USA Reiseführer
USA Travel Guide







USA Reisebericht - USA Travelogue
Water Canyons [2019] - California to Nevada, Utah, Colorado and Arizona



  1.   PDF Version [0,2 MB]

  2.   Reisestationen

  3.   Reiseroute

  4.   Reisebericht








Reisestationen


Ziel Nächte Auto mi Auto km Zeit Hikes mi Hikes km Hotel Stars
Valencia 1 0 0 00:00 00,00 00,00 Hilton Garden Inn Valencia Six Flags ***
Soledad 2 0 0 00:00 00,00 00,00 Valley Harvest Inn **
Redding 4 0 0 00:00 00,00 00,00 Best Western Hilltop Inn ***
Elko 2 0 0 00:00 00,00 00,00 Hilton Garden Inn ***
Salt Lake City 2 0 0 00:00 00,00 00,00 Double Tree Suites ****
Saint George 3 0 0 00:00 00,00 00,00 Hilton Garden Inn ***
Kanab 3 0 0 00:00 00,00 00,00 Hampton Inn ***
Torrey 2 0 0 00:00 00,00 00,00 Capitol Reef Resort ***
Moab 2 0 0 00:00 00,00 00,00 Homewood Suites ***
Durango 2 0 0 00:00 00,00 00,00 Hilton Doubletree ***
Page 2 0 0 00:00 00,00 00,00 Courtyard by Marriott ***
Scottsdale 3 0 0 00:00 00,00 00,00 Best Western Plus Sundial ****
Las Vegas 2 0 0 00:00 00,00 00,00 Vdara *****
San Diego 2 0 0 00:00 00,00 00,00 Hilton Garden Inn ****
LAX 0 0 0 00:00 0 0 direkt zum Flughafen  
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Reiseroute


Reiseroute 2019 - Water Canyons






Reisebericht


  1.   Prolog

  2.   LAX

  3.   Pinnacles National Park

  4.   Redding, California

  5.   Lassen Volcanic National Park

  6.   Wasserfalltag

  7.   Castle Crags and Dome

  8.   Elko, Nevada

  9.   Ruby Mountains

  10.   Salt Lake City

  11.   St. George







Prolog

Der Canaan Mountain hat seine unglaublichen Farben in die Sonne gestreckt und wartet nur darauf, dass zwei einsame Wanderer erneut seine Höhen erklimmen. Der Weg über den Squirrel Creek tut sich anfangs schwer, um an Höhe zu gewinnen. Zunächst nervt der Sand, der jedoch im Water Canyon auch nicht weniger ist. Der 5. Gipfelsturm des Zauberbergs in den Vermilion Cliffs steht an und er wird im hellblauen Himmel enden; das "Auge des Himmels" erklimmen wir nach viereinhalb Meilen. Was für ein Monstrum an einer senkrechten Wand!

Eye of Heaven - Canaan Mountain

Diese gewaltige Natur zu erleben ist einfach toll! Und selbst auf unserer 31. USA Reise gelang es uns immer noch, sie zu finden. 33 Tage, 5.452 gefahrene Meilen (8.772 Kilometer), 165,6 Meilen (266,5 Kilometer) Wanderungen, an Abwechslung kaum zu überbieten, liegen vor uns. Kommt mit!

Ice Lakes - Silverton




Donnerstag, 17.10.2019

Nachdem wir gestern die Koffer bereits zum Flughafen gebracht und mit einem Wirtshausessen den Urlaub sozusagen initialisiert haben, nehmen wir heute ganz entspannt und unspektakulär die S-Bahn, um zum Münchner Flughafen zu kommen. Die Lufthansa spendiert uns ein gutes Frühstück und eine kleine Überraschung. An unserem Gate steht ein A380. Die Business ist ähnlich dem A340, nur, dass der Riesenvogel auch noch unter dem Fenster ein großes Fach für die Handtasche und mehr ist. Es sind oft die Kleinigkeiten, die Frauen ein Lächeln ins Gesicht zaubern! Mit einer halben Stunde Verspätung hebt das Ungetüm ab, - Flugzeit 11 Stunden und 25 Minuten bis LAX, dann ist der Flug überstanden.

An der Immigration herrscht Ausnahmezustand! Was war passiert? Ein A380 kann ja bis zu 853 Passagiere transportieren. Wenn dann noch eine andere Fluglinie auf die absurde Idee kommt, auch einen A380 nach Los Angeles zu fliegen und diese beiden Flieger nahezu zeitgleich ihr Ziel erreichen und Passagiere aus Neuseeland auf ihrem Weiterflug nach London auch noch einreisen müssen, warum auch immer, dann, ja dann ist es passiert. Völlig überfordert versuchen die us-amerikanischen Behörden System ins Chaos zu bringen, es gelingt jedoch nicht. Geschätzte 100 Einreiseautomaten nützen nichts, denn die Masse staut sich beim Grenzer, der natürlich auch sein muss. Fazit: Nach 2 Stunden stehen wir bei unseren Koffern, die schon nicht mehr kreisen, sondern neben dem Gepäckband ihr Dasein fristen.

Die Fahrt zu Hertz war kurz und schon stehen wir vor einem schönen Chevy Tahoe LT in weiß. 3.506 Meilen hat er erst auf dem Buckel und die Reifen sind so, wie der USA-Hiker es braucht. Bravo Hertz, wie immer top! Wir schalten das Navi ein und verlassen den Parkplatz während permanent Jets über uns hinweg donnern.

Chevy Tahoe LT

Auf nach Spanien! Bis Valencia sind es 40 Meilen, überwiegend auf der I-405. Und das ist ja die Stau-Interstate von Los Angeles schlechthin. Noch flüssig bis zäh bis Stop-n-go, die 40 Meilen waren nach eineinhalb Stunden geschafft. Das Hilton Garden Inn, direkt neben dem Six Flags Magic Mountain, ist nicht mehr das Neueste, aber das Zimmer war groß, sauber und ruhig. Nach einem kurzen Absacker im Garden Grill war es genug. Um 21 Uhr gingen bei uns die Lichter aus.





Freitag

4.30 Uhr, - die Kaffeemaschine werkelt und wir packen nebenbei die Koffer etwas um. Die Reise braucht eine etwas andere Logistik, als die Anreise. Das kostenlose Frühstück gibt es ab 6 Uhr und ein Omelett mit allem drum und dran, startet unsere Körper endgültig. Abfahrt 6.30 Uhr, es hat 60 Grad, die Interstate 5 gehört uns. Der Sonnenaufgang in den Bergen des Angeles National Forest begleitet uns hinunter in die Sierra Nevada. Wir sind angekommen!

Nach 155 Meilen verlassen wir die Interstate auf die CA 33 und fahren durch das Pleasant Valley an riesigen Obstplantagen vorbei. In Coalinga kaufen wir das erste Mal ein, auch ein Cooler verlässt das Geschäft. Nicht, dass man im Oktober noch Getränke kühlen muss, aber die Herbsterfahrungen haben uns gelehrt, dass die während der Nacht sehr kühl gewordenen Getränke auch während des Tages im Cooler ausreichend kalt bleiben.

Wir verlassen das Dorf auf der CA 198, die hier eine kurvige Bergstrecke ist. Die wunderschönen, gelb-braunen Berge und Canyons begleiten uns bis zum California Highway 25, auch bekannt unter Bolsa Road oder The Airline Highway, der nach rechts zum jungen National Park Pinnacles führt. Ab der Kreuzung wird es einsam. Durch ein ewig langes Tal geht es bis zur CA 146, die direkt in den Park führt. Der Eintritt, gültig für 7 Tage, der im Visitor Center zu zahlen ist, beträgt 30 USD.

Als wir den kleinen Parkplatz der Bear Gulch Area erreichen, dreht der Tahoe nur eine erfolglose Runde und fährt dann 0,2 Meilen wieder zurück, um einen Parkplatz zu finden. Hier ist Platz genug, was aber in Stoßzeiten nicht immer der Fall ist. Also, es geht los! Die Handgriffe zur "Hikerbereitschaft" sind noch etwas ungeübt, doch bald sind wir am Bear Gulch Trail, um die zurückgefahrenen 0,2 Meilen bis zum Bear Gulch Cave Trailhead zu gehen.

Unser Ziel ist der North Chalone Peak. Der Trail ist hier jedoch nicht angeschlagen, denn er beginnt erst oben am Reservoir im Anschluß an den Bear Gulch Cave Trail. Ganz links des Parkplatzes, praktisch direkt an der Einfahrt, nehmen wir den High Peaks Trail. Es geht moderat bergan. Nach 0,3 Meilen halten wir uns links auf den Moses Spring Trail und nach einer halben Meile sind wir am Weg, der durch die Bärenhöhlen führt. Wir steigen durch ein Gewirr von Höhlen - es sind mehr große Felsbrocken, die in den schmalen Canyon gefallen sind und an so manchen Stellen fast ganz blockiert haben. Es wird so dunkel, dass wir unsere Handy-Taschenlampen benutzen, um den Weg zu erkennen. Enge Stellen erfordern, dass wir uns sozusagen durchschlängeln müssen, um vorwärts zu kommen. Das gefällt uns schon mal. Die Fledermaus-Höhle ist verriegelt, auch recht! Als das Tageslicht zurückkehrt, führt eine in Stein geschlagene Treppe hinauf zum Bear Gulch Reservoir. Sehr schön, - ein kleiner, aufgestauter See ist eingerahmt von tollen Pinnacles.

Bear Cave Trail Bear Cave Trail


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Hier geht es um den See links herum auf den North Chalone Peak Trail. Ein gut gepflegter Pfad führt oberhalb des Frog Canyons, vorbei an den Little Pinnacles und dem Mount Defiance, nach Süden. Die Steigungen sind kaum der Rede wert, die Landschaft schon. Nach einer Stunde und 15 Minuten sehen wir den Gipfel und das grüne Gipfelhaus, einen ehemaligen Lookout Tower. 0,8 Meilen vor dem Ziel steigen wir über zwei Gatter und folgen der alten Fahrstraße nach oben. Nach insgesamt 3,9 Meilen sind wir in gut zwei Stunden am Peak. 3.304 Fuß (1.007 Meter) über dem Meer genießen wir einen tollen Rundblick auf den Pinnacles National Park, die umgebende Bergwelt und das Tal, das der Salinas River gegraben hat. In der Luft kreist ein Condor. Nur das Meer wird leider von der davorliegenden Coast Range verdeckt.

North Chalone Peak North Chalone Peak


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Nach 4,5 Stunden sind wir wieder am Auto. Ein schöner und moderater Hike, - gerade richtig, um einen Überblick zu bekommen und sich einzugehen. Morgen wird's härter!

Es sind noch 56 Meilen bis Soledad. Das Harvest Valley Inn ist ein abgewohntes Motel, völlig überteuert, aber leider ohne Konkurrenz in dieser Gegend. Nebenan ist das Windmill, ein Restaurant, das ganz ok ist. Alternativen sind in diesem Nest aber ohnehin rar bis nicht vorhanden.



Samstag

Das Frühstück im Hotel war sehr karg und findet in einem sehr ungemütlichen Besprechungsraum statt, so dass kein Grund besteht, sich länger aufzuhalten. Um 7 Uhr starten wir bei kühlen 44 Grad Fahrenheit (6,6 Grad Celsius) am östlichen Ende von Solidad auf dem schmalen und kurvigen Highway CA 146 und sind nach 10 Meilen bereits im National Park am West Eingang. Nach weiteren 3 Meilen parken wir am Chaparral Trailhead. Die Parking Area ist im Gegensatz zur Bear Gulch am Osteingang sehr groß. Wir stehen einsam und alleine am Trailhead, die Sonne küsst bereits die Spitzen der Gipfel, aber hier unten im Tal ist es noch ziemlich dunkel.

Pinnacles National Park Pinnacles National Park

Der Balconies Trail beginnt an der Einfahrt zum Parkplatz auf der rechten Seite und führt parallel und flach in den Canyon, den der Chalone Creek gegraben hat. An der Machete Ridge erreichen wir nach 0,6 Meilen die Kreuzung von Balconies Cave und dem Balconies Cliffs Trail, den wir nach links nehmen. Es geht etwas bergauf, aber die Runde zu den Cliffs lohnt. Tolle Felsformationen und super Aussichten auf die Cliffs und die Machete Ridge mit ihrem rauen, grauen Fels mit sandgefüllten Narben begleiten uns. Überall sind Spots ausgewiesen, an denen man klettern kann. Nach 0,8 Meilen ist die Balconies-Runde beendet und wir folgen nach links weiter der West Fork des Chalone Creeks. 1,3 Meilen geht es unspektakulär am bewaldeten Bach entlang; ein netter Spaziergang. Als wir den Old Pinnacles Trail erreichen halten wir uns auf der rechten Creekseite, - gegenüber am anderen Ufer ist der Parkplatz und Trailhead der Old Pinnacles.

Pinnacles National Park Pinnacles National Park

Nach 3,7 Meilen steigen wir nach rechts auf dem High Peaks Trail in Serpentinen nach oben. 5,2 Meilen sind geschafft und wir erreichen ein schönes Zwischenplateau mit tollen Aussichten, das zu einer kurzen Pause einlädt. Dann geht es immer höher hinauf und es kommen die Pinnacles in Sicht. Bald ist die Kreuzung zum Condor Gulch Trail erreicht und dann wandern wir inmitten der Pinnacles auf die High Peaks. Nach 6,6 Meilen überschreiten wir den Pass und die Kreuzung zum Tunnel Trail. Den lassen wir momentan rechts liegen und nehmen Anlauf. Über Mokisteps mit Geländer besteigen wir eine mächtige Felsspitze. Nie gefährlich, aber ziemlich senkrecht kommen wir Step by Step nach oben. Ein herrlicher Trail!

Pinnacles National Park Pinnacles National Park

Es geht wieder hinunter. In Serpentinen führt der Weg durch die Felsen, vorbei an einem Cliffhanger Arch, der wie ein großer Ameisenbär aussieht. Mittlerweile sind viele Leute unterwegs, aber wir genießen trotzdem diese tolle Landschaft und seine Amphitheater. Nach 9,4 Meilen sind wir am Parkplatz von gestern in der Bear Gulch Area. Wir folgen dem Trail unterhalb der Straße und gehen bald nach links auf dem Condor Gulch Trail wieder hoch. Vier Condore schrauben sich wesentlich eleganter in die Höhe, aber nach 50 Minuten sind auch wir wieder am High Peaks Trail. Die Füße werden langsam schwer, aber die hohen Gipfel müssen nun nochmals bezwungen werden. Als wir 6,5 Stunden auf dem Buckel haben erreichen wir den Pass und kurz darauf den Tunnel Trail, den wir nun nach rechts nehmen.

Pinnacles National Park

Es geht hinunter zum Auto, das von hier oben gut auszumachen ist. Name ist Programm, ein kleiner Tunnel führt durch einen Riesenpinnacle. Wir sind nun im Juniper Canyon und auf dem gleichnamigen Trail. 1,2 Meilen sind es noch nach unten. Herrliche Berglandschaften, deren Felsen teilweise gelb - grün schimmern und irgendwie erinnert das auch an den Big Bend National Park. Nach 7 Stunden, 22 Minuten und 13,01 Meilen (20,93 km) sind wir wieder am Auto. Ein toller Hike bei bestem Wetter, der nicht unanstrengend war, geht zu Ende.



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Auch wenn der ein oder andere darüber rätseln mag, warum das hier ein National Park wurde und nicht auszuschließen ist, dass die Politik im Spiel war; richtig ist, dass es hier sehr schön und geologisch interessant ist, - Nationalpark hin oder her. Nur die touristische Infrastruktur ist sehr schwach bis nicht vorhanden. Weder vernünftige Hotels, noch Restaurants sind auszumachen. Noch sind es die Wohnmobile und Zelte, die die Gegend erschließbar machen. Das ist aber allemal besser, wie in so manch anderen Lokationen.

Kaffee und Zitronenkuchen im Starbucks, Einkauf im CVS und dann endlich unter die Dusche! Das Abendessen gibt's wieder im Windmill, - die Rippen waren ok. Ich war so müde, ich hätte am Tisch einschlafen können, so das Tagebuch.





Sonntag

Wir verlassen die Herberge um 5.40 Uhr ohne Frühstück. Das Ambiente wollen wir uns nicht mehr antun. Es ist stockdunkel und neblig als wir auf der US 101 weiter nach Norden düsen. Nach 23 Meilen zeigt uns Steffi in Salinas ein IHOP und wir genießen. In San Jose, am südlichen Ende der Bay, geht es auf die Interstate 680. Nach zwei Stunden schafft es die Sonne endlich den Nebel zu knacken. Nur ab und zu wabert noch der weiße Dampf relativ flach über die Interstate. Über die Interstates 80 und 505 gelangen wir auf die I-5. Eine Pilot tankt uns auf und das Regular für 3.75 USD haben wir heuer noch nicht bekommen. Kalifornien ist - wie immer - Vorreiter für teures Benzin; für amerikanische Verhältnisse natürlich. Weiter südlich sind die Preise eher die, die man aus dem Death Valley kennt - alles über 4. Es ist mittlerweile schön warm geworden. 69 Grad, damit haben wir die 20 Grad Celsius überschritten. Nach 339 Meilen erreichen wir Redding und den Trailhead des Sacramento River Walk.

Wir starten einen regenerativen Spaziergang am Sacramento River entlang, wo sich unsere Muskeln langsam wieder entspannen. Am Anfang stören zu viele Bäume den Blick auf den Fluss und die Umgebung. Aber es wird zunehmend lichter und nach 2,5 Meilen war freie Sicht. Eine Fußgängerbrücke kurz vor dem Keswick Dam bringt uns auf die andere Flussseite. Tolle Häuser stehen auf den höher gelegenen Hügeln. Das tiefe Blau des Sacramento Flusses zieht sich entlang der I-5 Richtung Süden. Das Geläuf ist immer noch geteert, aber inzwischen etwas hügeliger. Es ist ganz nett hier. Nach knapp 5,5 Meilen sind wir wieder an der Brücke des Benton Drive und am Auto. 2 Stunden lockerer Spaziergang, - alles gut!

Pinnacles National Park


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Das Best Western Plus Hilltop Drive macht einen sehr guten ersten Eindruck. Die Lobby ist sehr einladend gestaltet, man fühlt sich gleich wohl. Das Hotel wird gerade renoviert, wir bekommen jedoch ein altes Zimmer, aber es ist absolut ok. Abends können wir feststellen, dass das Hotel mit dem Restaurant C.R.Biggs einen Volltreffer gelandet hat. Bestes, modernes Essen, gute Weine und eine Terrasse, auf der man vorher wunderbar ein Bier trinken kann. Nahe dem Hotel sind weitere Restaurants, u.a. das noble Steakhaus Cattlemen's und ein profanes Logan's Roadhouse.





Montag

Das Frühstück im Hotel war gut, - um 7 Uhr tigern wir los. Es hat noch 12 Grad plus, als wir auf der CA 44 E in den Sonnenaufgang fahren. Der Berufsverkehr quält sich Gott sei Dank in Richtung Redding. Nachdem wir Shingletown passiert haben, sehen wir kurz vor der Abfahrt auf den Lassen Peak Highway den ersten Schnee. 30 Dollar für eine Woche, Standardpreis für einen Nationalpark im Oktober.

Der Manzanita Lake liegt friedlich und idyllisch in seinem Becken und signalisiert den Beginn der Bergstrecke. Immer höher schraubt sich der Tahoe. Auf 6.000 Fuß hat die Temperatur mit 32 Grad Fahrenheit den Gefrierpunkt erreicht. Je mehr wir jedoch der Sonne entgegen fahren, umso wärmer wird es wieder. Nach 22 Meilen bergauf stehen wir am Lassen Peak Trailhead und wollen es angehen.

Als wir aussteigen, reißt es uns jedoch fast die Türen weg. Sturm! Als ich den Kofferraum aufmache, um die Bergschuhe anzuziehen, erfasst eine Böe den Innenraum und schwuppdiwupp donnern nicht nur ein paar Socken ins Freie. Der Wind hat die Kraft, einen Turnschuh mitzunehmen und samt den Socken auf das Steinfeld vor dem Berg zu blasen. Ich lege in Flip-Flops einen Blitzstart hin, aber ein Socken war auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Der graue Vulkankegel staubt aus allen Poren, vereinzelt ziehen noch Nebelschwaden um die Steilhänge. Da der Lassen Peak praktisch frei von schützender Vegetation ist und man sich bei den momentanen Verhältnissen kaum auf den Beinen halten kann, beschließen wir, zuerst eine andere Wanderung zu machen. Wir fahren 1,3 Meilen weiter und sind nun am Bumpass Hell Parkplatz.

Lassen Peak

Der Trail beginnt gleich links nach der Einfahrt zum Parkplatz, wir sind auf dem riesigen Gelände alleine. Ein schöner und vor allen Dingen windgeschützter Spaziergang entlang einer Ridge des Bumpass Mountain führt oben am Lake Helen vorbei und eröffnet fantastische Blicke auf den Brokeoff Mountain, den Diamond Peak, den Mount Diller, den Eagle Peak und natürlich auf den Lassen Peak. Bewaldet geht es rund eine Meile flach dahin. Und dann sehen wir es schon dampfen und kurz darauf riechen wir den Schwefel. Unten im Tal brodelt die Hölle des Bumpasses.

Bumpass Hell

Nach 1,4 Meilen, kurz bevor eine Holzbrücke einen kleinen Creek überquert, geht es ein paar Meter links hinauf zu einem Viewpoint. Links liegen von Dampf umgebene Felsen. Weiß und Gelb sind die dominierenden Farben. Im Hintergrund der standhafte grüne Wald. Wir gehen ganz hinunter, es ist nur ein kurzes Stück weiter. Holzstege führen durch die Geysirlandschaft. Es brodelt und blubbert im hellgrauen Wasser. Dampf klettert die schneeweißen Hänge hinauf. Wenn die Hölle so schön ist, ist dagegen nichts einzuwenden. Eine herrliche Landschaft, mystisch und unwirklich!

Bumpass Hell Bumpass Hell

Am Ende der Hölle geht es noch einen kleinen Hang hinauf, von dem aus die gelb-weißen Inseln im blaugrauen Wasser noch einmal von weiter oben besichtigt werden können. Auch ein Blick in die andere Himmelsrichtung lohnt. Weit hinten strahlt das Blau eines großen Sees, vermutlich ist es der Crumbaugh Lake oder sogar der Juniper Lake, - egal. Der Trail würde weiter nach Osten zum Cold Boiling Lake und darüber hinaus führen. Wir haben jedoch noch einiges vor und sind glücklich, dass der über Jahre 3. Versuch zum Bumpass Hell geglückt ist. Im Frühjahr hat man wegen Schnee selten bis kaum eine Chance. Gut drei Meilen, 1,5 Stunden, in einer herrlichen und interessanten Natur: top!

Bumpass Hell


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Mittlerweile stehen mehrere Autos am Parkplatz. Wir sind wieder am Trailhead und bereit zum Gipfelsturm des Lassen Peak. Das Wetter ist es auch. Die Sonne strahlt, der Wind hat nachgelassen und die letzten Nebelschwaden sind verschwunden.

Auf einem gut gepflegten Trail geht es in Serpentinen nach oben. Mit zunehmender Höhe wird das steinige Geläuf durch Steinstufen gestützt. In 40 Minuten haben wir gut die Hälfte des Aufstiegs geschafft. Die Serpentinen schlängeln sich entlang der Glacier Notch. Diese Kerbe ist eine gigantische Halfpipe, die durch Gletscher geformt wurde. Aber momentan liegt nur im oberen Drittel Schnee. Nach 1,6 Meilen steht direkt neben dem Trail ein kleiner Steinbogen, nett!

Lassen Peak Lassen Peak Lassen Peak

Die Windgeschwindigkeiten nehmen wieder zu, diametral anders verhält sich die Temperatur. Nach knapp 2,3 Meilen sind wir auf dem Vorplateau zum Gipfel. Es wird ungemütlich, denn es stürmt so, dass man sich kaum auf den Beinen halten kann. Aber es kommt natürlich nicht in Frage, den Hike hier abzubrechen. Obwohl der Schnee auf der Nordseite des Peaks teilweise bis unter die Knie reicht, ein Trail ist nicht mehr sichtbar ist, nehmen wir Kurs auf die Spitze. Eine kleine Senke und dann zapfig hinauf. Querfeldein durch ein Felsenlabyrinth, mit Handschuhen, dass man nicht erfriert und sich auch mal mit den Händen an den vereisten Steinbrocken festhalten kann, fühlen wir uns wie Mount Everest Erstbesteiger. Hier oben haben die Felsen eine bizarre Schicht aus Eis und Schnee, die im Wind gefroren ist.

Lassen Peak Lassen Peak

Nach insgesamt 2,4 Meilen sind wir am Ziel: 3.189 Meter - Bergheil! Es findet sich ein windgeschütztes, trockenes Plätzchen um Brotzeit zu machen und die gigantischen Weitblicke bis zum wunderschönen Mount Shasta zu genießen. Der Lassen Peak ist der größte Lavadom-Vulkan (auch bekannt als plug dome) der Erde und der südlichste Vulkan der Kaskadenkette. Schall und Rauch - es hat sich wahrlich gelohnt. Nach 3 Stunden und 22 Minuten, 4,76 Meilen, sind wir wieder am Auto.

Lassen Peak


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Den letzten Hike zu den Kings Creek Falls haben wir aus Zeit- und Motivationsgründen abgesagt. Aber diesen Missstand werden wir morgen pulverisieren. Alternativ gibt es in Redding einen Kaffee, auch nett. In der Stadt war es heute sehr warm und wir bemerken, dass die Klimaanlage in unserem Zimmer nicht funktioniert. Außerdem war die Baustelle sehr laut. Ich ziehe los und besorge uns ein anderes Quartier. Also alles einpacken und Umzug! Doch schon bald sitzen wir auf der Terrasse des Restaurants. Nach den Anstrengungen des Tages schmeckt das Bier besonders gut. Anschließend gibt es ein gutes Fläschchen Wein, Poke und Short Ribs; ein krönender Abschluss des Tages.





Dienstag

Die Überschrift im Tagebuch lautet Wasserfälle! Wunderbar, nach den Felsen, Geysiren und Gipfeln wieder etwas anderes. Wir sind um 7.15 Uhr auf der Interstate 5, die gleich in der Nähe unseres Hotels verläuft. Die Sonne scheint und mit 17 Grad Celsius ist es erneut angenehm warm. Entlang des Lake Shasta wird es kurvenreich, doch bald nehmen wir den Exit 736 auf die CA 89 South nach McCloud. Wir erreichen den Shasta Trinity National Forest und kurz darauf biegen wir rechts in die Fowler Public Camp Road ab zu den Lower McCloud Creek Falls. Nach 0,6 Meilen halten wir uns rechts auf die Lower Falls Road, den Trailhead zu den Lower Falls erreichen wir nach 1,3 Meilen. Hier im Wald ist es kühl, es hat nur noch 4 Grad. Ein paar Fischer gesellen sich dazu, meinten aber, dass sie nicht ernsthaft fischen wollen. Sie haben die Angel gesetzt und waren dann aber gleich wieder weg.

Die McCloud Creek Lower Falls liegen praktisch direkt neben dem Parkplatz bzw. an dessen Einfahrt. Eine kleine Besucherterrasse sorgt für Durchblick. Eine Treppe führt hinunter und man kann bis zum Rand auf den Felsen gehen. Die Fälle sind ganz nett, aber von den Socken reißt es uns nicht. Der Trail führt zunächst geteert und flach flußaufwärts. Nach 0,6 Meilen sind wir am Camp Ground, das Frühstück wird leider nicht für uns zubereitet. Wir halten uns rechts am Ufer und am Ende des Campingplatzes geht es nun ungeteert, aber nach wie vor ohne Steigung durch den Wald weiter.

McCloud Creek - Lower Falls

Nach insgesamt einer Meile kommen die Middle Falls in Sicht, die wir nach 1,2 Meilen erreichen. Dieser Wasserfall ist fast spektakulär. Auf breiter Front stürzt sich das Wasser in feinen Fäden in die Tiefe. Wie ein Schleier verhüllt er das Felsmassiv im Canyon, der für den Sturz verantwortlich ist. Leider spitzt die Sonne in die Linse, aber versteckt hinter einem Baum auf den Auslöser drücken gibt schon ein paar Bilder.

McCloud Creek - Middle Falls

Der Trail führt nun in einer Serpentine nach oben, um den Middle Fall zu überwinden und die Höhe für die Upper Falls zu gewinnen. Es geht weiter oben am Hang entlang mit Blick auf den McCloud Creek. Nach 1,9 Meilen sind wir an den Upper Falls. Ein Kanonenrohr übergibt nach Anlauf das Wasser der Luft. Wie aus einem überdimensionalen Feuerwehrschlauch ergießt sich das Nass in die Tiefe. Auch nicht schlecht. Wir klappern noch alle Viewpoints ab und gehen dann zurück. Eine Stunde und 40 Minuten, 3,94 Meilen, Spaziergang mit drei Wasserfällen, das war nicht anstrengend und schön.

McCloud Creek - Upper Falls


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Wir fahren die CA 89 weiter und 36 Meilen später kommen wir am Lake Britton vorbei und bald sind wir am McArthur - Burney Falls State Park; rechts abbiegen und 10 Dollar Eintritt zahlen. Es ist nur ein kurzes Stück bis zum Viewpoint. Zwei große Wasserfälle und an den Seiten läuft überall das Wasser die bemoosten Felswände hinunter. Ein toller Anblick.

McArthur - Burney Falls State Park

In Serpentinen folgen wir dem geteerten Trail hinunter zum Fuß der Fälle und zum Falls Loop Trail. Bemooste Lavafelsen stützen den Hang, das sieht etwas eigenartig aus, - wie aufgestapelte Alien-Eier. Nach 0,5 Meilen überqueren wir den Burney Creek und gehen auf der anderen Seite zurück. Bevor die Fälle wirklich fallen, geht es über eine Brücke zurück auf die richtige Seite und nach knapp 1,2 Meilen sind wir am Auto.

McArthur - Burney Falls State Park


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Der Tag ist noch jung, angestrengt haben wir uns auch noch nicht, also analysieren wir die GPS-Routen. Mit Tankstopp - war notwenig, kostete aber auch 4.27 USD pro Gallone - sind wir wieder im Lassen Nationalpark und nach 60 Meilen ab McCloud am Kings Creek Trailhead. Links und rechts des Lassen Peak Highways sind Parkbuchten, aber der Platz ist nicht so reichlich, dass es für die Hauptsaison reicht - nur meine Prognose.

Auf der Abhangseite des Kings Creek beginnt der Trail an der Brücke, die den Highway über den Bach bringt. Der Trail geht hinunter durch den Wald, doch bald öffnet sich die Szenerie und eine kleine, aber wunderschöne Lichtung mit Wiese und Bachlauf läßt die Sonne hindurch, mitten in unser Herz. So eine schöne Natur!

Kings Creek - Lassen Volcanic National Park

Es geht etwas aufwärts und nach 0,6 Meilen kommt eine Trailkreuzung. Oh, was ist das denn? So etwas haben wir noch nicht gesehen, es beginnt ein One-Way-Trail. Wir gehen die Einbahnstraße nach links - es geht abwärts - und umkurven eine Abbruchstufe. Nach 36 Minuten und knapp 1,4 Meilen sind wir oberhalb der Fälle und ein paar Meter weiter gibt es die Möglichkeit, über Felsen hinunter zu steigen. Wir sind alleine und es wird Zeit für eine kleine Brotzeit! Direkt am Fuße der Kings Creek Falls beobachten wir, wie sich das schneeweiße Wasser über das pechschwarze Lavagestein ergießt. Das ist sehr schön!

Kings Creek Falls - Lassen Volcanic National Park Kings Creek Falls- Lassen Volcanic National Park

Zurück auf dem One-Way-Trail und nun wird gleich klar, warum der Wanderweg so angelegt ist. Am Eingang des Loops sind wir direkt am Ende der Kaskaden. Über fast 50 Meter, so die vorsichtige Schätzung, rauscht das Wasser über die kurz abgestuften Felsen. Das sieht wie ein langer weisser Schleier aus, der den Berg herunter weht. Rechts neben den Cascades geht es schmal bergauf, teilweise in Stufen. Der Rückweg war 0,3 Meilen kürzer, da er den Trailhead direkter ansteuert. Dafür ist die Steigung bei den Kaskaden etwas knackiger. Nach 2,1 Meilen schließt sich der Lollipop.

Kings Creek Cascades - Lassen Volcanic National Park


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Insgesamt waren es dann 2,54 Meilen schönste Natur! Gut, dass wir uns noch dafür entschieden haben.

In Redding erwarten uns 32 Grad Celsius und eine noch heißere Dusche. Da das Cattlemen's ausgebucht war (20 Minuten Wartezeit) gehen wir ins Logan's Road House. Caesars und Rippen waren fantastisch, das Ambiente weniger.





Mittwoch

20 Grad Celsius noch vor 8 Uhr, danke Kalifornien. Wir befinden uns wieder auf der Interstate 5 nach Norden. Am Exit 726, Soda Creek Road, geht es raus, nach links unter der Autobahn durch und ich schieße sofort geradeaus in eine Einfahrt in den Wald, die weiter hinten abgesperrt ist. Das ist unser Trailhead, aber hier ist parken verboten. Also rückwärts wieder raus und am Anfang der Auffahrt in die I-5 Süd ist am Rande eine Möglichkeit. Aber keine gute, denn der Tahoe steht mit zwei seiner vier Füße auf der Einfahrtsspur. Auf der Abfahrt von der Interstate ist aber ein guter und sogar ausgewiesener Parkplatz. Also Rückwärtsgang rein, in die Abfahrt geschossen und geparkt. Alles gut gegangen, aber wohl keine Aktion zum Wohle der Verkehrssicherheit. Aber was tut man nicht alles für einen guten Hike. Die Bergschuhe stehen bereit und los!

Die Bergschuhe stehen bereit

Wir passieren die Schranke und gehen nach links in den tiefen Wald, so geben es die GPS-Daten vor. Es geht bergauf und wir sind noch guten Mutes. Nach zirka einer Meile wird die gute Stimmung unterbrochen. Es gibt ein Problem! Der Weg ginge weiter auf dem Pacific Crest Trail (P.C.T.) Nord, aber der ist hier gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert, - einmal, aber leider nie wieder. Ich nehme vorweg, dass wir einen Umweg von 2,12 Meilen gehen und einige Trailkreuzungen passieren, an denen wir nur vage abschätzen können, welcher Weg uns wieder zurück auf den geplanten Trail führt.

Anstatt die Kettlebelly Ridge nach rechts zu überschreiten, umgehen wir sie nun auf deren linken Seite. Nach 1,6 Meilen halten wir uns in Richtung des Campgrounds und nach 2 Meilen bleiben wir nach einem Wassertank auf der Road und biegen nicht links zum Campground ab. Nach 2,8 Meilen nehmen wir den Bob's Hat Trail, der nach 3,2 Meilen rechts hoch geht. Eineinhalb Stunden sind vergangen und wir haben das erste Mal einen Blick auf unser Ziel, den Castle Dome und die Crags. 3,8 Meilen, endlich Sicherheit, der Crags Trail ist angeschlagen, es geht nach rechts. Und nach 4 Meilen sind wir an einer Trailkreuzung, an der es rechts zur Interstate und links zum Castle Dome geht. Hier wären wir wohl, gut zwei Meilen kürzer, angekommen.

Castle Crags and Dome [Castle Crags Wilderness]

Nun gut, wir sind froh, dass wir mit unseren Richtungsprognosen immer richtig lagen und nehmen nun, nach 4,9 Meilen, die Felsen in Angriff. Links führt ein Trail zu den Indian Springs, wir gehen gerade aus. Nach 5 Meilen ist es vorbei mit gepflegten Waldwegen und Forststraßen, wir sind in der Castle Crags Wilderness im Shasta Trinity Forest. Der felsige Aufstieg gibt zunächst den Blick auf den Mount Shasta frei.

Castle Crags and Dome [Castle Crags Wilderness] Castle Crags and Dome [Castle Crags Wilderness]

Der Trail wird immer steiniger und steiler, die Sicht immer besser. Der Dome thront nun vor uns und sieht aus wie die Rückseite des Half Dome im Yosemite Nationalpark. Bald sind wir auf dem Plateau und steigen nun in Sandrinnen durch die Vegetation. Und nach knapp 6 Meilen in 3 Stunden sitzen wir staunend mitten in einem Amphitheater aus Fels. Diese Berglandschaft ist herrlich. Die Krallen ragen in den strahlend blauen Himmel, ein tiefe Schlucht zieht sich nach Nordwesten in die Castle Crags. Im Hintergrund thront der geschliffene Dome und bringt Ruhe in die Szenerie. Leider versperrt er aber auch die Sicht auf den Mount Shasta. Hier, auf 1.427 Metern ü.NN, pfeift nun ein kalter Wind durch alle Poren. Jacken an!

Castle Crags and Dome [Castle Crags Wilderness] Castle Crags and Dome [Castle Crags Wilderness]

Als das Zeichen zum Aufbruch gekommen ist, wollen wir mal schauen, ob wir anders zu unserem Auto kommen. Wieso fällt mir jetzt der Text zum Pink-Song "Try" ein? Gotta get up and try, try, try! Nach einer Stunde erreichen wir erneut die entscheidende Kreuzung. Bei ausgedehnten und etwas anspruchsvolleren Wanderungen sollte man sich immer die Frage stellen, ob man wieder ohne größere Probleme zum Trailhead kommt. Wenn wir also nun Richtung Interstate laufen und die Sperrung nicht passieren können, dann müssen wir wieder zurück und den Hinweg benutzen. Wir sind noch gut drauf, also: TRY!

Wir gehen nach 8,8 Meilen links zum Root Creek Trail, der gleichzeitig der Pacific Crest Trail nach Norden ist. Und nach 9 Meilen steht das befürchtete Schild: P.C.T. to Soda Creek closed! Der echte Bayer begegnet solchen Herausforderungen mit einem "A geh, des ziang ma jetzt durch". Einige hundert Meter weiter lichtet sich der Wald und ein gelbes Monster bewegt sich durch die Lichtung. Aha, ein Bagger! Als der Fahrer uns sieht klettert er gleich aus seinem Gefährt, funkt etwas 100 Meter weiter nach unten, dort, wo mehrere Arbeiter und Maschinen werkeln, und kommt uns entgegen. Ich schau mal blöd auf mein GPS und erkläre ihm, dass unser Auto am Trailhead Soda Creek steht. Er war nett und verständnisvoll und schickt uns die Baustelle runter. Auf dem Weg kommt uns der Vorarbeiter gezielt entgegen. Er weiß Bescheid, erklärt uns, dass wir der Forest Road am Ende der Baustelle nach rechts folgen sollen. Das wäre unser Weg. Danke Leute!

Frohen Mutes schlendern wir in dem nun flachen Terrain auf der neu errichteten Straße nach Süden. Wieder im Wald erscheint nun aber eine andere Farbe als Grün und Braun. Etwas rotes leuchtet durch die Bäume. Trari-Trara, die Feuerwehr ist da und löscht gerade einen Waldbrand. Es war nichts Großes und Flammen waren auch keine mehr zu sehen. Die jungen Burschen der Firefighter begrüßten uns herzlich und waren wahrscheinlich froh, dass alles vorbei ist. Kurz darauf, nach insgesamt 9,6 Meilen in 5 Stunden und 18 Minuten, sind wir wohlbehalten am Auto. Cool!



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Nach dem Starbucks-Kaffee fahren wir noch zur Sundial Bridge. Das ist ein sehr schönes Bauwerk, aber gefährlicher als unsere heutige Wanderung. Wir überqueren die Brücke und auf dem Rückweg haut es mich um und ich liege längs am Boden. Was war passiert? In Gedanken habe ich ein Spannseil übersehen und bin mit dem Kopf voll dagegen geknallt. Kein Blut, nix, nur das Gleichgewicht verloren, keine Panik!

Sundial Bridge [Redding]


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Schön war es in Redding und Umgebung! Nein, es war sehr schön!





Donnerstag

Heute ist Fahrtag, wir siedeln nach Elko, Nevada, über. Als wir unsere Reise um 7.15 Uhr auf der CA 44 nach Osten beginnen, hat es noch 70 Grad Fahrenheit. Wir hätten das mehr genießen müssen, denn bald wird sich das dramatisch ändern. Ein Tankstopp für 4.25 USD die Gallone, entlang der Landstraßen ist es in Kalifornien besonders "schlimm". Nach 106 Meilen erreichen wir die CA 36, die uns über Susanville und die 395 endlich raus aus den ausgedehnten Wäldern des Lassen National Forest führt. Die nun weitsichtige Strecke führt an den Diamond Mountains und am Honey Lake entlang und nach 180 Meilen sind wir in Nevada.

3,5 Stunden unterwegs, in Reno endlich die Interstate 80. Entlang des Truckee Rivers, die Bäume links und rechts des Ufers leuchten knallig gelb, kommen die ersten roten Felsen. Tankpause und eine Brotzeit im Subway, die Gallone Regular ist hier um 1.50 Dollar billiger als in Kalifornien über Land. Die Interstate führt entlang des Humboldt Rivers und wir erreichen Winnemucca. Kurz vor Elko erreicht die Interstate einen Tunnel. Warum ich das erwähne? Das ist für die USA eher eine Seltenheit! Anschließend begleiten tolle Felsen und Steinpyramiden unsere nun bergige Fahrt.

Nach 489 Meilen in 9 Stunden erreichen wir unser Ziel. Ein Kaffee muss her, also auf in den Starbucks. Im Hilton Garden Inn, es liegt am Dorfrand neben einem Campingplatz, bekommen wir ein großes Zimmer. Das Abendessen im hoteleigenen Garden Grill war in Ordnung.





Freitag

Das Frühstück war gut, nur der Kaffee war so dünn, dass man keine Milch brauchte. Die angekündigte Kaltfront hat uns erreicht und wir werden bis Scottsdale damit leben müssen, soviel vorweg! Es hat minus 3,3 Grad Celsius.

Wir nehmen den Lamoille Highway zum gleichnamigen Canyon. Rechts wird der Ruby Dome bereits von der Morgensonne angestrahlt. Und dann bringt uns die geteerte Forest Road 660 zwölf Meilen tiefer in die Schlucht. Die Jäger sind bereits unterwegs und lauern mit ihren Ferngläsern auf Beute. Die Straße endet direkt am Trailhead und wir parken sofort nach der hinteren Einfahrt, da hier unser heutiger Weg beginnt.

Der Ruby Creek Trail führt anfangs gemächlich nach oben. Aber bereits nach einer Meile liegt Schnee im Weg. Ein paar Spuren begleiten uns. Nun geht es in Switchbacks hoch, teilweise durch kleine Waldstücke und denen auch Wasserquerungen folgen. Die sind jedoch alle problemlos und trockenen Fußes möglich. Immer höher geht es hinauf und Schneeverwehungen sorgen für reichlich weiß. Wir lassen uns weder irritieren, noch entmutigen und dringen immer weiter in den Lamoille Canyon vor. Nach 1,5 Meilen erreichen wir eine kleine Mesa. Die Wiese führt etwas nass, aber flach hinaus in die Hochebene, in der die Dollar Lakes liegen. Endlich verlässt uns der Schatten und wir machen nach zwei Meilen eine kleine Pause und genießen auf einem Baumstamm sitzend den Sonnenschein.

Dollar Lakes - Ruby Mountains [Lamoille Canyon] Dollar Lakes - Ruby Mountains [Lamoille Canyon]

Etwas weiter oben sind wir nach 2,2 Meilen am großen Lamoille Lake. Wir gehen das kurze Stück runter zum Ufer und finden tolle Viewpoints. Der See liegt ruhig und fast starr da und ist auf drei Seiten eingerahmt von den mächtigen Ausläufern des Snow Lake Peaks und des Mount Fitzgerald. Es ist wunderschön hier. Majestätisch liegt der See vor den Felshängen und spiegelt sie in der Sonne. Der Blick über die linke Schulter hinauf zum Liberty Pass lässt jedoch nichts gutes erahnen.

Lamoille Lake - Ruby Mountains [Lamoille Canyon]

Es gibt bereits anfangs Probleme, um den Trail nach oben überhaupt zu finden. Gott sei Dank entdecken wir eine einzige Spur, die uns anschließend weitere Orientierung gibt. Wir beginnen das Abenteuer! Es ist teilweise hart, aber Abkürzungen über schneefreie Felsen erleichtern immer wieder etwas den Aufstieg. Der Blick zurück eröffnet die gigantische Bergwelt und den mächtigen Canyon. Unten liegt ungestört der Lamoille See. Der Snow Lake Peak hat einen Arch. Er dürfte durchaus nicht klein sein, jedoch aus dieser Entfernung ist er gerade noch zu erkennen.

Ruby Creek Trail - Ruby Mountains [Lamoille Canyon]

Nach gut 3,4 Meilen haben wir uns auf den Liberty Pass hochgekämpft. Wir sind auf 10.414 Fuß, das sind immerhin 3.174 Meter, also fast 200 Meter höher als die Zugspitze. Die Sonne strahlt mit uns um die Wette, der Rundblick hier oben ist einfach fantastisch. Auf der Südseite sind unsere weiteren Ziele auszumachen. Liberty Lake und Castle Lake sind praktisch eingeschneit, der Favre See ist noch weiter unten in einer Senke versteckt. Der Trail ist erkennbar, da er sich wie ein weißes Band durch die Natur schlängelt; zugeschneit und zugeweht! Die Orientierungsspur ist verschwunden und wir treffen die Entscheidung, hier umzukehren.

Liberty Pass am Ruby Creek Trail - Ruby Mountains [Lamoille Canyon]


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Der Abstieg in 2,5 Stunden endet mit Ärger. Zwei junge Menschen mit vier 4 Kötern auf einem Felsen neben dem Trail. Typisch für die heutige Zeit! Ich will nicht ausführen, was ich gerne in der Hand gehabt hätte. Nach 5 Stunden und 18 Minuten stehen wir nach 6,84 Meilen wieder am Auto. Nach einer sehr kleinen Pause sind wir uns einig und stehen nun am anderen Ende des Parkplatzes. Auf der anderen Straßenseite ist der Island Lake Trailhead. Wir haben den, soweit von unten ersichtlich schneefreien Trail bereits bei der Anreise entdeckt.

In langen Serpentinen kommen wir sukzessive nach oben. Auf dem Weg ein weiterer Besitzer von zwei Hunden. Jedoch hat der Mann die Hunde offensichtlich gut erzogen und im Griff. Wir haben uns dafür bedankt! Nach einer Meile erreichen wir eine kleine Mesa und anschließend eine Brücke, die über einen Zufluss zum Lamoille Creek führt. Das Wasser kommt aus dem Island Lake. Der Bach ist an der Oberseite gefroren, kurze Absätze sind mit einem Vorhang aus Eiszapfen bedeckt.

Island Lake Trail - Ruby Mountains [Lamoille Canyon]

Anschließend geht es nach links weiter hinauf. Die Serpentinen folgen in kürzeren Abständen. Oben queren wir noch einmal den Creek und nach 1,7 Meilen sind wir am Ziel. Der See hat eine kleine Insel, die das Überbleibsel eines Lavadomes sein dürfte. Er liegt sehr idyllisch und ist wie ein Amphitheater von Bergwänden umgeben. Diese Idylle stören eigentlich nur zwei weitere Hunde, die erst auf unsere Aufforderung hin zurückgehalten wurden.

Island Lake - Ruby Mountains [Lamoille Canyon]


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Nach kurzer Pause geht es zurück - knapp zwei Stunden und 3,48 Meilen später stehen wir am Auto. Ein anstrengender und schöner Tag geht mit einem guten Abendessen im Garden Grille zu Ende.

Vor 30 Jahren war mir Elko kein Begriff. Vor 20 Jahren dachte ich an eine Wüstenstadt, die man am besten links liegen lässt. Vor 10 Jahren war ich der Meinung, dass man schon mal dort übernachten kann, wenn man die Strecke Reno bis Salt Lake City nicht in einem Rutsch fahren will. Heute weiß ich, dass Elko ein „Bergsteigerdorf“ ist.





Samstag

Nachdem wir gestern ziemlich fertig waren, hüllte uns der Schlaf gleich 9 Stunden ein. Wir brauchen einen kleinen Break und haben uns entschlossen, den heutigen Hike auf morgen zu verschieben. Die Wanderung in Salt Lake wäre massiv in die Höhe gegangen, was auf Basis der derzeitigen Wettervorhersage nicht machbar ist. Aber gut, nun auf nach Salt Lake City! Es sind momentan nur ein paar Meter, die wir vorwärts kommen, denn wir müssen noch einkaufen. Gut, dass fast unmittelbar neben dem Hotel ein Albertson ist. Anschließend pflanzen wir uns auf die Interstate 80, um weiter nach Osten zu gelangen.

Nach 110 Meilen sind wir in Utah. Exit 4, Bonneville Speedway, - und ab! Auf der Salt Flats Road geht es kurz nach Norden über den ausgetrockneten See. Das ist der Grund, warum das Gebiet zur Great Salt Lake Desert gehört. Mitten in diese Salzwüste führt nach rechts die Bonneville Speedway Road. Nach 20 Meilen ist Schluß, kein Racetrack, sondern Wasser. Auch schön!

Bonneville Speedway Bonneville Speedway

Die Interstate verläuft mitten durch die überflutete Salzwüste. Neben der Straße spiegeln sich die umliegenden Berge im Wasser. Als wir den noch kartographierten Great Salt Lake erreichen, kommt unsere Abzweigung zur geplanten Wanderung auf Stansbury Island. Hart bleiben, nach Salt Lake City fahren, Starbucks Brühe trinken, im Hotel parken, denn das Zimmer ist noch nicht fertig, und dann Sightseeing. Unser kleiner Spaziergang durch die Stadt stoppt in einem Einkaufszentrum, dem City Creek Center. Wir besuchen Apple und ein paar andere Stores und machen uns dann über die South Temple auf zum Gateway, dem nächsten Einkaufszentrum. Aber hier ist kaum mehr ein Geschäft offen, vieles verwaist, nur im Ground Floor noch ein paar unbedeutende Geschäfte, die nichts haben, was wir brauchen könnten oder was gefällt.

Wir sind zurück im Hotel und bekommen eine tolle Suite im 9. Stock. Der Blick reicht weit über die Stadt zur Wasatch Range, sehr schön! Auf dem Weg zum Market Street Grill, ein empfehlenswertes Restaurant, begegnen wir vielen Halloween-Verrückten. Der Samstag vor Halloween ist Party-Tag und zwar für Groß und Klein.

Salt Lake City



Sonntag

Dass heute schlechtes Wetter ist, war klar. Dass aber Salt Lake City weiß ist, war so nicht prognostiziert. Um 6 Uhr, nach einem Blick aus dem Fenster, drehen wir uns deshalb noch einmal um. All hikes canceled! Nach dem guten Frühstück, es schneit weiter, fällt uns nichts besseres ein, als nach Park City in ein Outlet zu fahren. Winterliche Straßenverhältnisse, aber die Interstate ist geräumt. Nachdem wir den Parleys Summit auf 2.130 Meter überwunden haben, ein kurzes aufblitzen der Sonne und weiterer Temperatureinbruch. Wir stehen nun mitten im Outlet, es schneit wieder, und warten, dass die Geschäfte öffnen. Um 11 Uhr, es ist ja Sonntag, ist es soweit. Zwei Stunden und weniger Geld später verlassen wir Park City. Aber es ist noch nicht vorbei!

Jetzt sind wir in der Fashion Place Mall südlich von Salt Lake City und die Corner Bakery hat einen guten Kaffee und einen fantastischen Kuchen. Wir besorgen anschließend die letzten Dinge und waren nach insgesamt 5 Stunden wieder im Hotel. Den Abend verbringen wir erneut im Market Grill; heute war es aber nicht so gut wie gestern. Passend zum Tag also. Der erste schlechte Tag nach fast zwei Wochen, das passt schon. Aber ab sofort wird kein Tropfen, auch kein gefrorener mehr den Boden, den wir betreten, berühren.





Montag

Salt Lake City ist kalt, es hat minus 4 Grad Celsius. Aber - und das ist viel wichtiger - die Sonne strahlt! Und sie strahlt die nun tief verschneiten Berge an, die uns auf unserer Fahrt nach St. George auf der Interstate 15 begleiten. Nachdem wir die riesigen Felswände des Zion Massivs passiert haben, nehmen wir nach 285 Meilen den Exit 23 bei Leeds.

Unmittelbar nach der Ausfahrt ginge es nach rechts in die Silver Reef Road zur Yant Flat. Wir fahren aber links, unter der Interstate 15 durch und dann nach rechts auf die UT 228 S, die gleichzeitig die Mainstreet und die Old Highway 91 von Leeds ist. Nach exakt 3,5 Meilen ab der 228er geht es in eine namenlose Straße, die durch zwei sehr, sehr schmale Tunnel unter der Autobahn hindurch führt. Nach der Durchfahrt links, wir queren den Harries Creek, und anschließend folgen wir der Straße bis zum Ende. Wir sind in der Red Cliffs Recreation Area, zahlen Eintritt, und nehmen die Einbahnstraße bis zum nördlichen Ende des Campgrounds. Hier ist der Trailhead zum Water Creek Canyon. Die roten Felsen rings um uns herum erschlagen uns förmlich. Riesig und schön, in der strahlenden Sonne leuchtend, stehen sie da. Herrliche Kontraste entstehen durch die herbstlich gelb gefärbten Blätter der Espen.

Water Creek Canyon [Red Cliffs Recreation Area - Dixie National Forest]

Fast gemütlich führt ein sandiger Trail in den Water Creek Canyon. Die Felsen werden durch Wüstenlack etwas dunkler. Bald verengt sich der Canyon und nach einer guten halben Meile treffen wir auf den ersten Dryfall. Rote Gesteinswellen ziehen sich die Canyonwände nach oben. Dort, wo ab und zu Wasser fließt ist der Boden fast weiß und teilweise so geschliffen, dass man denken könnte, er wäre lackiert. Der erste Absatz hat 4 bis 5 Meter Höhe. Auf der rechten Seite sind sogenannte Mokisteps, die an einer Schräge hinaufführen. Nicht so einfach und auch nichts für Angsthasen. Gott sei Dank ist ein Seil montiert, das einen nach oben begleitet und Sicherheit gibt. Es war nicht schwierig, aber ich mit meiner Höhenangst konnte nicht nach unten schauen. Voll konzentiert, was man auch sein sollte, schaffe ich es.

Water Creek Canyon [Red Cliffs Recreation Area - Dixie National Forest] Water Creek Canyon [Red Cliffs Recreation Area - Dixie National Forest]

Ein Dryfall folgt dem nächsten. Der Letzte, vielleicht war es auch der Vorletzte, braucht einen Ast, der als Aufstiegshilfe dient. Das sieht ziemlich harmlos aus, macht aber auf dem Rückweg durchaus Probleme. Der Untergrund ist spiegelglatt, man rutscht hinunter und muss sehr aufpassen, damit man mit den Sohlen den Ast trifft. Nach 1,2 Meilen sitzen wir an einem Abzweig, der momentan ein sonniges Plätzchen für eine Pause bietet. Dann geht's weiter nach links und noch 0,2 Meilen in den Canyon hinein. Eine kleine Slot Passage ist die Belohnung dafür.

Water Creek Canyon [Red Cliffs Recreation Area - Dixie National Forest] Water Creek Canyon [Red Cliffs Recreation Area - Dixie National Forest]


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Nach 2 Stunden, es waren 2,8 tolle Canyon-Meilen, sind wir wieder am Trailhead. Das war wirklich klasse!

Wir fahren die UT 318 am Quail Creek State Park vorbei und genießen die schöne Gegend. Dann geht es über die Hurricain Route, UT 9, zurück zur Interstate und ins Hotel. Das Abendessen im Rib & Chophouse, es liegt direkt gegenüber dem Hotel, in dem wir schon oft waren, war wunderbar!


Fortsetzung folgt ...



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« Where roads end, your hiking trail begins! »

Monika Zehrer    Fritz Zehrer