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+++ Beams [2003] +++
Reisebericht (Tag für Tag USA pur)
Mahlzeit, liebe USA-Freunde! Ich habe gerade ein Steak hinter mir, das nicht schlecht war, - für Flugzeugessen zumindest. Nicht schlecht war auch der Start, den der Lufthansapilot mit seiner Boing 747-400 soeben hinlegte. Technisch nicht nur einwandfrei. Nein, - viel besser war sein Verständnis dafür, dass man nach drei Wochen USA-West doch noch einen Höhepunkt zum Abschluss braucht. Hat er doch tatsächlich eine Schleife über unserer Lieblingsstadt San Francisco hingelegt, die sich gewaschen hat. Eine Stadtrundfahrt in der 794.000-Menschen-Metropole wäre nicht interessanter gewesen. Wir kreisten von den Twin Peaks über die Golden Gate und die Stadt. Echt geil, würde die Jugend von heute sagen! Gut, dass wir auf der richtigen Seite (rechts) sitzen. Unglaubliche Bilder! Ich weiß nicht, wie es Schriftsteller machen. Suchen die zuerst den Titel oder schreiben Sie den Roman und dann... Es hat sich bei mir die letzten Jahre eingebürgert, dass ich den Reisebericht immer nach einem Höhepunkt benannt habe. Und mit dieser Tradition möchte ich auch dieses Mal nicht brechen. Dieser Bericht hätte demnach viele Titel haben können: The Wave II, Bryce, die Canyons-Highway 12, WarumDieAmisNichtAutoFahrenKönnen, UndWarumSieFressenWieDieSchweine, und, und, und ... Nein, so nicht: Ich nenne ihn Beams. Und was Beams sind, wo es sie gibt und wie sie aussehen, das erfahrt Ihr selbstverständlich exklusiv in diesem Reisebericht bzw. auf den Bildern dazu. So, jetzt aber genug geplaudert. Let´s go west! Freitag Irgendwie wurde seit letztem Jahr der Flugplan geändert und so waren wir erst um 17.30 Uhr in San Francisco. Dank der Priority-Aufkleber, die uns der Einchecker in München verpasste, waren unsere Koffer ungemein schnell. Und auch die Einwanderung war im Nu erledigt. Wir waren schon auf dem Weg zu Alamo, als sich die ersten Schlangen bei der Einwanderungsbehörde auftaten. Nach insgesamt 50 Minuten saßen wir im Auto (Mitsubishi Galant in weiß, na und?). Das Novum war aber, dass man nun keinen Wagen mehr zugewiesen bekommt. Sie stehen nach Kategorien sortiert (also z.B. FullSize oder Intermediate) im Parkhaus und du kannst dir eines aussuchen und wegfahren. Mich hat bereits beim Einsteigen der erste Schlag getroffen. Dickes und fettes Nichtraucherzeichen, keine Aschenbecher, - also auf zum Nächsten. Gleicher Mist, - alle, alle, alle ... That´s California, the sunshine and non-smoker State. Wie ich das hasse. Aber es gibt für alles eine Lösung, die wir aber nicht verraten (nur soviel: am letzten Tag haben wir uns ein Spray gekauft, das aus einem Raucherauto einen Vanille-Laden machte, das Nichtraucherzeichen muss in der Hitze der Canyons geschmolzen sein, ...). Kein Wunder nach 8.988 Kilometer, sorry 5.586 Meilen! Samstag Roxanne´s Cafe liegt in der Nähe des Alamo Square und hat uns bereits 1994 die ersten Cholesterinbomben serviert. Der Kaffee ist seither schon besser geworden, ehrlich, und die Eier sind allemal gut. Neben Burger braten, können Sie auch die Eier in allen Variationen kochen, die Amis. So frisch gestärkt, fahren wir erst mal mit der Cable Car zur Lombardstreet. Es gibt Touristen, die stellen sich an den Endhaltestellen an und es gibt andere, die catchen so ein Cable-Teil im vorbei fahren. Nun gut, ganz so verwegen ist es nicht. Aber an den Haltestellen bekommt man eigentlich immer einen Platz, den der Grippman noch frei hat. Ich war der Front-Mann auf der rechten Außenbalustrade und so mancher Außenspiegel der parkenden Auto war in Gefahr. ![]() Natürlich sind wir nicht irgendwo auf der langen Lombard, sondern auf dem Teil, den sie als krümmste Strasse der Welt bezeichnen. Wir steigen auf und wieder herunter. Der Blick schweift zum Coit-Tower, der unser nächste Ziel ist. Und hier oben, wenn Sie nach der steilen Bergwanderung wieder Luft bekommen haben, wird ihnen der Atem erneut genommen. Der Blick reicht über Little Italy, die Wolkenkratzer, bis hin zur Golden Gate. Am Fuße dieses Berges liegt Little Italy und natürlich das, allen meinen Stammlesern bekannte Café Trieste. Ein Cappuccino muss es einfach sein. Wir sitzen im Garten, der Fußweg ist gemeint, und lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. Rauchen outside ist erlaubt, keine Frage. Und so schmeckt der sowieso, zumindest für amerikanische Verhältnisse, gute Kaffee noch besser. Wir haben Kontakt zu Einheimischen. Zwei Straßenbewohner gesellen sich zu uns. Zuerst ein Penner, der sich anschließend als verkappter Manager erweist, hat er doch einen Taschenrechner in seinem Haushalt. Er benutzt ihn auch und ich hätte gerne gewusst, was er da rechnet. Und dann eine Anwohnerin, die ganz glücklich darüber ist, dass akurat heute ihr Nachbar auszieht. Lou's Blue Bar liegt am Fishermans Wharf, hat Tische im Freien, auf denen Aschenbecher stehen und es wird tolle Live-Musik gespielt. Es passt und Hunger hat sich auch inzwischen eingestellt. Frisch gestärkt besteigen wir ein Taxi zum Hotel, um unser Auto zu holen. Wir fahren zum Alamo Square. Alt und neu möchte man das Bild taufen, das dieser Platz bietet. Im Vordergrund stehen die alten Häuser im viktorianischen Stil und im Hintergrund die Downtown mit ihren Wolkenkratzern, die Gott sein Dank nicht New Yorker Dimensionen erreichen, weder in der Höhe, noch in der Quantität. Weiter geht es nach Haight-Ashbury, dem Hippieviertel, das nicht mehr das Flair verbreitet, das es noch vor Jahren hatte. Die Weiterfahrt an die Küste hätten wir uns sparen können, denn es war außer Nebel nichts zu sehen. Wir versuchen unser Glück bei der Golden Gate und werden belohnt. Auf dem Hügel der tausend Blicke (Golden Gate überqueren, Vista-Point rechts liegen lassen, Alexander Av. raus, gleich links wieder auf die 101, durch den kleinen Tunnel und dann rechts den Berg rauf) sind die Pfeiler der Golden Gate Bridge zu sehen. Die Spitzen ragen aus dem Nebel, - die Bilder sind fantastisch. Heute könnten wir mal italienisch essen!? Buca di Beppo (Hudson Street)! Ich kann Euch sagen, das war der Graus. Die Bedienung plappert uns die Speisekarte vor, als wir die Frage verneinten, ob wir schon mal hier waren. Wir dachten schon, warum es Menüs für zwei Personen gibt, und das ihre Empfehlung war. Aber wir wollten kein Menü, viel zu viel und das war der große Irrtum. Nur Insalata Pomodore con chibolle, was auf gut italienisch soviel heißt wie Tomatensalat mit Zwiebel, und dann Spagetti. Bereits beim Tomatensalat waren wir etwas schockiert. Er war ja noch einigermaßen gut, aber die Portion war eher für 6, denn für zwei Personen. Na ja, dann essen wir halt bei der Hauptspeise etwas Gesundes noch mit! Die Hauptspeise war rund einen halben Quadratmeter groß, nun gut etwas übertrieben, aber die Nudeln hätten für mindestens acht Personen gereicht. Und das war das Konzept diese Lokals. Je mehr Leute essen, desto billiger, im Verhältnis, wird es. Auf alle Fälle waren auch die Nudeln echt zum Kot.... übertüncht von Knoblauch .... Sonntag Im Hinterland werden nicht nur die Wolken weniger, sondern es zeigen sich die für Kalifornien typischen gelben Hügel. Mit 85 mph, 70 sind erlaubt, geht es schnurstracks auf der Interstate 5 quer durch die Sierra Nevada, die wir nach 258 Meilen verlassen. Über Bakersfield und den Tehachapi Pass (California 58) kommen wir in die Mojave-Wüste. Der Ort Mojave ist ein Flugzeugfriedhof. Von Boing 737 bis Jumbo Jet ist alles vertreten. Sieht irgendwie gut aus und diese verschiedenen Logos der Fluglinien auf den Leitwerken ergeben ein buntes Bild, das als Kontrast zur Wüste bestens geeignet ist. Eigentlich wollten wir uns den Joshua Tree National Park noch ansehen bevor wir nach Palm Springs fahren, aber das war uns dann zu aufwendig. Nach 7 1/2 Stunden und 500 Meilen sind wir in Palm Springs gelandet. Wir waren noch nicht hier, aber es ist vergleichbar mit Scottsdale (Phoenix, AZ). Wir haben erst mal das Zimmer sofort wieder gewechselt, da uns ein Blick auf den Parkplatz keine 129 Dollar pro Nacht wert war. Das Zweite war dann sehr in Ordnung, aber erst nachdem ich etwas laut geworden bin. Montag ![]() Als wir nach 200 Meilen durch die Nobelherbergen von Indian Wells fahren, planen wir eine Bergwanderung mit der Seilbahn. Unten angekommen und den Preis gesehen (20.80 US $ pro Person), dachten wir an unser Bayern und ans schöne Österreich, wo wir das auch haben können. Aber wir hatten noch etwas in petto für diesen Tag. Am South Canyon Drive, Ortsende von Palm Springs, sind die so genannten Indian Canyons. Wie der Name sagt, liegen diese Canyons auf Indianergebiet. Gut, 12 Dollar Eintritt ist dafür schon etwas happig, aber es hat sich gelohnt. In diesen kleinen Tälern sorgen Quellen dafür, dass ganze Palmenhaine in kleinen Tälern wachsen. Diese Canyons (Andreas-, Murray- und Palm-Canyon) sind gut zu erwandern und die Hikes sind nicht länger als eine gute Meile. Aber man könnte auch, was wir bei dieser Hitze nicht eine Sekunde geplant haben, ins Hinterland wandern. Viel Spaß dabei!! Wir sind dann lieber in den Pool gehüpft, der annähernd Lufttemperaturen hat. Nun freuen wir uns auf unseren ersten fetten Burger in Ruby´s Diner. Er war fantastisch ;-)))) Dann noch ein Bierchen im Las Casuelas. Um 21 Uhr hat es laut Thermometer noch 98 Grad. Dienstag Palms to Pine Highway heißt die Strasse, die sich mit zahlreichen Kurven und Kehren in den Berg frisst. Der Kick Down muss manchmal ran, um wieder Fahrt aufzunehmen. Immer der Sonne entgegen, als ob es nicht schon heiß genug wäre. Wir müssen das klimatisierte Auto verlassen. Einige View-Points öffnen atemberaubende Blicke in das Tal, in dem die Desert-Cities liegen. Wie quadratische Oasen liegen sie uns zu Füssen. In weiter Ferne drehen sich die Windkrafträder immer schneller im Wüstenwind, der erneut Fönstufe 3 erreicht hat. Wir freuen uns auf die Küste, auch in der Hoffnung, dass der Fön mindestens eine Stufe zurück nimmt. Als wir an das Ende der Berge kommen, erwartet uns der Anza Borego Desert State Park. Eine Wüstenlandschaft mit Kakteen, Geröll, einfach lebensfeindlich, aber schön. Die Berge und die Kurven sind vorbei, es beginnt die Sandwüste. Keine Dünen, alles platt. So platt und weit, dass eine Start- und Landebahn eines Flughafens Platz findet. Die Strasse, die von Sandverwehungen bedroht ist, führt schnurstracks zur Highway 86. Wir müssten eigentlich rechts, um die Interstate 8 nach San Diego zu erreichen, aber wir wollen uns noch den großen Salzsee bei Salton City ansehen. Die Küste ist verkrustet, der See noch lange nicht ausgetrocknet. Aber dies ist nur eine Frage der Zeit und dann befindet sich hier, nicht mehr im Death Valley, die tiefste Stelle der westlichen Hemisphäre, 87 Meter below sea level! Über Brawley und El Centro erreichen wir die Interstate. Tempomat rein und los! Es ist nicht zu glauben, am Horizont Wolken. Natürlich haben wir, lieber Gott, über die Hitze geflucht, aber schlechtes Wetter wollen wir nicht haben. Dank ausreichender Sehkraft ist aber bald festzustellen, dass das Wolkengebiet sehr begrenzt ist. Waldbrand! Es ist unglaublich, was diese Brände nicht nur am Boden verursachen. Die Wolkensäule ist bestimmt hunderte von Kilometer lang, schraubt sich vom Ausgangspunkt des Geschehens gen Himmel, um dann vom Wind in eine Richtung geblasen zu werden. Wir kommen dem Band ziemlich nahe, wenngleich Details nicht auszumachen sind. Trotzdem sind kleinere Brände unmittelbar an der Autobahn zu beobachten. Schwarze Hügel, die das Inferno bereits hinter sich haben, erhalten die Chance auf erneuerte Natur. Der Himmel ist wieder blau, jetzt haben wir nur die Hoffnung, dass die Küste frei ist. Das ist ja immer so eine Sache, egal, wo man sich am Pazifik befindet. Selbst wenn es im Hinterland die größte Hitze hat, sagt das für die unmittelbare Küstenregion nichts, da die kalten Gewässer ein anderes Klima erzeugen, wenn sie auf die heiße Landluft treffen. Wir haben Glück! Nach 328 Meilen checken wir im Wyndham Emerald Plaza ein. Und wieder erspart uns unsere ADAC/AAA-Karte eine Menge Geld, da es einen triple A Tarif gibt. 30 Dollar pro Nacht günstiger, das ist doch eine Flasche Wein, exzellent! Anschließend setzen wir uns auf einen Kai am Hafen und warten auf den Sonnenuntergang. San Diego's Zivilflughaben liegt mitten in der Stadt an der Küste. Die Flugzeuge donnern ziemlich nahe an den Wolkenkratzern vorbei. Interessant anzusehen. Auf der gegenüberliegenden Coronado Halbinsel liegt der Militärflughafen. Die Sonne verabschiedet sich auf dramatische Art und Weise. Bis morgen! Mittwoch Um 12 Uhr beginnt unsere Hafenrundfahrt. Es gibt eine Nord- und eine Südschleife, sowie die große Rundfahrt, die beide Ecken befährt. Die Südschleife geht gen Coronado-Brücke und die Nordschleife um die Militärstation. Wir entscheiden uns für die Nordschleife und sind nicht enttäuscht. Die Reederei Hornblower, toller Name finde ich, bringt ihren Kutter in Fahrt und wir entfernen uns von der Skyline. Schön liegt sie da, die Stadt, die rund 2,6 Millionen Einwohner hat. Rechts Seaport Village, in der Mitte die Wolkenkratzer, links der Zivilflughafen. Wir kommen den Militäranlagen näher und schon mustert uns ein Schlauchboot, respektive deren Besatzung. Es steigen, natürlich nicht wegen uns, F-16 auf. Eine gespenstische Szenerie, auch vor dem Hintergrund des gerade zu Ende gegangenen Irak-Krieges. Hier ist auch die Heimat der Nimiz, dem größten Flugzeugträger der Welt. Zwei kleinere Verwandte sind festgezurrt. Einige U-Boote und anderes Kriegswerkzeug (F-14, F-18 und Nighthawks-Hubschrauber) kommen in Sicht. Nach einer Stunde war die Bootsfahrt vorbei. ![]() Im Seaport Village gibt es Geschäfte und natürlich etwas zu essen. Der Burger war nicht schlecht! Auf dem Weg zurück ins Hotel kaufen wir noch im Office Depot ein paar Rohlinge, damit die Bilder gleich gesichert werden können und ein Internetkabel (das ich nie mehr gebraucht habe, da jedes Hotelzimmer eines hatte). Mit dem Auto geht es nach La Jolla, einem der schönen Strände (insgesamt sind es 33) von San Diego. Wir beobachten die Wellenreiter, die jedoch nicht die großen Wellen zu bezwingen hatten, die wir vor 4 Jahren gesehen haben. In La Jolla gibt es auch noch ein Hardrock Cafe, das wir selbstredend noch besuchen. Ich bin gespannt, ob die mitgebrachte Sporttasche für die Neuerwerbungen ausreicht. Den Abend verbringen wir im Gaslamp Quarter. Dort gibt es ein TGI Fridays und erfahrungsgemäß sind die Rippen und der Ceasars Salat hier besonders gut. Johny Loves Bar serviert uns schließend noch Bier und Wein. Die Bar ist toll, aber non-smoking of course! Donnerstag Kurz nach Barstow liegt die Ausfahrt zum Death Valley, die wir natürlich nehmen. Der Highway 127 verläuft gespenstisch durch Wüstengegenden. Kein Auto weit und breit, die Geschwindigkeit kann nach oben angepasst werden. Alle paar Meilen wechselt die Landschaft und deren Farben. Die Hauptattraktion in Shoshone ist die Crowbar. Cola aus Gurkengläser und super Burger. Schade, dass wir schon gegessen haben. Tanken ist angesagt. Natürlich sind die Sprit-Preise auf der Prärie unglaublich ($ 2,40 regular pro Gallone). Aber es hilft nichts, keine Alternative. Wer sich einmal von der Natur fönen lassen will, der biegt irgendwann mal links auf den Devil's Golfcourse ab und steigt aus dem Auto. Mitten am Salzsee schwitzen Sie nicht mehr sichtbar, denn der heiße Wind verschluckt sofort sämtliche Schweißtropfen, die aus Ihrem Körper steigen. Nach diesem erneut genossenen Erlebnis biegen wir nach 322 Meilen auf die Highway 190 ab. Wir nehmen wieder Kurs auf Las Vegas. Nicht jedoch, ohne vorher dem Zabriskie Point mit seinen hellgelben Felsen und dem tollen Blick auf das Tal und den Salzsee einen Besuch abzustatten. Wie es dort aussieht, zeigt das angebotene Kurzvideo. So, nun aber genug, wir brauchen kühle Spielcasinos, eine Bar und hektisches Leben. Als wir nach Nevada kommen, müssten wir eigentlich die Uhr vorstellen (Mountain time), jedoch hat Nevada seit einigen Jahren Sommerzeit und ist damit mit Kalifornien sozusagen synchron. Nachdem morgen Independence Day ist, habe ich seit Monaten im Treasure Island ein Zimmer reserviert. Gott sei Dank, denn wie erwartet ist Las Vegas voll. Zu unserer Überraschung bekommen wir eine kleine Suite, zwei Bäder, mit einem riesigen Wohnzimmer in dem das Bett relativ verloren dasteht. Und einen Whirlpool gibt's auch. Na bitte, - und so teuer war's dann auch nicht. ![]() Sollten Sie einen Eiweißschock benötigen, dann ist das Buffet im Mirage das Richtige. Die Shrimps sind geschält und die Futtermaschine kann angeworfen werden und ungestört laufen. Und natürlich haben wir wieder zuviel gegessen. Und nachdem in Las Vegas überall geraucht werden darf, war es an den Bars echt gemütlich. Ein bisschen Pokern nebenbei und schon kosten die Drinks (hurra, es gibt Beck's) nichts bzw. das, was man verliert, hätte locker für die Drinks gereicht <g>. Freitag Zum Abendessen fahren wir mit dem Taxi zum Hardrock Cafe (neben dem Hardrock Hotel). Es ist ziemlich viel los, aber wir haben relativ schnell einen Platz. Die Rippen schmecken fantastisch und der Caesars Salat ist auch ok. Auf der Rückfahrt fragen wir den Taxifahrer, wann und wo heute die Feuerwerke abbrennen. Es glaubt, er hätte gehört ... Es ist wirklich schön, wenn ein Ami im Konjunktiv bleibt, wenn man ihm eine Frage stellt. In der Regel plappern sie ja sehr bestimmt d'rauf los, wobei, und das gehört auch zur Regel, die Auskünfte falsch sind. Also er sagt, was logisch klingt, dass aufgrund der lang anhaltenden Dürre es ziemlich schlecht mit Feuerwerk aussieht. Nun gut, wir werden sehen. Wir schließen uns den Menschenmassen an, die den Strip auf und ab gehen, respektive fahren. Die Mädels hinten auf den Pickups, ein Bier in der Hand und kreischend - ist das nicht auch USA? Just als wir vom Luxor wieder Richtung Heimat gehen, bricht ein Feuerwerk los. Es dürfte am alten Strip sein. Wir finden auf dem Mittelstreifen des neuen Strips Platz und bewundern ein immer wieder gern gesehenes Schauspiel. Über den Hotels bricht die Hölle los. Die Baustelle vor dem Caesars Palace, die bauen wieder gewaltig an, tut ihr übriges, dass es fast zur Quälerei wird, bis wir in unserem Hotel sind. Die Stimmung am Strip wird ausgelassener. Die Mädels trinken nicht mehr, sondern reißen sich inzwischen die T-Shirts ... It's Independence Day! Samstag Der Rundblick über die Stadt lässt erkennen, dass Las Vegas halt nicht nur die Spielcasinos und deren Schlafburgen sind. Die Fläche der Stadt ist Wahnsinn und hier am Tage sind es die Pools vor jedem Haus, die Farbe ins Spiel bringen. Nicht nur die Hitze, sondern in diesem Fall auch der Weitblick verdeutlicht, dass die Stadt mitten in der Wüste liegt. Im übrigen sind wir froh, dass die Klimaanlage des Towers unseren Körper auf Normaltemperatur zurückbringt. Trotzdem haben wir genug von der Wanderung, wir setzen mit dem Taxi zum alten Strip über. Die Las Vegas-Größen vergangener Tage sind inzwischen durch ein Dach verbunden, das sich über den ganzen alten Strip spannt. Abends gibt es hier alle halbe Stunde eine Lightshow, wir haben sie bisher aber nur im Fernsehen gesehen. Düsenjäger donnern durch bzw. über den Strip, die Schallkulisse muss gewaltig sein. Wir gehen ins Golden Nugget, das uns 1994 beherbergte und durch das Horseshoe Casino. Irgendwie modert es hier und auch das Publikum ist nicht mehr taufrisch. Nach dem Essen beginnt um 19.30 Uhr die vorgebuchte Show Mystere des Cirque du Soleil. Unglaublich, was ein Mensch zu leisten vermag. Die Show ist gut, ja beeindruckend, - aber die rund 90 $ ist sie nicht wert. Zum Abschluss gehen wir noch in unser Lieblingshotel, das Venetian, und nehmen einen Drink am Canale Grande. Sonntag Die Spring Mtn. Road, direkt hinter dem Treasure Island, hat unmittelbaren Zugang zur I-15 und so nehmen wir sehr schnell Fahrt auf. An der Grenze zu Arizona, nach 85 Meilen, liegt Mesquite und das Thunderbird Restaurant. Der Kaffee, aber auch die Eier, sind ... bäh. Nach 98 Meilen die ersten Kurven, die uns direkt, jedoch nur kurzzeitig nach Utah (+1 Stunde) führen. Die Ausfahrt nach Hurricane brauchen wir, um über Fredonia und Kanab nach Page in Arizona, unserem nächsten Ziel zu gelangen. In Kanab feiern wir ein Wiedersehen mit dem Motel Sun & Sands, diese Elendsherberge, die uns jedoch vor zwei Jahren die Übernachtung am Straßenrad erspart hatte. Je weiter wir uns von Kanab Richtung Page bewegen, je stärker wird das Wave-Feeling. Und als wir nach zirka 30 Meilen die Abzweigung auf die nicht gekennzeichnete Schotterpiste sehen, würden wir am liebsten den Blinker setzen. Aber noch ist es nicht soweit. Es gilt, nach weiteren 5 Meilen, unsere Permit für morgen zu holen. Die Rangerin ist pampig, als ich ihr die Frage nach der besten Tageszeit für Fotos stellte. Sie waren doch schon dort, war die Antwort. Blöde Kuh, - ehrlich. Ganz am Ende sagte sie dann, dass sie den Morgen empfiehlt, da ja die Wave in westlicher Richtung ausgerichtet sei. Ganz Recht hatte sie nicht, genauer gesagt ist es Nordwesten, was im Endeffekt zu jeder Tageszeit gute Fotos garantiert. Kein Wunder, bei dem Motiv. Wir halten sie in der Hand, unsere Permit, eine von 20, die pro Tag vergeben wird. Die Buchung über Internet, 6 Monate vorher, hat hervorragend geklappt. Gott sei Dank, steht uns doch hiermit einer unserer Reisehöhepunkte bevor. Die schnurgerade Reise nach Page (weitere 40 Meilen) unterbrechen wir, als der Lake Powell in Sicht kommt. Unglaublich, wie viel Wasser abgelassen wurde. Dort, wo noch vor Jahren eine Wasserdurchfahrt war, sind nun die blanken Felsen zu bewundern. Nach 285 Meilen in 5 1/2 Stunden sind wir vor Ort. Das Marriott Courtyard hat für uns eine AAA-Rate (109 $) und unser Zimmer hat Ausblick auf die roten Felsen von Utah, den Glen Canyon Dam und den Lake Powell, - echt stark. Wir fahren nochmals zum See, genießen die Blicke auf die Hausboote und die untergehende Sonne bringt die roten Felsen zum Glühen. Beim Abendessen im wirklich guten Hotelrestaurant glüht unser Körper ebenfalls in Erwartung auf die morgige Tour zur Wave. Endlich!!!!!!!!!!!!!!!! Montag Aber ich zeige Euch noch, wie das begehrte Teil für die Wave aussieht: ![]() Wir stoppen am Canyon Overlook Trail und steigen auf, um den Überblick über das tiefe Tal und die umliegenden, massiven Felswände zu bewundern. Es ist nun schon ziemlich heiß ... tropf, tropf. Hin- und Rückweg dauern jedoch nur 35 Minuten. Den Rest machen wir mit dem Auto, d.h. wir fahren die Panoramastrasse hin und zurück. Obwohl man nicht mehr das komplette Tal eigenständig befahren kann (Shuttle Busse), lohnt sich der verbleibende Teil. Aber ganz ehrlich gesagt, - nach der Wave hält sich das Staunen in Grenzen. Zurück in Kanab decken wir uns mit Eistee und Donuts ein und beschließen, zum North Rim des Gand Canyons zu fahren, den wir über Jakob Lake erreichen. Die Strasse windet sich zum nördlichen Teil dieses gewaltigen Canyons. Jetzt wäre ein Motorrad super. Bereits bei der Einfahrt zum Kaibab National Forrest ein wahnsinniges Panorama. Weite Täler, abrupt beendet durch hohe, rote Felswände. Die ganze Gegend hier ist ein einziger National Park. Vorbei an den kleinen Hochtälern (Meadows) erreichen wir die Kante des Grand Canyons am Imperial Point. Erste Blicke in die sagenhafte Schlucht, und obwohl der South Rim schöner ist, fasziniert uns der Grand Canyon erneut. Weiter zum Bright Angel Point. Ein kleiner Trail führt uns direkt an die Schlucht. Der Sommerwind pfeift über die Kante. ![]() Wir fahren zurück nach Page über die 89 A. Diese Route ist ihr Geld wert. Wieder tolle Kurven, runter ins Tal und dann schnurstracks an gewaltigen roten Felswänden vorbei. Im Vergleich zur Highway 89 ist die 89 A (A steht für Alternate) die eindeutig schönere Strecke. Bei Marble Canyon überqueren wir den Colorado River. Es gäbe in dieser Gegend noch soviel zu sehen. Ein State Park nach dem anderen und gedanklich sind wir dabei, unsere USA-Trips für die nächsten Jahre zu planen. Was unbedingt her muss, ist ein 4WD. Mit Allrad ausgerüstet gäbe es noch mehr Naturwunder zu erschließen. Und wir genießen es inzwischen wirklich, dass wir alles Touristische schon gesehen haben und uns auf die wirklich auch wunderbaren Attraktionen abseits der Touristenpfade begeben können. Wir waren über 13 Stunden unterwegs und beenden diesen tollen Tag mit einem ausgezeichneten Abendessen im Hotelrestaurant. Dienstag Um 11 Uhr sind wir in Page bei den Antelope Canyon Tours angekommen und holen unsere Karten für die so genannte Photographer's Tour durch den Upper Antelope Canyon ab, die um 11.30 Uhr beginnt. 45 Dollar haben wir pro Mann und Maus bezahlt. Die Buchung erfolgte über das Internet. Als die Tourjeeps Fahrt aufnehmen sind wir voller Erwartung, denn die tollen Bilder dieser Slot Canyons kennt man ja. Es geht den Lake Powell Blvd. entlang und bei der Coppermine Road links, bei der SR 98 wieder links und kurz vor dem elenden Kraftwerk, das jeder Lake Powell Besucher sicher schon Kopf schüttelnd zur Kenntnis genommen hat, geht es rechts zum Eingang des Upper Antelope Canyons. Indianergebiet! Hier kostet die gleiche Tour 20 Dollar, das hätte man wissen müssen. Allerdings ist uns nicht bekannt, ob Wartezeiten entstehen. Das eigene Auto muss man hier abstellen und Jeeps wühlen sich durch die weiche Sandpiste in Richtung Canyon. In Kayenta haben sie ein neues Best Western gebaut, das von außen nicht schlecht aussieht. Wir haben hier einmal (1994) im Holiday Inn übernachtet und die damals gesichteten Kakerlaken sind wohl eher zur üblichen heimischen Tierwelt, denn als Ungeziefer zu rechnen. Nach 5,5 Stunden sind wir zurück in Page. Es ist spät, wir sind fertig und entschließen uns, nur noch einen Burger im Burger King, umringt von der Dorfjugend, zu futtern. Mittwoch Wenn es einen Preis gäbe für die steinreichste Route im Südwesten, so müsste man ihn dem Highway 12 verleihen. Die rund 200 km lange Panoramastrecke führt uns durch faszinierende Fels- und Schotterformationen, deren Farben ständig wechseln. Nach ein paar Meilen sind aus den roten Felsen mausgraue Schotterberge geworden, die sich mit anderen, hellbraunen Felsen abwechseln. Ja Abwechslung und Schönheit, das sind die wohl treffendsten Beschreibungen für diese Strecke, die uns nun am fast ausgetrockneten Escalante River entlang führt. Der Capitol Reef National Park kommt in Sichtweite. Bevor wir ihn erreichen, müssen wir jedoch noch ein weites Tal durchfahren, das wie Pflastersteine mit Felsformationen durchzogen ist. Formen und Farben bekommen Wave-Ähnlichkeit, die Kurven, die um die Felsen herum führen, verlangen nach einem Motorrad. Dann geht es den Berg hinauf, der ausgedehnte Wälder und Blumenwiesen bereit hält. Wir sind in Bayern. Nach Hanksville geht es schnurstracks der Interstate 70 entgegen, die wir nach 358 Meilen erreichen. Die La Salle Mountains kommen in Sicht und wir wissen, dass uns rund um diesen markanten Gebirgszug herum, weitere, grandiose National Parks erwarten. Arches und Canyonlands zählen zu den schönsten National Parks. Wir haben uns dieses Mal Moab erspart und checken in der, über das Internet ausgemachten Sorrel River Ranch nach 8,5 Stunden Fahrt für 438 Meilen ein. Diese Ranch hat ein paar Sterne und das drückt sich im Preis aus. Unsere martialisch eingerichtete Lodge liegt direkt am Colorado. Als wir in unserer Schaukel vor unserer Lodge sitzen, bestaunen wir das Rot der Felsen bei Sonnenuntergang. Abendessen gibt es in der Ranch, - es war sehr gut und sehr teuer. Donnerstag Im Canyonlands National Park angekommen, versuchen wir über den Shafer Trail dem Colorado River sehr nahe zu kommen. Im Schritttempo quälen wir unser Auto in den Canyon. Immer wieder müssen wir aussteigen um zu prüfen, ob die Bodenfreiheit noch ausreicht. Umkehren derzeit nicht möglich. Immer wieder denkt man, dass es besser wird, aber diese Hoffnung erfüllt sich leider nicht. Wir sind schon fast auf dem Plateau, aber trauen uns nicht mehr weiter, wir bräuchten einen Jeep. Nun gut, dann halt wieder - nach einer Zigarettenpause versteht sich - aufwärts. Frisch gestärkt warten wir mit einem kleinen Spaziergang durch Moab auf tiefer stehende Sonne, die uns bis zum Untergang im Arches National Park begleiten soll. Es ist schon verblüffend, welche Launen sich die Natur hier einfallen lässt. Natürliche Bögen aus Fels, die durch Wind- und Frostverwitterung aus weichem Sandstein modelliert wurden, sind hier zu sehen. In keiner anderen Region der Welt stehen so viele dieser Arches. Grund dafür sind vor rund 300 Millionen Jahren in diesem Teil des Colorado Plateaus abgelagerten Salzschichten, die durch ihre Elastizität das auf ihnen lastende Gestein dehnten und verschoben - es kam zu Verwerfungen und Spaltenbildung. Im Laufe der Jahrtausende meißelte die Verwitterung aus dem so verbogenen Gestein über 2000 Bögen und Felsbrücken, die oft in einzigartigen tiefroten Farbtönen erglühen. Wir stoppen bei den verschiedenen Viewpoints (Park Avenue, Courthouse Towers, Balanced Rock, Fiery Furnance, Skyline Arch) und ganz am Ende der Parkstrasse hiken wir zum Landscape Arch. Eine 45 Minuten lange Wanderung bringt uns zu diesem gewaltigen Bogen. Er ist bereits vom Einsturz gefährdet, meinen zumindest die Behörden, und so kann man nicht unmittelbar zu ihm wandern. Kein Problem, denn er ist so groß, dass ein guter Eindruck auch von mehreren hundert Meter Entfernung gewonnen werden kann. Wir fahren zurück zur Windows Sektion, in der mehrere Arches und Fenster sind. Die Sonne steht bereits tief und so machen wir uns für den heutigen Höhepunkt bereit: Sunset am Delicate Arch. ![]() Es ist immer noch sehr heiß und so wird die Wanderung über blanke Felsen nicht zum Vergnügen. Aber die Wanderung ist nur rund 30 Minuten lang und sie lohnt. Der Delicate Arch ist wirklich eine Anstrengung wert, auch wenn wir hier nun schon zum dritten Mal sind. Das spektakuläre Ereignis nimmt seinen Lauf. Je tiefer die Sonne steht, je roter wird der Arch und die ihn umgebenden blank geschliffenen Felsen. Die Szenerie ist wirklich beeindruckend. Tiefes Orange leuchtet und der Mond, der bereits aufgegangen ist, scheint auch dieses Naturwunder zu bestaunen. Ja fast andächtig verhalten sich die Menschen, die nun auf den Sonnenuntergang warten. Unaufhaltsam fressen die Schatten die Felsen und am Schluss auch den Arch. Zartes Rosa ist die letzte Farbe, die sich im Hintergrund zeigt. Die Nacht bricht herein und beendet dieses einzigartige Schauspiel. Freitag Nach 356 Meilen sind wir in Denver. Wir wollen im Hyatt einchecken, haben aber Pech: full! Wir finden dann im Marriott ein Zimmer, das ganz ok ist und wandern noch zur 16. Straße, die als Fußgängerzone von Denver ausgebaut ist. Hier liegt auch das Hardrock Cafe, das uns immer ein ordentliches Essen serviert. Samstag Zurück in Denver muss, nach soviel Natur, ein Shopping Center her. Und dann erwandern wir Denver. Über das State Capitol, Denver ist ja Hauptstadt Colorados, geht es kreuz und quer durch die Straßen (Civic Center, Larimer Square, dort, wo Denver gegründet wurde, Writer Square bis hin zum Coors Field). Nach zirka drei Stunden haben wir das Wesentliche gesehen. Denver ist eine schöne Stadt, mit echt tollen Wolkenkratzern, nur die Penner auf der 16. Straße, die Fußgängerzone, könnten sie umquartieren. ![]() Abends fahren wir mit dem Taxi zum Larimer Square. In einem der dort zahlreich vorhandenen Lokale, dem Josephinas, essen wir ganz gut. Sonntag Mittlerweile ist auch vor dem Treasure Island eine weitere Baustelle. Sie bauen die berühmte Piratenshow ab, um in ein paar Monaten sicher einen noch besseren Ersatz zu präsentieren. Es ist wieder sehr heiß, 118 Grad Fahrenheit. Wir ziehen noch durch ein paar Hotels, wollten noch für irgendeine Show Karten ergattern, was uns nicht gelang, und dann gibt's Shrimps am Buffet im Mirage. Der Abschluss des Autofahrertages gelingt im Bellagio an einer der vielen tollen Bars. Montag Das Terrace Cafe im Treasure Island kann man wirklich empfehlen. Das Essen ist gut und reichlich! Als wir dann frisch gestärkt im Caesars Palace an irgendeiner Bar sitzen, beobachten wir einige interessante Personen. Der Alkohol spricht und es wird deutlich, dass die kaum begonnene Nacht Unmengen an Dollars bereits verschlungen hat. Und als das Signal der Pleite kam, haben die begleitenden Mädels umgehend, fluchtartig und alleine die Bar verlassen. Der wird sich ärgern, wenn er morgen aufwacht. Selbst schuld, kein Mitleid. Dienstag Heute Abend wollen wir schön und gut Fischessen gehen. Wir erinnern uns an Marina del Rey, nur rund 5 Meilen entfernt. Dort haben wir schon gutes Eiweiß bekommen. Wir fragen aber unseren Concierge und er empfiehlt uns das Ocean Avenue Seafood, das wir zu Fuß erreichen können. Gut, dass er uns gleich einen Platz reservierte, das Lokal war proppenvoll. Essen vom Feinsten, wirklich sehr empfehlenswert! Die Kalorien versuchen wir mit einem abendlichen Bummel durch die 3rd Street Promenade wieder los zu werden. Schön ist es hier! Mittwoch Um 14 Uhr kamen die Wolken und es wurde schnell kalt. Wir entschließen uns, zum Hard Rock Cafe zu fahren. Das finden wir auch ohne Karte, - denkste! Zwei Stunden Sightseeing durch LA, das ja nicht so toll ist, waren dann schon in Ordnung. Als Alternative hätte sich der Farmers Market angeboten, aber Gott sei Dank haben wir uns dagegen entschieden. Es kreisen sechs Hubschrauber über Santa Monica. Was wir zuerst als Filmaufnahmen interpretierten, was ja hier nicht selten der Fall ist, stellte sich nach Sichtung der Nachrichten als schlimmer Unfall heraus. Ein 86 jähriger Autofahrer hat wohl die Bremse mit dem Gas verwechselt und ist über zwei Blocks in die Menschenmenge, die den Markt besuchte, gerast. 14 Tote, darunter 2 Kinder, und viele schwer verletzte Menschen, - wirklich schlimm! Essen in Johnny Rockets, - die besten Burger der Welt, - echt! Donnerstag Nach 83 Meilen verlassen wir die Hügel und tauchen in die Sierra Nevada ein. Es wird flach! So flach, dass die absolut gerade Interstate bis zum Horizont reicht. Links und rechts Farmland und Rinderherden, die gewaltig sind und gewaltig stinken. Nach rund 300 Meilen kommen die kalifornischen Hügel, je nördlicher, desto gelber, zurück. Wir kommen heim. Die Windräder von Livermore stehen still und obwohl dieses Bild immer wieder fasziniert, wissen wir spätestens dann, dass es vorbei ist. Ja, das ist deprimierend. Wir planen über die San Matteo Bridge nach San Francisco zu fahren. Es ist zwar ein kleiner Umweg, aber wir haben sie noch nicht überquert. Und es war nicht schlecht. In der Ferne erkennen wir unsere Lieblingsstadt und natürlich werden wir noch auf die Twin Peaks fahren. San Francisco begrüßt uns von seiner schönsten Seite, - und warm ist es noch dazu. Wir fahren zum Strand und dann erneut die Blicke auf die Golden Gate. Man kann hier immer wieder etwas Neues entdecken (El Camino del Mar, da waren wir auch noch nie!). Wir fahren nochmals über die Brücke und bewundern dieselbe und die Stadt. Auf dem Berg der tausend Blicke ist es inzwischen eiskalt geworden. Der Wind pfeift über die Bay. Wir nehmen Abschied! ![]() Unser Zimmer im 38. Stock des S.F. Marriott ist im Gegensatz zu Beginn dieser Reise echt super. Einen Stock höher gibt es die Bar The View. Der Name sagt alles, - wir genießen die schöne Aussicht bei einem Bier. Die Nacht frisst San Francisco auf, das sich mit einem Lichtermeer wehrt. Das Essen im Hotel war grauenhaft und wir fragen uns erneut, warum wir das immer wieder ausprobieren. Freitag Die tolle Schleife, die der Lufthansapilot über San Francisco geflogen ist, habe ich im Prolog beschrieben und dann war es vorbei. Schluss bis zum nächsten Jahr - hoffentlich! Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt, ist es besser, viel besser als man glaubt! Besser? Es ist einzigartig! |
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