge Canyon hinein. Es kommen links weiße Felsen, die aussehen wie ein Gletscher. Und nach 3,1 Meilen haben wir das letzte Ziel erreicht. Die Little Bridge klebt an der rechten Felswand des Canyons. Sie ist nicht klein und Hochformat. Sehr schön! Rundum sind gute Sitzgelegenheiten für eine Pause oder gar Brotzeit. Wir nutzen sie.

Little Bridge Canyon [Death Valley National Park]

Auch für den Rückweg brauchen wir ab und zu das GPS, denn nicht der Canyon ist das Problem, sondern die ewig breite Muräne mit ihren unzähligen Washes. Nach einer Stunde und 40 Minuten waren wir aber unten. Insgesamt waren es 6,2 Meilen für die wir 4 Stunden und 15 Minuten gebraucht haben. Schön war's und schön ist's, es hat 27 Grad - Urlaubsrekord!


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Das Abendessen im mexikanischen Restaurant El Jefe war gut, der Service sehr freundlich, aber die Portionen zu groß. An unserer Hotelbar ist heute Live-Musik mit Tanz. Viele alte Leute sind gekommen, sie kannten sich alle. Sehr nett.

Mittwoch
Nach dem Frühstück düsen wir um 6.40 Uhr los. Es ist sehr windig und mit 7 Grad auch nicht gerade warm. Noch in der Morgendämmerung geht es auf der 178 nach Shoshone und dann in den Hitzeort Baker in Kalifornien. Wir erleben eine unglaubliche Sonnenaufgangsstimmung mit mystischer Berglandschaft und aufwirbelndem Sand. In Baker hat es 14 Grad, als wir uns auf die Interstate 15 gen Los Angeles pflanzen.

Barstow gibt das Signal zum Verlassen der Autobahn, aber die CA 58 ist inzwischen ähnlich ausgebaut. Nur rund um die Kramer Junction das alte Lied, denn dort ist es nach wie vor eng. Links in der Ferne leuchten die San Gabriel und die San Bernadino Mountains und vor uns der wahnsinnig viele Schnee auf den Gipfeln der Sierra Nevada. Bei Mojave leuchtet auch etwas, nämlich die bunten Höhenruder der sterbenden Flugzeuge auf dem Mojave Air & Space Port.

Nachdem wir den Tehachapi Pass überwunden haben, wird Kalifornien so grün, dass man es kaum glauben kann. Und natürlich wird geerntet was das Zeug hält. In Bakersfield erreichen wir die California State Route 99 und setzen dann bei Wasco zur Interstate 5 über. Immer geradeaus nach Norden, leuchtende Blumenwiesen begleiten uns! Bei Coalinga der übliche intensive Gestank der Rinderfarmen.

Kurz vor der Oakland Bay Bridge erwischt es uns dann doch noch und zwar nach 550 Meilen problemloser Fahrt. Stau, - ein Unfall kurz vor der Mautstation. Ok, geschafft und das Bild der schönsten Stadt der Welt bei der Einfahrt über die Oakland Bay Bridge ist immer wieder atemberaubend. San Francisco begrüßt uns mit Sonnenschein.

San Francisco from Hilton Financial District

Unser Zimmer im Hilton Financial District ist es auch, atemberaubend, denn der Blick aus dem 22. Stock auf den Coit Tower, die Stadt und die Bay ist wirklich wunderschön. Ein kleiner Spaziergang vor dem Abendessen muss noch sein. Das Essen im Palio Ristorante gleich um die Ecke war gut und nicht überteuert.

Donnerstag
Oh, schon früh am Morgen wird es europäisch! Schinken, Salami, Käse, - alles bestens!

5 Jahre waren wir schon nicht mehr hier. Allerhöchste Zeit für einen ausgedehnten Stadtspaziergang. Wir genießen Sonne und 18 Grad, umrunden den Coit Tower und schlendern an den Piers entlang, steigen die Hyde hinauf und die Lombard hinunter, begaffen die Schaufenster rund um den Union Square und besuchen das Westfield Einkaufszentrum an der Market Street. Es gefällt uns immer wieder hier.

San Francisco

San Francisco

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Abends sind wir im Original Joe's in Little Italy. Das ist ein schönes Lokal mit gutem Essen. Aber es ist zu laut, man kann sich kaum in normaler Lautstärke unterhalten.

Freitag
Leider müssen wir San Francisco schon wieder verlassen, aber es war sehr schön und wir haben jede Minute genossen, vor allem waren noch wenig Touristen hier.

Um 9 Uhr, es hat 13 Grad, fahren wir los und kommen natürlich auf der 101 nach Süden in den Berufsverkehr des Silicon Valleys. Wir beschließen, bei Monterey zur Küste auf die California No. 1 zu fahren. Die Stecke ist landschaftlich ja der Hammer, in den Hauptreisezeiten wegen des Andrangs jedoch kaum zu befahren. Die Straße ist kurvig und es ist natürlich auch was los. Aber wir kommen gut voran. Das Meer versucht immer noch, das Land zurückzuerobern, was auch immer wieder gelingt. Auf dem Meer sind ab und zu kleine Fontänen, sogenannte Spouts zu sehen, die die Wale beim Atmen erzeugen.

Wir machen ab und zu Halt und beim Julia Pfeiffer Burns S.P. bewundern wir die wirklich wunderschönen McWay Falls. Der Park ist gesperrt, so dass die Touristen und Fotografen an der Straße neben und innerhalb der Leitplanken stehen. Die Arbeiten an der Highway nach dem riesigen Felssturz sind noch immer nicht beendet. Aber die Behinderungen halten sich in Grenzen, es gibt nur eine One-Lane-Road, die mit Ampeln geregelt ist.

Mc Way Falls

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Es zieht sich dann doch etwas und wir sind froh, als wir in Pismo Beach ankommen. Das Inn at the Pier ist ein wunderschönes Hotel und wir beziehen ein tolles, geräumiges und modernes Zimmer. Der Pier liegt direkt vor dem Hotel und ein kleiner Spaziergang durch den Badeort resümiert, dass es hier ganz nett ist.

Abendessen gibt es im Oyster Loft. Das Lokal hat ein tolles Ambiente, der Sonnenuntergang vom Essenstisch aus tut sein Übriges und das Essen ist fantastisch.

Samstag
Ein Kennzeichen von Badeorten, vor allen Dinge, wenn man mittendrin wohnt, ist, dass um 5 Uhr früh die Tonnenleerer und Straßenreiniger nicht nur unterwegs, sondern auch laut sind. Aber wir müssen heute sowieso früher aufstehen, ein Boot wartet.

Nach dem guten, aber teuren Frühstück im Hotel fahren wir 26 Meilen nach Morro Bay. Treffpunkt war um 8.30 Uhr, aber das Whalewatching Büro war noch nicht besetzt. Und so stehen wir am Pier mit einigen anderen und amüsieren uns über eine Drachenbootfahrschule. Es ist offensichtlich nicht so einfach, das riesige Teil in der Spur zu halten.

Whalewatching Morro Bay

Unser Boot fährt aber pünktlich ab und gleitet auf dem spiegelglatten Wasser aus dem Hafen hinaus. Nur mittelgroße Wellen bringen das Boot zum Schaukeln, als wir den bekannten Felsen von Morro Bay passiert haben. Und dann wird gesucht. Ja wo isser denn, der Wal? 3 Stunden schippern wir durch den Pazifik und wir hatten einige Grauwal-Kontakte. Aber so richtig nah kam uns keiner, zumindest kein Wal. So konzentriert man sich auf die Spouts, die entstehen, wenn die Wale die Luft ausatmen. 3 Fluken, also Schwanzflossen, haben wir trotzdem registriert und insgesamt war das eine nette Abwechslung.

Whalewatching Morro Bay

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Zurück nach Pismo Beach ins Premium Outlet. Ein paar Sachen haben wir noch gefunden und dann nutzen wir den riesigen Parkplatz, um die Sachen, die man so permanent beim Fahren und Navigieren braucht, umzupacken und für den Heimflug zu verstauen. Es geht zu Ende!

Wir checken online ein und alles ist soweit "ready for boarding". Ein wunderschönes Abendessen im Oyster Loft beschließt den Tag.

Sonntag
Die letzten Eier! Unser Ober erzählt uns, dass gestern und heute die ersten schönen und warmen Tage hier in Pismo Beach waren. Es war vorher immer kalt mit viel Regen, den sie jedoch in Kalifornien dringend brauchten. Wir haben den Südwesten auch noch nie so grün gesehen, selbst in den Wüsten hat die Natur zugeschlagen.

Bei sonnigen 15 Grad schwingen wir uns auf die Highways 101 und 154. Zwischenstopp in Santa Barbara und ein kleiner Spaziergang durch die Stadt. Es war so warm, dass ein T-Shirt völlig ausreichte. Und als wir kurz vor Los Angeles sind, hat es 28 Grad. Die Stadt erwartet uns mit sagenhaften 31 Grad, als 6 Meilen vor der Einfahrt zur I 405 der Stau beginnt. 12 Spuren voller Autos rund ums Getty Museum.

Kurz vor dem Flughafen tanken wir das Auto voll und bei Hertz geht dann alles sehr schnell, wie inzwischen immer. Der Angestellte hat unsere Kühlbox samt Inhalt dankend angenommen. Nur die Busfahrerin hat sich zur Ankunft getrollt und wir mussten das ganze Gepäck in das Level 3 zum Abflug befördern. Es sind noch 4 Stunden. Koffer abgeben und dann durch die Security. Trotz der vielen Menschen geht das recht zügig, aber wir waren doch froh, als wir in der ruhigen Business Lounge sitzen.

Beim Lufthansa Counter habe ich mitbekommen, dass ein Fluggast nach Möglichkeiten fragte, um vor dem Abflug noch zu rauchen. Und siehe da, neben dem Food Court im Tom Bradley Terminal haben sie eine Raucherterrasse eröffnet. Schon klar, wo ich gleich bin.

Vor dem Gate beim Einsteigen wird nur durch Gesichts-Scan kontrolliert, - kein Pass, weder Reise noch Boarding. Die Technik geht voran! Und als die Sunset-Stimmung über den verschneiten Rockies langsam aber sicher von der Dunkelheit verschluckt wird, sagen wir gute Nacht. 8.234 Kilometer schönstes Amerika gehören der Vergangenheit an. Es war eine ungewöhnliche Reisezeit, die schön war, aber auch ein paar Tücken hatte. Insgesamt sind wir bestens durchgekommen, haben viel und traumhafte Natur gesehen und genau so soll es sein.


« Wo Straßen enden, beginnt Dein Weg! »
« Where the road ends, your hiking trail begins! »

Monika Zehrer    Fritz Zehrer